Archiv für Februar, 2008

28. Februar 2008
Autor: Nicole

Schüßler-Salze gleichen Ungleichgewichte im Körper aus, indem sie die körpereigenen Vorgänge anregen. Die Übersicht verrät die spezifischen Wirkungen der einzelnen Substanzen.

So stärkt Calcium fluoratum Bindegewebe, Gelenke und Haut. Das zweite Salze, Calcium phosphoricum unterstützt dagegen Knochen und Zähne. Zur Stärkung des Immunsystems wird Ferrum phosphoricum empfohlen. So kann man beispielsweise Erkältungskrankheiten vorbeugen. Entzündeten Schleimhäuten begegnen Kalium chloratum und Calcium carbonicum. Das Salz Kalium phosphoricum soll bei nervlichen Belastungen und psychischen Problemen helfen. Die Entgiftung des gesamten Körpers veranlasst Kalium sulfuricum.

Siliziumpulver © wikimedia

Auch Muskeln und Nerven können Probleme verursachen. In diesem Fall empfiehlt die Biochemie nach Schüßler Magnesium phosphoricum. Wer seinen Stoffwechsel, gerade jetzt im Frühjahr, wieder auf Touren bringen will, versucht es mit Natrium phosphoricum oder Natrium bicarbonicum. Dazu kann auch die innere Reinigung mit Natrium sulfuricum beitragen. Für die ganz einfache Anwendung kann man es bei der Einnahme mehrerer Salze auch mit komplexen biochemischen Mitteln versuchen. Silizium wird in Drogerien gern als Nahrungsergänzung verkauft, weil es Haut, Haare, Bindegewebe und Nägel stärken soll. Das gleiche Prinzip gilt auch für das Schüßler-Salz Silicea. Wer oft schmerzende Gelenke hat kann auf Calcium sulfuricum zurückgreifen.

Es gibt auch Salze, die ganz spezifisch für die Gesundheit von Haut und Schleimhäuten verantwortlich sind. Es handelt sich dabei um Kalium arsenicosum und Calcium sulfuratum. Auch Kalium bromatum werden diese Eigenschaften zugeschrieben. Darüber hinaus hat diese Arznei auch einen Einfluss auf das Zentralnervensystem. Jod ist wichtig für den Schilddrüsenstoffwechsel und das Herz-Kreislauf-System. Das passende Salz für derlei Probleme ist Kalium jodatum. Lithium chloratum unterstützt das Nervensystem und den Stoffwechsel. Mangan sulfuricum hingegen den Stütz- und Bewegungsapparat.

Muskeln und Nerven werden durch Cuprum arsenicosum angesprochen. Für einen gut funktionierenden Magen-Darm-Trakt, gesunde Haut und für das Nervensystem wird Kalium aluminium sulfuricum eingesetzt. Ebenfalls hilfreich bei einem aus der Funktion geratenen Nervensystem: Zincum chloratum. Darüber hinaus fördert auch dieses Salz den Stoffwechsel und ist das Mittel der Wahl bei Krankheiten der Geschlechtsorgane. Speziell bei Frauen mit diesen Problemem wird Aurum chloratum natronatum eingesetzt. Männliche Geschlechtsorgane werden mit Selenium behandelt. Dieses Mittel ist auch für die Gesundheit der Leber und der Haut verantwortlich. Kalium bichromicum schließlich, unterstützt die Gesundheit des Magen-Darm-Trakts, die der Haut und des Stütz- und Bewegungsapparates.

Die Einnahme der Salze kann, je nach ihrer Wirkung auf bestimmte Organe, zum Beispiel nach der Chinesischen Organuhr erfolgen.

(Quelle: www.oekotest.de)

26. Februar 2008
Autor: Nicole

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) verfügt über viele phytomedizinische Arzneien. Forscher aus Österreich, Deutschland und China testen jetzt gemeinsam die Wirkung der Heilpflanzen in der Krebstherapie.

