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Autor: Nicole Jeder Kontinent, jedes Land blickt auf eine Entwicklung zurück, die sich mit der Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen beschäftigt. Die japanische Phytomedizin nennt man Kampo.
Kampo existiert in Japan seit über 1500 Jahren. Ursprünglich entstand es aus den Grundlagen der Traditionellen Chinesischen Medizin. Durch Chinesisch-japanische Beziehungen kam Wissen über Heilpflanzen in den heutigen Industriestaat. Dieses Wissen wurde weiterentwickelt und verfeinert. Heute kennt die sino-jaoanische Phytomedizin 250 Heilpflanzen und unzählige Beschwerdebilder, die durch Mischungen der bekannten Pflanzen geheilt werden können. Seit dem 19. Jahrhundert müssen in Japan alle praktizierenden Ärzte eine schulmedizinische Ausbildung nachweisen. Hinzu kommt die Aus- und Weiterbildung in Kampo. Somit wird die traditionelle Heilmethode auch nur von Medizinern verschrieben und angewendet.
Doch wo liegt nun der Unterschied zwischen TCM und Kampo? Reicht es nicht, sich allein mit den chinesischen Heilverfahren zu beschäftigen? Ein Artikel des Magazin CO´MED informiert über die Vorteile der japanischen Phytotherapie, besonders gegenüber der Traditionellen chinesischen Medizin, für den europäischen Gesundheitsmarkt. Demnach sei die Ähnlichkeit europäischer Staaten mit Japan ausschlaggebend. Industriestaaten sind nicht nur technisch weiterentwickelt, auch “Volkskrankheiten” entwickeln sich astronomisch. Das ist in Japan nicht anders als beispielsweise in Deutschland. Somit gibt es in der japanischen Phytomedizin auch und besonders Pflanzenmischungen, gegen die meisten chronischen Zivilisationsleiden: dazu gehören zum Beispiel chronische Bronchitis, Asthma, Wechseljahrsbeschwerden, Allergien und Hepatitis. Durch die kombinierte Ausbildung der Ärzte, werden schulmedizinische und alternative Methoden gleichsam angewendet. Für den Patienten ein klarer Vorteil. Japan ist Europa so wieder einen Schritt voraus. Denn, natürlich gibt es Schulmediziner, die sich auch mit alternativen Heilmethoden wie Homöopathie und Pflanzenheilkunde beschäftigen, aber diese grundlegende und kontinuierliche Verbindung beider Richtungen habe ich in Deutschland noch nie erlebt. Meiner Meinung nach muss man sich hier für eine Methode entscheiden: die beste schulmedizinische Behandlung beim Arzt, die beste naturheilkundliche beim Heilpraktiker. Wirklich gute und ausgeglichen arbeitende “Allround-Mediziner” (man verzeihe mir diesen Ausdruck) sind, gerade in Deutschland, selten. Ich lasse mich natürlich gerne eines besseren belehren, besonders wenn jemand einen solchen Arzt in Berlin kennen sollte.
Autor: Nicole Die Homöopathie kennt nicht nur die Therapie durch Einzelmittel. Auf dem Markt gibt es eine ganze Reihe von kombinierten Arzneien, die sich besonders bei chronischen Krankheiten und solchen, mit sehr vielen Symptomen bewährt haben sollen.
Wie ich bei meiner Recherche erfahren habe, soll Hahnemann selbst die Anwendung von kombinierten Präparaten nie schriftlich fixiert, sich aber dennoch mit der Frage der komplexen Behandlung beschäftigt haben. In der Tat ist es äußerst fraglich, ob der Erfinder der Homöopathie selbst Komplexmittel angewendet hat. Aus einem Briefwechsel mit einem befreundeten Arzt soll nur hervorgehen, dass Hahnemann sich sehr für die Methode des Kollegen, zwei kombinierte homöopathische Arzneien zu verwenden interessiert hat. Über eine positive Äußerung und die reine Auseinandersetzung ging es scheinbar aber nicht hinaus. Hahnemann selbst benutzte zwar auch mehrere Mittel für bestimmte Krankheiten, doch tat er dies im Wechsel, also zeitlich versetzt. Als einer der Ersten mischte Emanuel Felke mehr als zwei Mittel zusammen. Er ist darüber hinaus bekannt dafür, die Irisdiagnostik erfunden zu haben und wird oft als “Lehm-Pastor” bezeichnet, weil er seine Patienten unter anderem in Lehmbrei baden ließ. Die fehlende schriftliche Auseinandersetzung Hahnemanns mit der Mischung homöopathischer Arzneien ist noch heute ein Grund dafür, dass einige Heilpraktiker der Methode kritisch bis ablehnend gegenüberstehen.
