Alternative Medizin, Homöopathie & Therapien

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Allgemein

11. März 2008
Autor: Nicole

Das “Früchtefasten” ist nicht nur etwas für “Genießer”, wie die Zeitschrift “Naturheilkunde und Gesundheit” titelt, sondern auch sehr für Neulinge zu empfehlen. Beim Fasten mit Obst verzichtet man nicht auf das Kauen. Das ist ein Aspekt, der für viele Interessierte ein dickes Plus darstellt.

Und was steht auf dem Fastenspeiseplan?

yomi955  ©  FlickrWie der Name der Kur es verrät: Es gibt Obst. Vor allem Südfrüchte. Wichtig ist die Herkunft der Lebensmittel: Um alle Aspekte des Früchtefastens voll zu nutzen, sollte das Obst biologischer Herkunft und sonnengereift sein. Da wird es im Winter mitunter teuer, denn die Flugware ist nicht gerade ein Schnäppchen. Dafür bekommt der Fastende aber auch eine Menge geboten: Ohne zu hungern beschleunigt sich der Fettstoffwechsel, Mineralhaushalt und Cholesterinwerte werden ausgeglichen. Natürlich spürt man auch alle weiteren positiven Effekte beim Heilfasten, die so eine Fastenkur mit sich bringt.

Wir wirken einzelne Früchte?

Die enzymreiche Ananas wirkt bei Verdauungsbeschwerden, Arthritis, Arteriosklerose, Fettsucht, Gallen- und Nierensteinen und kann auch Entzündungen hemmen. Zudem wirkt die Südfrucht blutverdünnent und strafft die Haut. Die Erdbeere entwässert, reinigt das Blut und hemmt Keime. Darüber hinaus hilft sie regulierend bei Stoffwechselstörungen, Bluthochruck und kann sogar einen Effekt bei Hämorrhoiden zeigen. Die Papaya vertreibt Parasiten im Darm und hat eine positive Wirkung auf die Bauchspeicheldrüse. Feigen wirken abführend und entwässernd und haben eine schleimlösende Wirkung, was der Behandlung von Asthma, Bronchitis und Angina dienlich ist.

Gesunde Erdbeere. *L*u*z*a* © Flickr

Der Granatapfel hingegen wirkt sich positiv auf das Hormonsystem aus, indem er regulierend wirkt. Weintrauben helfen unter anderem bei Nierenbeschwerden, Verstopfung und Übergewicht, Blutarmut, Bronchitis und Leberbeschwerden. Die Melone hilft bei verkalkten Arterien, Blutarmut, Gicht und Blasensteinen. Mango ist besonders für Haut und Haare von Vorteil, denn sie wirkt auf die Pigmente. Daneben stärkt sie das Nervensystem, unterstützt die Reinigung des Darmes und kann vorbeugend bei Stress im Alltag helfen.


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10. März 2008
Autor: Nicole

Bewusste Entgiftung des Körpers - Heilfasten reinigt Körper und Seele. Gifte sind ja oft nicht nur als direkt greifbare Entitäten in Form von so genannten “Schlacken” vorhanden. Auch seelische “Gifte” im weitesten Sinne belasten die Gesundheit.

Zadok the Priest © Flickr

Darum versteht sich Heilfasten keinesfalls als eine Art “Null-Diät“. Vordergründig geht es um die Wiederherstellung innerer Balance. Gewichtsabnahme ist ein, vielen durchaus willkommener, Nebeneffekt und zweifellos auch ein Grund dafür, gerade zu Beginn eines Jahres eine Fasten-Frühjahrskur durchzuführen. So eine Kur erfordert jedoch gute Vorbereitung und im besten Fall eine ärztliche Begleitung. Die Entschleunigung des Lebens, vielmehr die Bereitschaft, sich vollständig auf den Körper und die Psyche zu konzentrieren, bilden wichtige Grundlagen.
Dazu kann im Einzelfall auch ein Urlaub notwendig werden, denn gerade die ersten Tage sind sehr anstrengend.

Warum Fasten?

Durch die Reinigung des Körpers fühlt sich der Fastende freier, kann klarer denken und erfährt ungeahnte Stimmungshochs. Dies wird nicht zuletzt durch die positiven Auswirkungen auf Haut und Haar verstärkt. Oft liest man sogar davon, dass Fasten die Körperhaltung positiv beeinflusst, weil Muskeln und Gewebe gestrafft werden.
Zudem können chronische Leiden gemildert und sogar vollständig geheilt werden. Schlafstörungen, Reizbarkeit, Kopfschmerzen, Depressionen Herz-Kreislauf-Beschwerden, Allergien, Hautkrankheiten und Leistungsabfall gehören beispielsweise dazu. Auch im Falle eines Burn-Outs eignet sich die Fastenkur, um psychische und körperliche Symptome in den Griff zu bekommen. Grund für alle Effekte ist die Aktivierung körpereigenen Selbstheilungskräfte.