Untersucht werden insgesamt 76 Pflanzen, von denen sich die Forscher einen Heilerfolg bei der Bekämpfung bösartiger Tumore erhoffen. Die Test zeigen, Pressemitteilungen zufolge, erste positive Ergebnisse. Bisher konnte man 18 Kräuter herausstellen, die im Labor Krebszellen am Wachstum hinderten. Im weiteren Verlauf der Forschungen sollen diese Heilkräuter nun weiter untersucht und in ihre einzelnen Wirkstoffe zersetzt werden. So könne man feststellen, welche Substanzen den Heilerfolg erzielen können, teilt das Internetportal “monterandcritics” mit. Der Rotwurzel-Salbei enthält ersten Ergebnissen zufolge sogar drei Wirkstoffe, die in der Krebstherapie eingesetzt werden könnten.

Forschung auch gegen Krebs erfolgreich? © flickr / jurvetson

Die Erforschung von pflanzlichen Wirkstoffen gegen Krebs ist nicht neu. Einige Medikamente auf dem Markt wurden sogar schon aus natürlichen Rohstoffen gewonnen. So kann beispielsweise Brustkrebs mit Taxanen aus der Eibe therapiert werden.
Vor kurzem fanden Wissenschaftler außerdem heraus, dass auch Sport während der Krebsbehandlung Erfolge erzielen kann. Test ergaben, dass körperliche Betätigung das Risiko für bestimmte Krebsarten deutlich minimiert. Ferner kann Sport sogar die Rückfallquote vermindern. Diese Ergebnisse geben der Therapie ganz neue Ansätze, gingen Mediziner doch bisher davon aus, dass Sport Krebspatienten zu sehr belasten würde.

25. Februar 2008
Autor: Nicole

Die ersten Sonnenstrahlen erreichen uns derzeit schon im Februar. Der Frühling kommt früh und mit ihm das große Gähnen…

In einer Pressemitteilung des Schüßler-Forums kann man nun lesen, wie man die lästige Frühjahrsmüdigkeit überwinden und den Körper wieder richtig in Schwung bringen kann.
Die Kur mit den Schüßler-Salzen dauert zwölf Tage, kann aber angewendet werden, bis man deutliche Veränderungen bemerkt. Durch die Einnahme der Mineralien werden Schlacken aus dem Körper transportiert. Die Entgiftung führt dazu, dass der gesamte Stoffwechsel wieder in Form kommt. Begleitend dazu soll man entspannter mit Alltagssituationen umgehen.

Und so geht´s:

Am ersten bis zum vierten Tag werden die Salze Ferrum phosphoricum und Kalium sulfuricum eingenommen, um das Blut zu reinigen.

Danach folgen Natrium phosphoricum und Natrium sulfuricum am fünften bis zum achten Tag. Diese Zeitspanne soll die Entschlackung anregen und den Körper von Giften befreien.

Schließlich widmet man sich am neunten bis zum zwölften Tag der Bildung neuer, sowie der Wiederherstellung vorhandener Zellen. Dabei helfen die Salze Calcium phosphoricum und Silicea. Von allen Salzen nimmt man dreimal täglich zwei Tabletten ein.

Schon jetzt angewendet kann man den kommenden Frühling genießen und mit Elan in den Sommer starten.

Frühling Rosenblüte © flickr / spisharam

24. Februar 2008
Autor: Nicole

Wer sich mit Bach-Blüten beschäftigt, findet im Internet neben Tests auch vielerlei Informationen über die einzelnen Essenzen und Mischungen. Es gibt aber auch gute Literatur, die oft schneller zur Hand ist, als der Computer.

© steve took it/Flickr

Einen Überblick über die Anwendung der Essenzen gibt der GU-Kompass “Bach-Blüten. Essenzen für die Seele.” Als Einführung in das Thema ist dieser kleine handliche Ratgeber optimal. Neben unterschiedlichen Mischungen findet man hier auf 96 Seiten alle Gemütszustände und passenden Bach-Blüten alphabetisch aufgelistet. Daneben hält GU auch einen Ratgeber speziell für die Behandlung von Kindern bereit.