Gerade bei Erkältungen, die vielfältige Symptomen aufweisen und deswegen sehr schwierig homöopathisch zu behandeln sind, sollen sich diese Komplexmittel bewährt haben. Ein derartiges Mittel ist Meditonsin©. Es wird ja in der Werbung derzeit sehr angepriesen, darum habe ich mich mal damit beschäftigt, welche Bestandteile enthalten sind.
Inhaltstoffe kann man ganz gut auf Seiten von Online-Apotheken nachlesen. Der Hersteller selbst lässt auf seiner Homepage nichts dergleichen verlauten. In dem Mittel sind also folgende wirksame Bestandteile enthalen:
10 g Mischung (19 Tropfen/ g) enthält arzneimittelwirksamer Bestandteil: Aconitinum Dil. D5 (HAB, V. 5a) 1 g, Atropinum sulfuricum Dil. D5 5 g, Mercurius cyanatus Dil. D8 4 g, Aconitinum ab D3, Atmopium sulfuricum ab D3 und Mercurius cyanatus ab D5 jeweils potenziert mit einer Mischung aus Ethanol 94 % (G/G)/ Glycerol 85 %/ gereinigtes Wasser (5:10:85). (Quelle: Apotheke2u)
Der Alkoholanteil ist natürlich beträchtlich. Aber verglichen mit einigen “Chemiebomben” gegen Erkältung, die auch meist zu 90 Prozent aus Alkohol bestehen, nicht besonders auffällig. Die Potenzen sind ziemlich niedrig, die Nebenwirkungen, die so in dem einen oder anderen Testbericht erscheinen, im Vergleich dazu sehr gering. Es soll in einigen Fällen zu erhöhtem Speichelabsatz kommen. Alkoholkranke Menschen müssen natürlich auch auf das Medikament verzichten. Leider habe ich keine “Packungsbeilage” online gefunden. Denn gerade Aconitum ist in dieser Potenz, wenn ich mich nicht völlig irre, für Herzkranke Menschen mit Vorsicht zu genießen, weil der giftige Eisenhut Herzrasen hervorrufen kann. Mich würde interessieren, ob ich da richtig liege, denn dann würde ich mich sehr darüber wundern, dass das Mittel für alle Altersstufen (natürlich dementsprechend dosiert) empfohlen wird. Nutzer berichten in den meisten Foren überwiegend positiv über die Wirkung. Ich werde es bei der nächsten Erkältung vielleicht an mir testen.
Autor: Nicole Gratis-Geschenke sind immer wieder ganz nett, aber meistens auch mehr oder minder nutzlos. Umso mehr freute ich mich über ein kleines Heftchen, das ich in meiner Apotheke fand.
Es handelt sich dabei um eine 16-seitige Broschüre zum Thema Homöopathie vom Verlag GU. Hier geht es marketingtechnisch zwar darum, Kunden auf die Bücher aufmerksam zu machen, die zum Thema erschienen sind, doch es steckt trotzdem Gebrauchswert in dem kleinen Heftchen. Es enthält Auszüge aus dem homöopathischen Lexikon des Verlags, die sich mit den kleinen Wehwehchen des Alltags befassen. Grafisch wunderbar aufbereitet findet der interessierte Leser hier eine kleine Einführung und die Möglichkeit, zu den häufigsten Beschwerdebildern relativ problemlos die passende Arznei zu finden.
Selbst auf Einnahmehinweise hat man nicht verzichtet. Eingeteilt nach den verschiedenen Bereichen des Körpers findet man Medikamente gegen Erkältungen, Schlafstörungen, Hautprobleme und vielem mehr. Neben hier schon vorgestellten Mitteln wie beispielsweise Euphrasia, Allium Cepa und Aconitum werden auch Schüßler-Salze empfohlen. Die Symptome sind gut gegliedert und somit einfach zu charakterisieren. Eine wirklich schöne Idee und gleichzeitig eine sehr gute Anregung, sich vertiefend mit dem Thema zu befassen. Wer schnell ist kann vielleicht noch ein Exemplar ergattern.