Gaetan Lee © FlickrWer sich für eine Kur entscheidet, steht vor einer schwierigen Wahl: Denn Fasten ist nicht gleich Fasten. Unterschiedlichste Methoden gibt es mittlerweile, da kann die Entscheidung für unerfahrene Neulinge schwer fallen. Die wohl bekannteste Methode ist das Fasten mit Gemüsebrühe, Saft und Tee. Darüber hinaus existieren aber auch Varianten wie das Molkefasten, das Schleimfasten, das Fasten mit Milch und Brot, das Saftfasten oder auch das Heilfasten nach Hildegard von Bingen.
Allen Varianten gemein ist die Entleerung des Darmes. Das mag unangenehm sein, ist aber sinnvoll, um den Körper wirklich von Grund auf zu reinigen.


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7. März 2008
Autor: Nicole

Erkältungen und Husten veranlassen die Wenigsten zu einem Arztbesuch. Dabei ist gerade Husten ein Symptom, das auf unterschiedliche Ursachen hinweist.

Hustensäfte: Vorsicht Nebenwirkungen checoo © Flickr

Der Hals kratzt, Husten quält. Der schnelle Griff in die Hausapotheke ist für viele Menschen ein Weg, sich von den Symptomen zu befreien, ohne über die Ursachen nachdenken zu müssen. Wie die Rückrufaktion des clobutinolhaltigen Hustensafts “Silomat” eindringlich beweist, ist dies nicht nur aufgrund der gängigen Praxis gefährlich, mit diversen Mittelchen schnell Linderung zu schaffen, ohne einen Gedanken an Nebenwirkungen und Warnsignale des Körpers zu verlieren. “Silomat” wurde in Deutschland 1961 eingeführt. Ende letzten Jahres wurde bekannt, dass der Hustenstiller nicht nur in den Bronchien, sondern fatalerweise auch im Herzen wirkt: Herzrhytmusstörungen können die Folge sein. Ein großes Risiko, besonders für ältere oder herzkranke Menschen.

Hustensaft by whiskeyandtears © FlickrDie “Alternative” sind Hustensäfte, die Dextrometorphan enthalten. Dabei handelt es sich um ein synthetisches Opioid, das mit Codein und Morphin verwandt ist. Natürlich muss auch hier mit Nebenwirkungen gerechnet werden: Juckreiz, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Unruhe, allergische Reaktionen auf Zusatzstoffe, Rötungen der Haut, Müdigkeit, Gleichgewichtsstörungen oder völliger Kontrollverlust über die Koordination des Körpers. Ein sehr hoher Preis, um einen Reizhusten zu stillen.
Bei schleimigem Husten können die Wirkstoffe Bromhexin und Ambroxol den Abtransport aus dem Körper erleichtern. Die Liste der Nebenwirkungen ist kürzer: Überempfindlichkeitsreaktionen, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen. Schwangere sollten ganz auf die Arznei verzichten. Auch jene, die die lange Liste der Nebenwirkungen schreckt, haben Alternativen.

Sie kommen aus Phytomedizin, Homöopathie oder ganz einfach aus dem Küchenschrank und der Natur. Demnächst stelle ich hier die wichtigsten Mittel vor.
Zum Schluss noch eine Erkenntnis, die gerade Verfechter der Alternativmedizin freuen wird: Der angenommene Placeboeffekt sägt nicht nur am Stuhl der Homöopathie. Studien zeigen, dass die meisten rezeptfreien Hustenstiller, -blocker und -löser ebenfalls nur Placeboeffekte bewirken.


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4. März 2008
Autor: Nicole

Herpes Zoster ist die medizinische Bezeichnung für die Krankheit, die im Volksmund auch Gürtelrose genannt wird. Der akademische Name verrät: Die Beschwerden werden von einem Virus verursacht, das zu der Gruppe der Herpeserreger gehört.

Die ersten Symptome einer Gürtelrose (Herpes Zoster) äußern sich meist im Brennen bestimmter Hautpartien. Dabei handelt es sich um die Stellen auf der Höhe des Brustkorbes. Das hat mit der Ursache der Erkrankung zu tun. Hat ein Mensch zum ersten Mal Kontakt mit dem so genannten Varicella-Zoster-Virus, bekommt er in der Folge Windpocken. Wie alle Herpesviren bleibt auch dieser Krankheitserreger nach Abklingen der Symptome im Körper, nistet sich in den Wurzeln der Hautnerven ein, die vom Brustbein horizontal zur Wirbelsäule verlaufen und kann dort über Jahre und Jahrzehnte inaktiv sein.

So sieht der schmerzende Ausschlag aus, bevor die Bläschen aufplatzen. Bobbie  © FlickrBei einem geschwächten Immunsystem infolge von Stress, schweren Infektionen, AIDS, höherem Alter oder Krebs erwacht das Virus zu neuem Leben. Nach dem anfänglich beschriebenen Brennen der betroffenen Hautstellen bilden sich etwa zwei bis drei Tage später kleine Bläschen, die wie ein Hautausschlag aussehen und sehr schmerzhaft sein können. Sie platzen einige Tage später auf und entzünden sich. In der Folge bildet sich Schorf auf den Wunden, der nach etwa drei Wochen abfällt. Weitere Symptome können Fieber und geschwollene Lymphknoten sein.