Wer sich eingehender mit den Grundprinzipien der Therapie beschäftigen möchte, sollte zu speziellen Handbüchern greifen. Ein Standardwerk ist “Die Original Bach-Blüentherapie. Das gesamte theoretische und praktische Bach-Blütenwissen.” von Mechthild Scheffer. Die Autorin führte einst die Therapie im deutschen Sprachraum ein und erläutert auf über 380 Seiten alle Themen rund um die Essenzen. Dabei geht sie auch auf die verschiedenen Möglichkeiten ein, die richtigen Blütenessenzen zu finden und anzuwenden. Ein tiefgreifender Einblick in die Entstehung der Therapie und die Grundprinzipien ist ebenfalls vorhanden.

Tropfen © flickr / tanakawho

Darüber hinaus sind von der Expertin für Bach-Blüten auch Kartensets erhältlich, die bei der Auswahl helfen. Neben einem Test oder einem Gespräch mit einem Sachkundigen, gibt es nämlich die Möglichkeit, Essenzen anhand von Bildern auszuwählen. Man schaut sich die Karten an und lässt sich von seiner Intuition leiten. Das ist eine sehr spielerische Variante der Diagnose und deswegen für die ganze Familie geeignet.

Wer als Naturheilkundler auf einen schnellen Überblick setzt, kann darüber hinaus auch einzelne Karten erwerben, auf denen alle Bach-Blüten und ihre negativen Gemütszustände aufgelistet sind. Diese Tabellen eignen sich für die Tasche und sind auch für Schüßler-Salze erhältlich. Eine vorausgehende intensive Beschäftigung ist dabei natürlich die Voraussetzung für eine gute und sinnvolle Handhabung der Karten.

21. Februar 2008
Autor: Nicole

Das Landgericht Mainz hat über die Klage des DZVhÄ gegen das ZDF entschieden. Der Deutsche Zentralverband homöopathischer Ärzte berichtet auf seiner Homepage über das Ergebnis.

Die Waage der Gerechtigkeit © flickr / PunxutawneyphilWie vor kurzem bekannt wurde, geht das ZDF aus dem Prozess als Gewinner hervor. Die Urteilsbegründung liege zwar noch nicht vor, die Klage wurde jedoch, so heißt es in den “Homöopathischen Nachrichten” des DZVhÄ, wegen eines Formfehlers abgewiesen. Wie schon vor Prozessbeginn vermutet, trug ein Umstand dazu bei: Die Aussage, „In keiner wissenschaftlichen Studie waren die homöopathischen Mittel wirksamer als die Placebos.“ (Homöopathische Nachrichten Januar/Februar 2008), die vom Verband homöopathischer Ärzte moniert wurde, betreffe keine natürliche Person und biete dementsprechend kein Recht auf eine Gegendarstellung.

Nach Angaben des DZVhÄ sollte diese vom ZDF gesendet werden und folgendermaßen lauten: „Diese Behauptung ist unrichtig. In zahlreichen, nach wissenschaftlichen Regeln durchgeführten Einzelstudien und auch in Metaanalysen konnte eine signifikante Überlegenheit homöopathischer Arzneimittel gegenüber Placebos nachgewiesen werden.“

Der Verband bedauert den Ausgang der Verhandlung sehr. Vor allem der Umstand, dass es hier nach Meinung des Vorstandes eine Lücke im Presserecht gäbe, die es zulasse, Dinge zu verunglimpfen, solange keine Namen genannt werden, ruft bei den Betroffenen Kritik hervor. Ganz nebenbei: Über die Aussage an sich wurde nicht verhandelt.