Autor: Nicole Schon vor 6000 Jahren wusste man um die Heilkraft bestimmter Pflanzen. Die Phytotherapie kann also eine ausschweifende Geschichte vorweisen.
Wissenschaftler entdeckten erste Zeugnisse der Beschäftigung mit Heilpflanzen, deren Alter auf 6000 Jahre geschätzt wurde. Es handelt sich dabei um Tontafeln aus der Umgebung des Persischen Golfs, die mit Keilschrift versehen sind. Die alten Ägypter beschäftigten sich, Dokumenten zufolge, ebenso mit der Pflanzenheilkunde. Eine Schrift weist darauf hin, dass sie bereits über 600 Pflanzen und ihre möglichen Beschwerdebilder kannten. Die Geschichte führt uns danach weiter nach China, wo 3000 Jahre vor unserer Zeitrechnung ein Buch entstand, dass sich mit Phytomedizin befasste. Danach finden sich Spuren in der Antike, etwa 2500 Jahre später. Man schreibt sie dem Arzt Hippokrates zu. Im ersten Jahrhundert vor Christus lässt sich die Geschichte der Pflanzenheilkunde weiter verfolgen: Ein Buch des Arztes Dioskorides lehrt über Wirkungen von Pflanzen. Aus dieser Epoche stammt auch das Werk des Römers Plinius Secundus. Er verfasste ein Lexikon der Heilpflanzen in insgesamt zwölf Bänden.
Als Urheber der Pflanzenheilkunde gilt Claudius Galenius, der im zweiten Jahrhundert der modernen Zeitrechnung wirkte. In Deutschland entwickelte sich die Pflanzenheilkunde im kirchlichen Umfeld weiter. Im Mittelalter wuchsen Heilpflanzen in den Gärten der Klöster. In diesem Zusammenhang ist vor allem die Äbtissin Hildegard von Bingen zu nennen, die Werke zur Ursache und Behandlung von Krankheiten verfasste und dabei das Wissen der Volksmedizin über Pflanzen verarbeitete. Aus diesem Umfeld stammt auch Paracelsus. Er erkannte, dass ein Heilkundiger vom Äußeren einer Pflanze auf ihre Wirkung schließen kann. Die Methode ging unter dem Begriff “Signaturenlehre” in die medizinische Geschichte ein. In der Folgezeit sorgte vor allem die Inquisition dafür, dass ein weitreichender Teil des mittelaterlichen Kräuterwissens verloren ging. Es dauerte lange, bis die Phytotherapie wiederentdeckt wurde. Unter anderem ist es Sebastian Kneipp zu verdanken, der die Lehre im Volk weiter bekannt machte.
Im 20. Jahrhundert entstand der erste Lehrstuhl für Phytotherapie in Deutschland. Initiator dieser Entwicklung war der Arzt Dr. Rudolf Fritz Weiß. Ab diesem Zeitpunkt steigerte sich die wissenschaftliche Auseinandersetzung und in der Folge auch die Anerkennung durch die konventionelle Medizin. Heute wächst die Popularität wieder enorm. Es gibt eine Spaltung zwischen Anhängern unkonventioneller Medizin, wie der Bach-Blüten-Therapie und der Homoöpathie, und den den Verfechtern der klassischen Schulmedizin.
Autor: Nicole Der Begriff “Phytotherapie” klingt nach einer modernen Erfindung unserer Zeit. Dieser “Hauch von Moderne” gewinnt jedoch an geschichtlicher Bedeutung, wenn man weiß, dass Phytotherapie nichts anderes als “Pflanzenheilkunde” ist.
