Alternative Medizin, Homöopathie & Therapien

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Archiv für März, 2008

7. März 2008
Autor: Nicole

Erkältungen und Husten veranlassen die Wenigsten zu einem Arztbesuch. Dabei ist gerade Husten ein Symptom, das auf unterschiedliche Ursachen hinweist.

Hustensäfte: Vorsicht Nebenwirkungen checoo © Flickr

Der Hals kratzt, Husten quält. Der schnelle Griff in die Hausapotheke ist für viele Menschen ein Weg, sich von den Symptomen zu befreien, ohne über die Ursachen nachdenken zu müssen. Wie die Rückrufaktion des clobutinolhaltigen Hustensafts “Silomat” eindringlich beweist, ist dies nicht nur aufgrund der gängigen Praxis gefährlich, mit diversen Mittelchen schnell Linderung zu schaffen, ohne einen Gedanken an Nebenwirkungen und Warnsignale des Körpers zu verlieren. “Silomat” wurde in Deutschland 1961 eingeführt. Ende letzten Jahres wurde bekannt, dass der Hustenstiller nicht nur in den Bronchien, sondern fatalerweise auch im Herzen wirkt: Herzrhytmusstörungen können die Folge sein. Ein großes Risiko, besonders für ältere oder herzkranke Menschen.

Hustensaft by whiskeyandtears © FlickrDie “Alternative” sind Hustensäfte, die Dextrometorphan enthalten. Dabei handelt es sich um ein synthetisches Opioid, das mit Codein und Morphin verwandt ist. Natürlich muss auch hier mit Nebenwirkungen gerechnet werden: Juckreiz, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Unruhe, allergische Reaktionen auf Zusatzstoffe, Rötungen der Haut, Müdigkeit, Gleichgewichtsstörungen oder völliger Kontrollverlust über die Koordination des Körpers. Ein sehr hoher Preis, um einen Reizhusten zu stillen.
Bei schleimigem Husten können die Wirkstoffe Bromhexin und Ambroxol den Abtransport aus dem Körper erleichtern. Die Liste der Nebenwirkungen ist kürzer: Überempfindlichkeitsreaktionen, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen. Schwangere sollten ganz auf die Arznei verzichten. Auch jene, die die lange Liste der Nebenwirkungen schreckt, haben Alternativen.

Sie kommen aus Phytomedizin, Homöopathie oder ganz einfach aus dem Küchenschrank und der Natur. Demnächst stelle ich hier die wichtigsten Mittel vor.
Zum Schluss noch eine Erkenntnis, die gerade Verfechter der Alternativmedizin freuen wird: Der angenommene Placeboeffekt sägt nicht nur am Stuhl der Homöopathie. Studien zeigen, dass die meisten rezeptfreien Hustenstiller, -blocker und -löser ebenfalls nur Placeboeffekte bewirken.


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6. März 2008
Autor: Nicole

Die Traditionelle Chinesische Medizin, kurz TCM, ist Jahrtausende alt und doch relativ jung. Dieses entstandene Paradoxon ist auf die Geschichte des Ursprungslandes zurückzuführen.

Man schätzt das Alter der TCM auf 2000 Jahre. Schon recht früh weitete sich die Medizin auf den gesamten ostasiatischen Raum aus und inspirierte beispielsweise die japanische Tradition des Kampo. Europa erfuhr nach ersten Berührungen mit China im 18. Jahrhundert von der östlichen Lehre. Das Interesse verlor sich etwas, während der westliche Fortschritt die Menschen in Atem hielt, begann aber pünktlich zur Stagnation dieser Prozesse am Anfang des 20. Jahrhunderts erneut. Ab 1970 erfahren chinesische Methoden einen nachhaltigen Aufschwung in westlichen Kulturen.

judepics © Flickr

Die Traditionelle Chinesische Medizin, wie sie heute im Osten und im Westen gelehrt wird, ist jedoch nicht so traditionell, wie es ihr Name verspricht. Ursache ist die Geschichte Chinas. Nach der Gründung der Volksrepublik im Jahre 1949 musste auch das Gesundheitswesen neu geordnet werden. Es galt, eine große, meist ländliche Bevölkerung mit Medizinern zu versorgen. Nur zu gerne hätte Mao Zedong westliche Methoden eingesetzt, dies hätte jedoch einen Ausschluss einer breiten, mittellosen Bevölkerungsschicht von der medizinischen Versorgung bedeutet. So propagierte Mao, was blieb ihm auch anderes, die TCM als eine “Schatzkammer”. In der Folge beschäftigte sich eine Kommission westlich-geprägter (!) Medizinier über zehn Jahre damit, wie man die Wurzeln der TCM mit den Maximen des Marxismus © mappamundi/Flickrund den westlichen Methoden vereinbaren könnte. Ergebnis dieser Bemühungen war ein Kunstprodukt, das an eigens gegründeten Hochschulen gelehrt wurde und später die westliche Welt faszinierte.

Die Begeisterung wurde in China selbst mit großer Verwunderung aufgenommen, war die entstandene Lehre doch nur eine Not- und Übergangslösung. Der Westen schätzte jedoch die fremd erscheinenden Einflüsse, verbunden mit bekannter Logik der eigenen Medizin. Bis heute erleben die Verfahren einen Boom. Neben Arzneien aus tierischen, mineralischen und pflanzlichen Stoffen (Phytomedizin) finden Verfahren wie Akupunktur, Massage, Diäten und Bewegung Anwendung. Allerdings werden in Europa ausdrücklich nur die phytotherapeutischen Arzneien verwendet und in aktuellen Studien auf ihre Tauglichkeit als Krebsarzneien hin untersucht.. In China führt der Einsatz tierischer Inhaltsstoffe dazu, dass viele Arten gequält werden und vom Aussterben bedroht sind. Zur Top Drei der bedrohten Tiere durch TCM gehören Tiger, Nashorn und Sägerochen.