Tabletten © flickr / Shutr

20. Februar 2008
Autor: Nicole

Abnehmen durch Homöopathie. Das klingt wie eine Symphonie in den Ohren derer, die sich willig Diäten stellen und doch immer wieder vom Jojo-Effekt eingeholt werden. Cefamadar soll dieses Wunder Wirklichkeit werden lassen.Cefamadar-Tabletten

Der Wirkstoff in dem homöopathischen Medikament Cefamadar wird aus dem Madarstrauch (Calotropis gigantea) gewonnen, der vor allem in Indien beheimatet ist.

Verwendung findet die getrocknete Rinde der Pflanze. Da kommen Konnotationen mit der indischen Lehre des Ayurveda auf. Auch Parallelen zur Phytomedizin lassen sich ziehen. Möglicherweise lässt dies weitere Keime der Hoffnung bei Gewichtsgeplagten sprießen. Cefamadar soll laut Angaben des Herstellers direkt im Gehir wirken und den Heißhunger stillen. Somit handelt es sich um einen “homöopathischen Appetitzügler”. In Tabletten- oder Tropfenform (letztere mit 72 Vol.-%!!) eingenommen, verschwindet so angeblich die Lust auf die bösen Dickmacher und – oh Wunder – man nimmt wie durch Zauberhand ab. Ganz so zauberhaft ist es denn aber doch nicht, denn auch der Hersteller gesteht auf seiner Homepage ein, dass man nicht allein durch das Präparat abnehmen kann. Vielmehr müsse auch vermehrt Bewegung in den Alltag integriert, sowie das Essverhalten umgestellt werden. Es ist anzunehmen, dass der eventuelle Gewichtsverlust dann eher von der neuen Lebensart, als von dem homöopathischen Helferlein herrührt.

Diese Annahme bestätigt der Blick in diverse Foren, in denen Diäterfahrungsberichte ausgetauscht werden. Die Erfolgsrate des Wirkstoffes allein scheint gering. Wer es trotzdem unbedingt ausprobieren möchte, kann 200 Tabletten für ungefähr 30 Euro erwerben. Das Geld sollte man meiner Meinung nach vielleicht lieber in eine Monatskarte für das Fitnessstudio investieren. Gesunde Ernährung ist ebenfalls billiger und in jedem Fall langfristiger in der Wirkung. Besonders bei übergewichtigen Kindern, die nach Angaben des Herstellers ab sechs Jahren die Tabletten schlucken dürfen, ist eine gesunde Ernährungsweise, vorgelebt durch die Eltern, meiner Meinung nach sehr viel nützlicher.

15. Februar 2008
Autor: Nicole

Welche Bach-Blüten benötige ich? Auf diese Frage gibt es Antworten. Am bequemsten sind Tests im Internet.

FloraCura© hat einen neuen Bach-Blüten-Test entwickelt, der Presseberichten zufolge noch detaillierter und aufschlussreicher sein soll. Grund dafür ist die besondere individuelle Gewichtung, mit der man auf besonders hervorstechende Probleme aufmerksam machen kann. Praktisch bedeutet das, wo man früher nur mit “JA” oder “NEIN” antworten konnte, hat sich nun die Rubrik “SEHR” hinzugesellt. Ich habe den Test gemacht und bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Die insgesamt 90 (!) Fragen sind in bestimmte Kategorien unterteilt. Diese lauten beispielsweise “Angst”, “Unsicherheit” oder “Mangelnde Abgrenzungsfähigkeit”. So fällt es leicht, die unterschiedlichen Fragen und Aussagen richtig einzuordnen und zu interpretieren. Wer wissen möchte, ob Holly, Impatiens, Crab Apple oder Star of Bethlehem das eigene Leben erleichtern können, sollte den kostenlosen Test unbedingt ausprobieren.

Der Test ist sehr hilfreich. josef.stuefer © Flickr

13. Februar 2008
Autor: Nicole

Unter dem Titel “Zeichen die heilen” findet im April am Ammersee eine Tagung statt, die sich mit der “Neuen Homöopathie” auseinandersetzt.