Grundlage ist die Verwendung von Pflanzen als Arzneien. Dabei werden, je nach Wirkweise der Bestandteile, Wurzeln, Blüten, Knospen, Blätter, krautige wie holzige Teile und Früchte verarbeitet. Dies geschieht durch Herstellung von Auszügen aus Kräutern und Heilpflanzen, ferner durch Kaltwasserauszüge, auskochen und Aufgüsse. Eine weiterer Methode ist die Verwendung des frischen Krauts. Pflanzenheilkunde ist ein weltweites Phänomen. Alle Kulturen blicken auf eine lange Geschichte diesbezüglich zurück. In Deutschland sind die historischen Figuren Hildegard von Bingen und Sebastian Kneipp Aushängeschilder der traditionellen Phytotherapie. Aus dem Asiatischen Raum dürften die Traditionelle Chinesische Medizin und die Sino-japanische Phytotherapie einer breiten Masse bekannt sein. Auch Hippokrates beschäftigte sich mit der medizinischen Wirkung von Pflanzen.
Die Phytotherapie findet sowohl in der evidenzbasierten als auch in der alternativen Medizin Anwendung. “Evidenbasiert” weist darauf hin, dass hier nur Pflanzen verarbeitet und genutzt werden, deren Wirkung sicher in Doppelblindstudien (nach komplizierten wissenschaftlichen Standards) nachgewiesen ist. Die Homöopathie, deren Wirkweise ja auch schon in unzähligen Studien untersucht wurde, kümmert sich weniger um den wissenschaftlichen Nachweis. Dies muss aber nicht bedeuten, dass die verwendeten Wirkbestandteile nicht heilen könnten. Das Problem bei streng wissenschaftlichen Studien ist, meiner Meinung nach, ihre mangelnde individuelle Ausprägung (auf der Wisseschaft, das muss man dazu sagen, basiert). Oft führen sie zu völlig unterschiedlichen, manchmal geradezu widersprechenden Aussagen. Im Zuge der immer größeren Popularität der alternativen Medizin wird seit Jahren diskutiert, ob die Wirkung nur von einem Placebo-Effekt herrührt. Doch auch hier scheiden sich die Geister. Denn, wenn etwas wirkt, so die Anhänger der Homöopathie, ist es doch völlig unzulänglich, auf welche Weise dies geschieht. Fakt ist, dass die meisten Pflanzen bei der Einnahme weniger Nebenwirkungen hervorrufen, als chemische Arzneien. Vorsicht ist dennoch geboten, denn “weniger” heißt nicht “gar keine”. So stellte man in unterschiedlichen Studien, beispielsweise über Johanniskraut, fest, dass Wechsel- und Nebenwirkungen durchaus auftreten können.
Hier eröffnet sich ein weiteres Problem: Man kann nicht davon ausgehen, dass zwei Medikamente mit dem selben Wirkstoff auch die selbe Wirkweise zeigen. Es kommt auf die Dosierung und die weiteren Wirkstoffe an. Darüber hinaus ist es auch von Bedeutung, ob man Medikamente aus der Apotheke, oder nur Präparates aus dem freien Handel erwirbt. Letztere gelten als “Nahrungsergänzungsmittel” und unterliegen damit nur wenigen Standards. Auch in der Phytotherapie ist damit der Grundsatz gegeben: bei leichten Beschwerden wie Schnupfen, Schlafstörungen und auch bei “Burn-Out” und leichten Wechseljahrsbeschwerden kann man versuchen, sich selbst zu behandeln, stärkere, chronische und langanhaltende oder in ihrer Herkunft ungeklärte Symptome gehören immer in die Hände eines Arztes.
Autor: Nicole Die Stechpalme kommt als einzige ihrer Art auch in europäischen Gefilden vor. Als Bach-Blüte kann sie die Liebe in einem Menschen erwecken. Das ist nicht als Voodoo-Zauber gemeint: Vielmehr hilft Holly, Gefühle wieder zuzulassen, deren Abwesenheit und Verdrängung einen Menschen geradezu emotional “vergiften” kann.
Die Blüten der Stechpalme, die für die Bach-Blüten-Therapien verwendet werden, kommen von Mai bis Juni zum Vorschein. Sie sind weiß bis rosa und eher unauffällig, da sie sehr klein sind und gegen die immergrünen Blätter konkurrieren müssen. Ihr Duft ist sehr süß. Nach der Blüte trägt die Pflanze dann charakteristische rote Beeren.
