Alternative Medizin, Homöopathie & Therapien

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Archiv für Februar, 2008

7. Februar 2008
Autor: Nicole

Heiltee erfreut sich als unterstützende Maßnahme bei Krankheiten wie grippalen Infekten und Schlafstörungen wachsender Beliebtheit. Die unterschiedlichen Sorten von Salbei- bis Husten-und Bronchialtee füllen in Apotheken mittlerweile ganze Ständer. Auch der, meiner Meinung nach etwas in Vergessenheit geratene, Schwarztee gehört dazu.

Schwarzer Tee enthält unter anderem Gerbstoffe, ätherische Öle und Koffein. Im Gegensatz zum Kaffee, der seine Wirkung über das Herz-Kreislauf-System entfaltet, wirkt das Koffein aus Tee direkt im Gehirn. Dort regt es den Stoffwechsel und die Durchblutung an. Außerdem soll durch regelmäßige Einnahme auch Entspannung gefördert und Stress abgebaut werden.

Schwarzer Tee - gesund und variantenreich © flickr / BotheredByBees

Wie das Magazin “Naturheilkunde und Gesundheit” (gibt es kostenlos in der Apotheke) berichtet, sollte man bei der Einnahme auf Milch verzichten. Denn der Effekt des enthaltenen Katechin, das die Durchblutung im ganzen Körper anregt und sich somit positiv auf Herz und Kreislauf auswirkt, wird durch Zugabe von Milch aufgehoben. Lange diskutierten Mediziner nur darüber, nun hat eine Studie der Charité Berlin es belegt. Vorbild der Diskussion ist, wie so oft Asien. Denn hier wird Tee traditionell ohne Milch getrunken. Das finde ich sehr symphatisch, denn Milch und Tee gehen für mich gar nicht zusammen. Aber gut, jeder wie er mag. Übrigens berichtet das Magazin auch, dass Medizinaltees generell ohne Zusätze eingenommen werden sollen. Da bewahrheitet sich wieder, dass Medizin am besten hilft, wenn sie nicht schmeckt. ;) Wer unter Husten leidet hat noch Glück im Unglück: Bronchialtees dürfen mit Honig getrunken werden. Schließlich wirkt dieser keimhemmend und beruhigend bei Entzündungen.

Weitere interessante Infos zum Schwarzen Tee auf blogmed


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6. Februar 2008
Autor: Nicole

Es gibt ja einige Dinge, die auf den ersten Blick nicht zusammenpassen. Öl und Wasser zum Beispiel, oder Homöopathie und Gesetzliche Krankenkassen. Als Hobbyköchin weiß ich: Öl und Wasser gehen doch zusammen. Man braucht nur ein Bindemittel. Funktioniert das auch bei unserem zweiten gegensätzlichen Wortpaar? Gibt es etwas, um diese beiden zusammenzuführen?

Ja, gibt es! Man muss nicht einmal zaubern können und rohe Gewalt ist auch nicht notwendig. Wie bei so vielen Dingen im Leben muss man auch hier nur wissen wie. Der deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) bietet eine kleine Broschüre zum Download an. Es wird verraten, wie man die Krankenkasse dazu bringen kann, Kosten für die homöopathische Behandlung zu erstatten. Eine Möglichkeit: Man schreibt sich beim Arzt in einen Teilnahmevertrag zur integrierten Versorgung ein. Denn der DZVhÄ schließt seit der Gesundheitsreform Verträge mit Ärzten und Krankenhäusern ab.
Gehört die eigene Krankenkasse zu denen, die an dieser integrierten Versorgung teilnehmen, ist schon eine Vorraussetzung erfüllt. Auch der Hausarzt muss sich dieser Vereinbarung angeschlossen haben. Et voilá, einiges wird zurückerstattet. Die zweite Möglichkeit ist eine private Zusatzversicherung, die für die Kosten der homöopathischen Behandlung aufkommt. Aber ich möchte bei dem Vertrag zur integrierten Versorgung stehen bleiben. Was genau wird denn in jedem Fall bezahlt? Dass der Patient alle zurückbekommt, ist natürlich utopisch.

HAMED MASOUMI © Flickr

Grundsätzlich, so der DZVhÄ, erstattet eine teilnehmende Kasse folgendes:

  • Einmal pro Jahr eine homöopathische Erstanamnese (Dauer eine Stunde; bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 13 Jahren; oder 40 Minuten bei Kindern)
  • Eine Folgeanamnese pro Quartal (Dauer mindestens 30 Minuten)
  • Eine kürzere Folgeanamnese zweimal pro Quartal (Dauer 15 Minuten)
  • Maximal 5 Beratungen im Quartal

Medikamente werden nicht erstattet. Wer nicht mehr am Vertrag teilnehmen möchte, kann seinem Arzt dies schriftlich mitteilen. Bei der Wahl des Arztes sollte man auf seine Qualifizierung achten. Homöopathie lernt sich nicht mal eben auf die Schnelle. In den meisten Fällen absolvieren Mediziner eine Zusatzausbildung, die drei Jahre dauert. Besonders für chronisch kranke Menschen und auch bei leichten Beschwerden kann die integrative Versorgung zu einer echten Alternative werden.