Die Grundlagen der Homöopathie sind ja hinlänglich bekannt. Neu ist mir die Abwandlung dieser Leitsätze Hahnemanns. Bei der Bewegung der “Neuen Homöopathie”, die von Erich Körbler (Elektrotechniker und Lebensenergie-Forscher) initiiert wurde, geht es um die Homöopathie als Informationsmedizin. Ein Bericht dazu:

Victor Geere © Flickr

“Sie verbindet die Traditionelle Chinesische Medizin mit den neuesten Erkenntnissen der Physik und der Radiästhesie und verzeichnet bei allen inzwischen aus ihr hervorgegangenen Schulen erstaunliche Heilerfolge. Hierbei werden Strichkombinationen und Symbole an bestimmten Punkten auf den Körpermeridianen aufgemalt, die Informationen umwandeln und somit das Schwingungsfeld und das gesamte Energiesystem wieder in Harmonie bringen.”

Zur unterstützenden Behandlung verwendet man “Heilwasser”, das bestimmte Informationen enthält. Das mutet äußerst ganzheitlich an, klingt für mich jedoch zunächst wie eine Mixtur aus Bach-Blüten (Informationen!), Phytomedizin und Hokuspokus, denn die richtigen Punkte auf dem Körper werden anhand einer Rute gefunden. Über die angesprochenen “erstaunlichen Heilerfolge” habe ich keine Studien gefunden. Es ist fraglich, ob diese, wahrscheinlich auf Laienhomöopathie ausgerichtete Behandlungsform das hart erkämpfte Ansehen der klassischen Homöopathie voranbringt. Ich denke sie ist viel eher ein gefundenes Fressen für naturwissenschaftlich-ausgerichtete Kritiker.

11. Februar 2008
Autor: Nicole

Derzeit wird wieder verstärkt mit dem Mittel “Umckaloabo” geworben. Der Zungenbrecher soll, so die Werbung, gegen Husten helfen.

Pelargonien Blüten © wikimediaGoogle liefert bei Eingabe des Begriffes rund 690000 Ergebnisse in deutscher Sprache. Schon die erste Seite der Suchergebnisse lässt erahnen, dass die meisten Einträge Verkaufsangebote sind. Mehr Informationen über Umckaloabo hat Wikipedia. Dort liest man, dass es sich um eine Arznei, gewonnen aus dem Wurzelextrakt einer südafrikanischen Pelargonienart, handelt. Die erste Erkenntnis: Wir bewegen uns auf dem Gebiet der Phytomedizin, die in Deutschland vor allem mit der historischen Gestalt Hildegard von Bingen konnotiert ist und weltweit auf eine lange Geschichte zurückblickt. Auch die Pelargonie hat eine längere Historie hinter sich. Ende des 19. Jahrhunderts kam sie aus dem südlichen Afrika, wo sie als traditionelle Heilpflanze benutzt wurde, nach England. Der “Importeur” Major Charles H. Stevens, wurde angeblich durch die Behandlung mit Umckaloabo (der Begriff kommt aus der Sprache der Zulu und bedeutet soviel wie “schwerer Husten”) in Rekordzeit von Tuberkulose geheilt. Unter der Bezeichnung “Stevens´ Consumption Cure” wollte der Brite die Arznei vermarkten, scheiterte aber und wurde von der British Medical Association als Betrüger bezeichnet. In Deutschland wurden noch bis in die 1920-er Jahre Tuberkulosekranke von einem aus der Schweiz stammendem Arzt behandelt.

Was ist denn nun dran, an der werbewirksam versprochenen Heilung?