Edward Bach entdeckte die Kraft der Pflanze, die Liebe wieder zu erwecken. Viele Menschen schotten sich gegen jegliche Art von Liebe ab. Sie wollen Gefühle nicht zulassen, aus Angst verletzt oder hintergangen zu werden. Oft sind die Betroffenen sehr gereizt und neigen deswegen zu unangemessener Aufregung. Sie spüren eine tiefe Unzufriedenheit und sind sehr eifersüchtig. Es ist äußerst einfach, solche Personen zu kränken oder zu beleidigen. Auch andere, zutiefst negative, Einstellungen können ins Gute gewendet werden: Neid, das Gift des “Miteinander”, ein Hass gegenüber Anderen und Rachegelüste gehören dazu. Auch Personen, die eine große Befriedigung aus Schadenfreude ziehen, kann mit Holly geholfen werden.
Die Gefühle können wieder fließen, emotionale und negative Knoten lösen sich, man ist in der Lage, sich wieder selbst zu lieben. Daraus folgt, dass auch Liebe von Außen “ertragen” und empfangen werden kann. Die Einsamkeit, unter der zum Beispiel auch Agrimony-Typen leiden (wenn auch aus abweichenden Gründen), kann so ebenfalls gelöst werden. Nun sind Betroffene wieder in der Lage, selbst Liebe zu geben. Die Lebensqualität steigt dementsprechend. Darüber hinaus kann die Essenz bei Kindern im Trotzalter helfen, die sehr stark gereizt sind und Aggressivität im Umgang mit anderen zeigen.
Autor: Nicole Das Drüsige Springkraut (Impatiens glandulifera) ist in Europa in natürlichen Beständen verbreitet, kommt aber ursprünglich aus dem Himalaya. Seinen lateinischen Namen, der übersetzt “ungeduldig” bedeutet, hat das Springkraut von gespannten Kapseln, die bei Berührung aufspringen und den Samen verteilen. Auch unter den Bach-Blüten ist Impatiens die Essenz, die Ungeduld bereinigt.
Im 19. Jahrhundert wurde “Impatiens” als Zierpflanze nach England eingeführt. Wahrscheinlich konnte Bach die Pflanze nur deshalb für seine Therapien entdecken. Der ungewöhnlichen Fortpflanzungsart des Springkrauts ist es wahrscheinlich zuzuschreiben, dass es sich dann sehr schnell in der natürlichen Flora Europas ansiedelte. Heute kommt die Pflanze überall auf dem europäischen Kontinent, mit Ausnahme der Mittelmeer-Regionen, vor.
Als Bach-Blüte hilft Impatiens sehr ungeduldigen Menschen, die sich nicht mit der langsameren Umgebung abfinden können. Wahrscheinlich kennt jeder von uns derartige Personen, die ihren Kollegen lieber Arbeit aus der Hand reißen um sie selbst zu erledigen. Alles andere würde ihnen viel zu lange dauern. Betroffene haben aber, wie man jetzt denken könnte, kein übersteigertes Selbstwertgefühl, sie leiden auch nicht an Selbstüberschätzung. Sie sind wirklich oft klüger als ihre Mitmenschen, was sich besonders in dem ausgeprägten Talent zeigt, Dinge rasch zu überblicken. Diese schnelle Auffassungsgabe bringt aber, aufgrund der fehlenden Geduld, sehr viele Probleme mit sich. Zum Ersten liegen diese Schwierigkeiten in der Sozialverträglichkeit, zum Zweiten betreffen sie die Person selbst.
Das bedeutet, Impatiens-Menschen können sich nicht besonders gut in ein Team integrieren und arbeiten oft allein, weil sie so ihr eigenes Tempo bestimmen können und den Stress vermeiden, immer wieder mit Mitmenschen in Konflikte zu geraten. Denn diese Stress-Situationen belasten nicht nur die Psyche, sondern auch die körperliche Gesundheit. Derartige Beeinträchtigungen können beispielsweise bis zum Burn-Out-Syndrom mit Schlafstörungen und Depressionen voranschreiten oder den Magen in Mitleidenschaft ziehen.
Deutliche Signale, die Impatiens erforderlich machen, drücken sich beispielsweise in der Körpersprache aus, die oft sehr hektisch und nervös ist. Vielleicht ist die äußere Erscheinung auch von “Tics” begleitet. Ein untrügliches Zeichen für die enorme innere Anspannung. Auch Menschen, die schnell “explodieren” und ihre Gefühle in bestimmten Situationen nicht kontrollieren können, sind typisch für Impatiens.