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4. März 2008
Autor: Nicole

Herpes Zoster ist die medizinische Bezeichnung für die Krankheit, die im Volksmund auch Gürtelrose genannt wird. Der akademische Name verrät: Die Beschwerden werden von einem Virus verursacht, das zu der Gruppe der Herpeserreger gehört.

Die ersten Symptome einer Gürtelrose (Herpes Zoster) äußern sich meist im Brennen bestimmter Hautpartien. Dabei handelt es sich um die Stellen auf der Höhe des Brustkorbes. Das hat mit der Ursache der Erkrankung zu tun. Hat ein Mensch zum ersten Mal Kontakt mit dem so genannten Varicella-Zoster-Virus, bekommt er in der Folge Windpocken. Wie alle Herpesviren bleibt auch dieser Krankheitserreger nach Abklingen der Symptome im Körper, nistet sich in den Wurzeln der Hautnerven ein, die vom Brustbein horizontal zur Wirbelsäule verlaufen und kann dort über Jahre und Jahrzehnte inaktiv sein.

So sieht der schmerzende Ausschlag aus, bevor die Bläschen aufplatzen. Bobbie  © FlickrBei einem geschwächten Immunsystem infolge von Stress, schweren Infektionen, AIDS, höherem Alter oder Krebs erwacht das Virus zu neuem Leben. Nach dem anfänglich beschriebenen Brennen der betroffenen Hautstellen bilden sich etwa zwei bis drei Tage später kleine Bläschen, die wie ein Hautausschlag aussehen und sehr schmerzhaft sein können. Sie platzen einige Tage später auf und entzünden sich. In der Folge bildet sich Schorf auf den Wunden, der nach etwa drei Wochen abfällt. Weitere Symptome können Fieber und geschwollene Lymphknoten sein.

Behandlung
In erster Linie muss Herpes Zoster schulmedizinisch behandelt werden. Neben Gaben von Virostatika kommen dabei oft Schmerzmittel zum Einsatz, weil viele der Patienten enorm unter den entzündeten Bläschen leiden. Bestimmte Puder und Zinksalben sollen die Wundheilung beschleunigen. Nachdem die Krankheit abgeklungen ist, leiden einige Betroffene an “Post-Zoster-Neuralgie”, die durch Nervenschmerzen in den einst erkrankten Körperregionen hervorgerufen wird. Dann werden leichte Antidepressiva und Antiepileptika zur Therapie empfohlen.

Teebaumöl soll lindern. © Shereen M/FlickrDie alternative Medizin kann bei Gürtelrose Linderung verschaffen und unterstützend wirken. So hilft Teebaumöl, das als verdünnte Tinktur auf die betroffenen Stellen der Haut aufgetragen wird, die Entzündungen schneller abklingen zu lassen. Die ätherischen Öle in dem phytotherapeutischen Medikament wirken antiseptisch, antibakteriell und fördern die schnellere Heilung der obersten Hautschichten.

Die Schmerzen bei Postbeschwerden können mit Hilfe der Akupunktur in Angriff genommen werden. Auch Schlangenreintoxine, die wie eine Art Schmerzmittel wirken, Softlasertherapie (durchblutungsfördernd, antibakteriell, entzündungshemmend) und die Behandlung mit Eigenblut sollen die vollständige Genesung vorantreiben.


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3. März 2008
Autor: Nicole

Dass Bach-Blüten besonders bei Kindern wirkungsvoll sind, davon sind viele Fans der Essenzen überzeugt. Dem wurde hier ja auch schon anhand einiger Mischungen gegen Prüfungsangst und für den Schulanfang Rechnung getragen. Neben den verschiedenen Ratgebern in Buchform finden sich auch immer wieder interessante Informationen im Internet.

Die meist sehr kurzen Artikel, die ja auch hier zu finden sind, ersetzen sicher nicht die Auseinandersetzung mit dem Thema, sind aber oft sehr hilfreich, wenn schnelle Informationen gefragt sind. So auch ein Artikel, der über Mischungen informiert, die bei den häufigsten Problemen mit und von Kindern helfen sollen und den ich vor kurzem im Netz entdeckte.

Die Blüten von Holly reichen, wie hier von weiß, bis ins Rosa. © FlickrAbstillen, Entwöhnung von Daumen und Schnuller erleichtern die Blüten Honeysuckle, Mimulus, Star of Bethlehem und Walnut. Einer allgemeinen Aggressivität, wie sie bei Kindern oft in der Trotzphase vorkommt, sollen Cherry Plum, Heather, Holly und Impatiens entgegenwirken. Auch gegen häufige Alpträume gibt es pflanzliche Hilfe. In akuten Fällen werden zunächst die Rescue Remedys (Notfalltropfen) verabreicht. Zur Therapie eignet sich eine Mischung aus Aspen, Cherry Plum, Mimulus, Rock Rose und Star of Bethlehem. Häufig vorkommender Streit zwischen Geschwistern wird mit Beech, Heather, Holly, Vine und Willow geschlichtet. Das oft nervenzerreißende Quengeln vieler Kinder kann mit Chicory, Heather und Impatiens, der Geduldsessenz, behandelt werden. Gegen Angst vor Trennungen hilft eine Mischung aus Chicory, Mimulus, Red Chestnut und Walnut.

Die Dosierung
Am Tag gibt man vier Mal vier Tropfen, wobei in der angebenen Quelle empfohlen wird, die Dosis über 4 Tage langsam zu steigern. Also am ersten Tag vier Mal je einen Tropfen usf.

Wegwarte - Das Symbol der Mutterliebe. © Flickr


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