Scheinbar nicht viel, glaubt man Berichten des “Arznei-Telegramms”, ein unabhängiger Informationsdienst für Ärzte und Apotheker. Zugelassen wurde das Mittel nur für die Behandlung von akuter Bronchitis. (Der Hersteller strebte weitläufigere Zulassungen an.) Für Bronchitis existieren zwei Doppelblindstudien. Die Ergebnisse zeigen, so Wikipedia, eine Wirksamkeit von Umckaloabo gegenüber Placebos. Dem widerspricht nun der oben genannte Informationsdienst rigoros. Unter der Überschrift “Quacksalberei” werden hier die Widersprüche der Studien angeprangert. Doch das ist nicht alles. Viel beunruhigender sind die Nebenwirkungen, die angeblich nicht existieren, aber wohl dennoch beobachtete wurden. Das “Arznei-Telegramm” dazu:

“Angeblich sind – so die Fachinformation – keine Nebenwirkungen bekannt. Dennoch soll das Mittel beispielsweise bei erhöhter Blutungsneigung “nicht angewendet werden”. In dem Extrakt enthaltene Kumarine bergen das Risiko von Blutungskomplikationen, etwa in der Pädiatrie, wenn angeborene Gerinnungs- oder Aggregationsstörungen noch unerkannt sind. Vor Kombination mit Azetylsalizylsäure (ASPIRIN u.a.) oder nichtsteroidalen Antirheumatika wird gewarnt. Ein zweijähriges Mädchen erkrankt nach zweiwöchiger Einnahme von UMCKALOABO-Lösung an thrombozytopenischer Purpura (NETZWERK-Bericht 12.658). Wie viele andere Erkältungsmittel ohne nachgewiesenen Nutzen (a-t 1995; Nr. 1: 4) enthält UMCKALOABO Alkohol: 12 Vol-%, so viel wie Wein (Werbung: Kann “selbst Kleinkindern bedenkenlos gegeben werden”).”

Der Hersteller selbst weist angeblich darauf hin, dass der enthaltene Alkohol aufgrund der niedrigen Dosierung unproblematisch für Kinder sei. Während Schwangerschaft und Stillzeit ist die Anwendung aufgrund mangelnder Studien nicht empfohlen.
Verbraucher sollten sich also vor der Einnahme gut informieren und diese mit einem Arzt abklären. Es wird erneut deutlich, dass “pflanzlich” nicht mit “ungefährlich” gleichgesetzt werden darf!

8. Februar 2008
Autor: Nicole

Belladonna ist eine homöopathische Arznei aus der Tollkirsche. Besonders ihre Wirkung bei Entzündungen und Fieber qualifiziert sie zu einem festen Bestandteil der Hausapotheke.

Die giftigen Beeren der Belladonna © wikimediaDie giftige Schwarze Tollkirsche (Atropa Belladonna) gehört zu den Nachtschattengewächsen. Ihr Beschwerdebild ist dem der Arznei Aconitum ähnlich, darum sollte man gerade hier besonders auf die Verwechslungsgefahr achten. Bei beiden Indikationen treten die Symptome sehr plötzlich und stark auf. Im Unterschied zu Aconitum, bei dem die Beschwerden durch besondere Angstzustände charakterisiert sind, herscht bei Belladonna das große Gefühl von Aggressivität vor. In minderen Ausprägungen kann sich dies auch durch einen Zustand der vermehrten Erregung äußern. Die Krankheiten, die auf die Arznei hindeuten sind Zahnschmerzen (die Stelle des Schmerzes ist rot vor Hitze und geschwollen), Angina, Erkältungen mit Fieber (auch Fieber als einzelnes Symptom) Arthritis, Scharlach, entzündliche Abzesse und Ohrenschmerzen. Der Betroffene schwitzt stark, hat feucht-glänzende Augen mit großen Pupillen und verfällt durch das Fieber manchmal in ein Delirium.
Schwellungen sind besonders rot und heiß. Die Hitze strahlt in den gesamten Körper. Geräusche, Unruhe und Licht werden vom Erkrankten nur schwer bis überhaupt nicht ertragen.

Das enthaltene Atropin wird auch in der Schulmedizin, besonders bei Augenuntersuchungen, verwendet. Die Eingabe in das Auge bewirkt eine Mydriasis, eine Weitstellung der Pupille. Wer das schon am eigenen Leib gespürt hat spürt die starke Kraft dieser Pflanze, die für längere Zeit die Sehkraft einschränkt.

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