Nimmt ein solcher Mensch nun Impatiens ein, fördert die Pflanze die Gelassenheit, die zum erfolgreichen Umgang mit Anderen und sich selbst fehlt. Er wird akzeptieren können, dass jeder sein eigenes Tempo besitzt, ohne dabei etwas von seiner Klugheit zu verlieren. Der Stress wird abgebaut, man kann sich entspannen und besser “abschalten”.
Darüber hinaus eignet sich die Essenz auch für die so genannten “Quengel-Kinder” und Eltern, die sehr ungeduldig im Umgang mit dem Nachwuchs sind.
Autor: Nicole Wie das Magazin “Naturheilkunde und Gesundheit” in der Januar-Ausgabe berichtet, kann man mit homöopathischen Mitteln dem “Burn-Out-Syndrom” entgegenwirken. Die psychische und körperliche Erschöpfung wird immer wieder bei Menschen festgestellt, die sich einer zu großen Belastung aussetzen. In der heutigen Gesellschaft, die geradezu auf Erfolg und Leistung getrimmt ist, wird die Krankheit zum zunehmenden Problem.
Warnsignale![]()
Viele Menschen leiden zunächst unter psychischen Belastungen: Stress, zu großer Leistungsdruck, Streit oder Komplikationen in der Partnerschaft können den Erschöpfungszustand provozieren oder verstärken. In der Folge wirkt sich dieser Umstand auch auf die körperliche Gesundheit aus. Es kommt oft zu Ein- oder Durchschlafproblemen, starken Kopfschmerzen, Ohrgeräuschen, erhöhtem Blutdruck und auch zu Rückenschmerzen und Konzentrations-Schwierigkeiten. Betroffene merken, dass Psyche und Körper die geforderte Leistung nicht mehr erbringen können. Sie fühlen sich, als hätten sie versagt.
Was kann helfen?
Die Fachzeitschrift empfiehlt verschiedene hömöopathische Mittel, die man durchaus auch für andere Beschwerden in der Hausapotheke aufbewahren kann. So hilft Pulsatilla D12, die Küchenschelle, im Falle des Burn-Out gegen Verstimmungen und Stimmungsschwankungen. Gerade bei Kindern hat es sich daneben auch gegen Erkältung, Angina, Ohrenschmerzen, Mandelentzündungen und Fieber bewährt. Auch Aurum metallicum D12 unterstützt die Psyche, wenn sich Betroffene dem Gefühl des Versagens nicht entziehen können und niedergeschlagen oder depressiv sind. Für Frauen, die unter der Doppelbelastung Familie-Karriere leiden, wird Helonias dioica D6 empfohlen, da es sich besonders auf den weiblichen Hormonhaushalt auswirkt. Fehlende Kraft und geringer Antrieb verlangen nach Acidum phoshoricum D6, besonders dann, wenn die Symptome durch Sorgen oder falsche, weil zu stressige, Lebensweise entstanden sind.
Dosierung
Sind die Symptome akut, können die Arzneien drei- bis fünfmal täglich eingenommen werden. Eine Ausnahme bildet Aurum metallicum, das Betroffene zweimal täglich zu sich nehmen. Wenn die Beschwerden sich verringern, so passt man auch die Dosis an (mindestens um die Hälfte reduzieren). Je nach Stärke klingen die Erschöpfungssymptome schneller oder langsamer ab. Die maximale Einnahmezeit beträgt jedoch 3 Wochen. Stellt sich keine Verbesserung ein, sollte unbedingt ein Heilpraktiker oder Arzt zu Rate gezogen werden.
Begleitmaßnahmen![]()
Als unterstützende Therapie sollte man zudem auch über eine Einnahme von Bach-Blüten nachdenken, die ja bekanntlich bei psychischen Problemen eingesetzt werden. So kann beispielsweise Mimulus, eine Essenz die auch in der Mischung gegen Prüfungsangst vorkommt, bei Versagensängsten helfen. Außerdem ist es wichtig, dem Problem auf den Grund zu gehen. Man kann öfter Pausen einlegen und sich Freiräume schaffen. Durch ganzheitliche Entspannungstechniken oder Massagen lernt man, Ruhe wieder genießen zu können und sie für den Alltag zu nutzen.
