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Autor: Nicole Nachdem in den letzten Beiträgen die Ausläufer der Homöopathie vorgestellt wurden, kommen wir wieder zurück zu den Wurzeln.
Genauer gesagt reisen wir zurück in das Jahr 1796: Hahnemann, mittlerweile 41 Jahre alt hatte sich bisher als Arzt, Chemiker und Übersetzer medizinischer Fachliteratur betätigt und war dabei in unzähligen deutschen Städten herumgekommen. Der Grund für sein “Vagabundentum” lag nicht zuletzt im wechselnden Erfolg seiner Arbeit und der immer größer gewordenen Familie, die er ernähren musste. Das Jahr 1796 wird oft als das Geburtsjahr der Homöopathie bezeichnet, meiner Meinung nach ist es nur das Jahr, in dem erste Bruchstücke der Lehre die Öffentlichkeit erreichten, denn Hahnemann, dafür gibt es einige Hinweise, hatte schon vorher experimentiert und tat es noch lange danach.

Autor: Nicole Die organotrope Homöopathie wird, ebenso wie die Komplexmittel-Homöopathie, häufig und gern zur Selbstmedikation herangezogen.

Der Einnahme der oft niedrig potenzierten homöopathischen Arzneien geht in der Regel eine klinische Diagnose zuvor. Auch die Betrachtungsweise des Körpers - als Summe seiner Organe - ist eher schulmedizinisch als alternativ denkend. Werden bestimmte Organkrankheiten festgestellt, wird nur dieses betroffene Organ behandelt. Es wird also gesondert betrachtet. Die Mittel werden also weder nach dem Prinzip der Individualität, noch nach dem der Ganzheitlichkeit verordnet. Die Prinzipien der Ähnlichkeit werden zwar bedacht, aber nicht bis in die letzte Konsequenz ausgeführt. weiter Lesen »
Autor: Nicole Die Komplexmittel-Homöopathie wird der “naturwissenschaftlich-kritischen” Homöopathie zugerechnet und erfreut sich bei Laien besonders großer Beliebtheit.
Unterschiede zur Klassischen Homöopathie
Die Verwendung von Komplexmitteln stellt sich gegen das Prinzip der Einzelmittelwahl. Darüber hinaus werden auch individuelle Entscheidungsmerkmale vernachlässigt. Die Potenzierung ist meistens eine sehr tiefe. Das bedeutet, dass die zusammengemischten Mittel nur bis D12 verdünnt sind. Dieser Punkt macht insbesondere die Nähe zu schulmedizinischen Betrachtungsweisen deutlich, denn bis zu einer Verdünnung von 1:1 Billion sind Stoffe nach Meinung der Verfechter noch chemisch nachweisbar. Auch die Diagnose, die der Auswahl der Mittel vorausgeht, ist eine rein klinische. Es wird nach den Prinzipien der Schulmedizin diagnostiziert und mit Mitteln behandelt, die sich als “hilfreich” bei bestimmten Beschwerden bewiesen haben. Dabei wird nicht zwischen den Auslösern der Symptome unterschieden (ein sehr wichtiges Prinzip der klassischen Homöopathie).

Befürworter heben die einfache Handhabung, insbesondere für Laien hervor, die sich der Komplexmittel gern im Zuge einer Selbstmedikation bedienen. Kritiker hingegen, die besonders aus den Reihen der Klassischen Homöopathie stammen, befürchten eine Verschleierung der Symptome oder aber das entstehen neuer, durch die Arzneien hervorgerufene Beschwerden bei zu langer oder zu häufiger Einnahme und geben zu bedenken, dass dies nicht nur schlimmere Beschwerden verursachen, sondern auch eine spätere klassische Behandlung erschweren könnte.
Komplexmittel gibt es übrigens auch bei den Schüßler-Salzen.
Autor: Nicole Nach dem Vorgeplänkel über die möglichen Fragen, die es zu stellen gilt, folgt hier nun ein erster Überblick über die homöopathische Landschaft.
Hahnemann, Begründer der Homöopathie entwickelte eine Lehre, die ganz bestimmten Prinzipien folgt. Diese Lehre nennt sich Klassische Homöopathie. Die meisten Homöopathen sehen sich in den Spuren dieser Disziplin, sie ist allgemeinhin das, was mit dem Begriff, hört man ihn aus Experten-wie Laienmund, gemeint ist. Die organotrope Strömung hat wenig mit den Grundsätzen der klassischen Richtung zu tun, noch weniger aber richtet sich die Komplexmittel-Homöopathie nach ihnen. Trotzdem freuen sich beide großer Beliebtheit. Die Frage nach dem “Warum” scheint in der Regel eher zu “Warum nicht?” zu tendieren. Eine befriedigende Antwort gibt es nicht. Es gibt nur einen Erklärungsversuch, der natürlich höchst subjektiv ist: weiter Lesen »