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1. Februar 2008
Autor: Nicole

Einige haben vielleicht schon davon gehört oder es mit eigenen Augen sehen können: Herr Bublath, der Vorzeige-Wissenschaftler des ZDF, hatte was zu sagen. Das ist an sich erstmal nicht weiter verwerflich, nur was der naturwissenschaftlich ausgerichtete Moderator da so preisgab, war schon erstaunlich.

Im September 2007 strahlte das ZDF eine Sendung über Alternativmedizin aus. Interessierte Zuschauer stellten sich auf eine wissenschaftlich-kritische Auseinandersetzung ein. Kritisch wohlgemerkt, nicht in der Tradition einer Propaganda gegen die Homöopathie und andere alternative Ansätze. Doch genau dieses Ziel schien Joachim Bublath anzustreben. Wie sonst soll sich der Interessierte Zuschauer erklären, dass da am Anfang der Sendung eine Reihe “Wunderheiler” vorgestellt und dekonstruiert wurden. Es folgte ein Abriss über Methoden wie “Klostermedizin” und Ayurveda, bevor dann die Homöopathie ihr Fett weg bekam. Unter anderem ging es auch um die Kontroverse, die nach dem Lancet-Artikel entstand. Jeder, der in irgendeiner Weise Interesse an der Homöopathie zeigt weiß auch von der Diskussion um den Placeboeffekt. Und dass die Lehren Hahnemanns unterschiedlich interpretiert werden, ist ein alter Hut. Dennoch, die Lobbyisten brachte die Sendung zur Weißglut, unangemessene Reaktionen waren die Folge.

Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) klagte gegen die Behauptung, die Homöopathie wirke nicht besser als jeder Placebo. Zumal diese wirklich pseudowissenschaftlich unterlegt war. Da wurde erklärt, die Homöopathie wirke bei Tieren nur, weil sie während der Behandlung erhöhte Zuwendung erfahren würden. Jeder, der einem Tier schon einmal ein Medikament, sei es homöopathisch oder nicht, einzuflößen versuchte, wird hier lauthals lachen. Wenn Zuwendung hier mit erhöhtem Stress gleichgesetzt wird, dann kuriert sich das Tier wohl eher dadurch. Homöopathische Arzneien wirken auch bei Kindern, die sich den Placeboeffekt nicht einbilden können. Auch auf dieses “Problem” weiß die Bublath´sche Redaktion natürlich eine Antwort: das Gehirn ist schuld. Ich möchte nicht missverstanden werden und bin immer offen für wissenschaftliche Auseinandersetzung. Aber bitte nicht, wenn man sich dabei selbst widerspricht, um Quote zu machen und Aufmerksamkeit zu erregen. Hinzu kommt die fragliche Einseitigkeit, die Unumstößlichkeit, mit der hier gehandelt wird, um sich zu profilieren.

Nun soll es am 1. Februar in Mainz endlich zu einem Abschluss kommen. In dem Gegendarstellungsverfahren gibt es nur ein Problem, dass der Homöopathielobby sauer aufstoßen wird. Eine Gegendarstellung beruht nämlich auf einer einfachen Grundlage: Eine Person, namentlich erwähnt, wird öffentlich falsch dargestellt, zitiert etc. Nun ist “die Homöopathie” auffällig weit von dieser Definition entfernt. Doch gerade das ist den Vertretern des DZVhÄ ein gehöriger Dorn im Auge. So argumentiert Lars Broder Stange, Vorsitzender des Vereins: „Wir halten es für eine Lücke im Presserecht, wenn beliebige falsche Behauptungen aufgestellt werden können, solange nur keine Namen genannt werden.“

Schon im Oktober war ein Richter während der ersten Verhandlung um eine Einigung bemüht. Vertreter der Homöopathie sollten in einer wissenschaftlichen Sendung zu Wort kommen und Fehlbehauptungen richtigstellen. Leider wurde der Termin kurzfristig gecancelt. Das ZDF hatte wohl besseres zu tun: die Mitschnitte der Sendung aus dem Netz nehmen und schonmal einen Nachfolger für Joachim Bublath suchen vielleicht. Dieser gibt nämlich, wie unlängst bekannt wurde, eine seiner Sendungen - “Abenteuer Forschung” - ab. Aus Altersgründen, wie der Sender verlauten lässt. Es muss nicht zwangsläufig miteinander zu tun haben, aber schon kurz nach dem ganzen Hype um die Sendung bemerkte der Moderator die mangelnde Unterstützung seines Senders: „Da haben sich einige offenbar erschreckt“, so seine Interpretation.

Wer die Sendung verpasst hat, kann sie hier nochmal sehen:


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