Autor: Nicole Die Antibabypille ist ein äußerst beliebtes Verhütungsmittel, weil sie eine fast 100 prozentige Sicherheit verspricht, nicht schwanger zu werden. Viele Frauen schätzen das und denken nicht weiter über Nebenwirkungen nach.
Dabei sind die Gefahren für den eigenen Körper beträchtlich. Neben Auswirkungen auf die psychische Entwicklung, besonders bei jungen Frauen, geht mit der Einnahme ein erhöhtes Risiko einher, an Thrombose und sogar an Krebs zu erkranken. Doch damit nicht genug: Das Hormonpräparat belastet die Leber sehr stark. Ursache dafür ist, dass die Arznei zunächst dort ankommt und teilweise abgebaut wird. Damit die Sicherheit trotzdem konstant ist, muss das Verhütungsmittel stärker dosiert werden. Die “Pille” reguliert darüber hinaus den Hormonhaushalt. Dieser künstliche Eingriff in den Zyklus wird den meisten Anwenderinnen erst bewusst, wenn das Medikament abgesetzt wird. Sei es aufgrund einer gewünschten Schwangerschaft oder der einsetzenden Menopause. Es treten Zyklusstörungen auf, die unter Medizinern als “Post-Pill-Syndrom” bekannt sind. Besonders tragisch, wenn ein bestehender Kinderwunsch durch die Störung nicht oder erst nach langer Zeit erfüllt werden kann.
In dem Magazin CO´MED ist, laut einer Pressemitteilung, ein Artikel erschienen, der Hilfe durch die Pflanzenheilkunde verspricht. Die Heilpraktikerin Anne Lohmann behandelt demnach die Beschwerden mit alternativen Präparaten. So unterstützt der Frauenmantel als “Allround-Mittel” alle Prozesse, die sich auf die Wiederherstellung des natürlichen Zyklus beziehen. Außerdem wird Rosmarin zur Durchblutungsförderung verordnet. Hier soll sich die Wirkung besonders auf die Organe im Becken konzentrieren und somit helfen, die Eierstöcke zur vollen Funktion zu reaktivieren. Auch Kapuzinerkresse und Meisterwurz können den Effekt unterstützen. Die Auswahl der richtigen Präparate erfolgt laut Lohmann individuell und auf die Patientinnen abgestimmt. Zur Entlastung der Leber können hauptsächlich Urtinkturen aus Löwenzahn und Mariendistel eingesetzt werden. Auch eine biologische Ernährung, die frei von künstlichen Zusätzen ist, kann die Regeneration vorantreiben.
Wer also irgendwie von den Komplikationen betroffen ist, kann sich alternativ homöopathisch behandeln lassen. Diese Behandlung sollte aber nur von einem ausgebildeteten und versierten Heilpraktiker durchgeführt werden.
Autor: Nicole Schnupfen kann, gerade in der kalten Jahreszeit, den Körper komplett lahm legen. Die Möglichkeiten ihn zu lindern und die Heilung zu unterstützen sind vielfältig. Homöopathie, Schüßler-Salze und Pflanzenheilkunde halten unterschiedliche Arzneien bereit.
Homöopathische Möglichkeiten
Die Homöopathie hält, je nach Ursache und Auswirkung der Erkältung, viele Mittel bereit. An dieser Stelle können nicht alle Symptome aufgeführt werden, die wichtigsten und häufigsten sollen jedoch nicht ungenannt bleiben. Für mehr Informationen und eine genaue Bestimmung, sollten ein Ratgeber oder besser gleich ein homöopathischer Arzt oder Heilkundler befragt werden. Das Problem bei der richtigen Mittelwahl für Erkältungskrankheiten ist nämlich, dass oft viele Symptome gleichzeitig auftreten.
Sind die Beschwerden plötzlich und heftig aufgetreten und vor allem durch Abkühlung, Zugluft oder kaltem trockenen Wind entstanden, ist in der Anfangsphase Aconitum (bitte zur Charakteristik und weiteren Bestimmung anklicken) das Mittel der Wahl. Bei scharfem, wässrigen Nasenfluss und vergleichsweise mildem Tränenfluss, wenn sich die Beschwerden im Freien verbessern, ein rohes Gefühl die Nase beherrscht und die Erkältung bei mildem und feuchtem Wetter aufgetreten ist, hilft oft Allium Cepa. Euphrasia wird oft bei Erkältungen mit gleichzeitiger Bindehautentzündung eingesetzt. Menschen, die sich viel in klimatisierten Räumen aufhalten und daher, besonders im Sommer, oft erkältet sind, sollten es mit Dulcamara versuchen. Hier sind die Beschwerden durch einen Übergang vom Kalten ind Warme entstanden und gehen oft sehr auf die Augen. Der Nasenfluss ist schleimig, dick und gelb.
Schüßler-Salze
Auch die Biochemie behandelt Erkältungen nach ihren vordringlichen Symptomen. Sind die Schleimhäute durch schmerzhafte Entzündungen gerötet, ist Ferrum phosphoricum angezeigt. Bei Ablagerungen auf Zunge und Mund, die weißlich erscheinen, versucht man es mit Kalium chloratum. Natrium chloratum hilft bei Erkältungen, die mit durchsichtigen, schleimigen Bläschen auf der Zunge und auch auf der Mundschleimhaut einhergehen. Alle anderen Fälle werden mit dem “Entzündungsschema” behandelt.
Pflanzenheilkunde
Hier möchte ich vor allem auf die Erkenntnisse Hildegards von Bingen eingehen. Sie beschreibt in ihrem Werk “Heilwissen” den Schnupfen in Ursache und Behandlung. Demnach entsteht er aus einem Eindringen verschiedener Elemente und Wirbel der Luft in das Gehirn. Dies bedingt den Ausfluss von Säften, Nase und Kehle werden von Schleim belagert, der sich zusammenzieht und austritt. Dieser Abfluss ist eine Reinigung und sollte nach Meinung der mittelalterlichen Äbtissin unterstützt werden. Dazu nimmt man einen Teil Fenchel und vier Teile Dill. Diese Kräuter sollen auf einer heißen Platte erwärmt und die Dämpfe inhaliert werden. Die Kräuter soll man im Anschluss mit Brot essen. Diese Vorgehensweise sollte der Erkrankte vier bis fünf Tage durchhalten. Nun ist das Erwärmen meiner Meinung nach für die Meisten nicht unbedingt praktizierbar. Wir haben selten heiße Platten oder Ziegelsteine im Haus. Was man aber tun kann, ist den Dill und den Fenchel als Tee zu trinken. Beide haben darüber hinaus noch heilende Wirkung auf die Verdauung. Der Dill wird auch als Beruhigungsmittel eingesetzt und fördert den Appetit. Bei Erkältungen nicht unbedingt das Schlechteste, um wieder zu Kräften zu kommen.
Hausmittel
Aus eigener Erfahrung kann ich Zwiebel und Knoblauch in Kombination mit Ruhe und Vitaminen empfehlen. Wenn ich erkältet bin, setze ich zunächst einen Zwiebelsaft an. Dazu einfach ein bis zwei Knollen zerkleinern, mit Zucker bestreuen und dann über nacht zugedeckt ziehen lassen. Am nächsten Morgen kann man den ausgetretenen Saft trinken. Das schmeckt im übrigen besser, als es sich liest.
Der Knoblauch, der ja ebenso wie die Zwiebel für seine antibakterielle Wirkung bekannt ist, macht sich gut in einer Suppe. Ich nehme passierte Tomaten, die ich mit Salbei, Rosmarin, Salz und Pfeffer würze. Salbei wirkt auch antiseptisch und antibakteriell. Er hilft vor allem gegen Entzündungen im Hals, weswegen ich ihn auch als Tee trinke. Zum Schluss kommen mehrere Knoblauchzehen, in Scheiben geschnitten, in die Suppe. Sie werden kurz mitgegart, damit sie etwas durchziehen können. Daneben presse ich mir etwas frischen Orangensaft, inhaliere mit Salzwasser und esse besonders viel frisches Obst und Gemüse. Meine letzte Erkältung habe ich so innerhalb von drei Tagen weitestgehend überstanden.