Behandlung
In erster Linie muss Herpes Zoster schulmedizinisch behandelt werden. Neben Gaben von Virostatika kommen dabei oft Schmerzmittel zum Einsatz, weil viele der Patienten enorm unter den entzündeten Bläschen leiden. Bestimmte Puder und Zinksalben sollen die Wundheilung beschleunigen. Nachdem die Krankheit abgeklungen ist, leiden einige Betroffene an “Post-Zoster-Neuralgie”, die durch Nervenschmerzen in den einst erkrankten Körperregionen hervorgerufen wird. Dann werden leichte Antidepressiva und Antiepileptika zur Therapie empfohlen.

Teebaumöl soll lindern. © Shereen M/FlickrDie alternative Medizin kann bei Gürtelrose Linderung verschaffen und unterstützend wirken. So hilft Teebaumöl, das als verdünnte Tinktur auf die betroffenen Stellen der Haut aufgetragen wird, die Entzündungen schneller abklingen zu lassen. Die ätherischen Öle in dem phytotherapeutischen Medikament wirken antiseptisch, antibakteriell und fördern die schnellere Heilung der obersten Hautschichten.

Die Schmerzen bei Postbeschwerden können mit Hilfe der Akupunktur in Angriff genommen werden. Auch Schlangenreintoxine, die wie eine Art Schmerzmittel wirken, Softlasertherapie (durchblutungsfördernd, antibakteriell, entzündungshemmend) und die Behandlung mit Eigenblut sollen die vollständige Genesung vorantreiben.


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26. Februar 2008
Autor: Nicole

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) verfügt über viele phytomedizinische Arzneien. Forscher aus Österreich, Deutschland und China testen jetzt gemeinsam die Wirkung der Heilpflanzen in der Krebstherapie.

Untersucht werden insgesamt 76 Pflanzen, von denen sich die Forscher einen Heilerfolg bei der Bekämpfung bösartiger Tumore erhoffen. Die Test zeigen, Pressemitteilungen zufolge, erste positive Ergebnisse. Bisher konnte man 18 Kräuter herausstellen, die im Labor Krebszellen am Wachstum hinderten. Im weiteren Verlauf der Forschungen sollen diese Heilkräuter nun weiter untersucht und in ihre einzelnen Wirkstoffe zersetzt werden. So könne man feststellen, welche Substanzen den Heilerfolg erzielen können, teilt das Internetportal “monterandcritics” mit. Der Rotwurzel-Salbei enthält ersten Ergebnissen zufolge sogar drei Wirkstoffe, die in der Krebstherapie eingesetzt werden könnten.

Forschung auch gegen Krebs erfolgreich? © flickr / jurvetson

Die Erforschung von pflanzlichen Wirkstoffen gegen Krebs ist nicht neu. Einige Medikamente auf dem Markt wurden sogar schon aus natürlichen Rohstoffen gewonnen. So kann beispielsweise Brustkrebs mit Taxanen aus der Eibe therapiert werden.
Vor kurzem fanden Wissenschaftler außerdem heraus, dass auch Sport während der Krebsbehandlung Erfolge erzielen kann. Test ergaben, dass körperliche Betätigung das Risiko für bestimmte Krebsarten deutlich minimiert. Ferner kann Sport sogar die Rückfallquote vermindern. Diese Ergebnisse geben der Therapie ganz neue Ansätze, gingen Mediziner doch bisher davon aus, dass Sport Krebspatienten zu sehr belasten würde.


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21. Februar 2008
Autor: Nicole

Das Landgericht Mainz hat über die Klage des DZVhÄ gegen das ZDF entschieden. Der Deutsche Zentralverband homöopathischer Ärzte berichtet auf seiner Homepage über das Ergebnis.

Die Waage der Gerechtigkeit © flickr / PunxutawneyphilWie vor kurzem bekannt wurde, geht das ZDF aus dem Prozess als Gewinner hervor. Die Urteilsbegründung liege zwar noch nicht vor, die Klage wurde jedoch, so heißt es in den “Homöopathischen Nachrichten” des DZVhÄ, wegen eines Formfehlers abgewiesen. Wie schon vor Prozessbeginn vermutet, trug ein Umstand dazu bei: Die Aussage, „In keiner wissenschaftlichen Studie waren die homöopathischen Mittel wirksamer als die Placebos.“ (Homöopathische Nachrichten Januar/Februar 2008), die vom Verband homöopathischer Ärzte moniert wurde, betreffe keine natürliche Person und biete dementsprechend kein Recht auf eine Gegendarstellung.

Nach Angaben des DZVhÄ sollte diese vom ZDF gesendet werden und folgendermaßen lauten: „Diese Behauptung ist unrichtig. In zahlreichen, nach wissenschaftlichen Regeln durchgeführten Einzelstudien und auch in Metaanalysen konnte eine signifikante Überlegenheit homöopathischer Arzneimittel gegenüber Placebos nachgewiesen werden.“

Der Verband bedauert den Ausgang der Verhandlung sehr. Vor allem der Umstand, dass es hier nach Meinung des Vorstandes eine Lücke im Presserecht gäbe, die es zulasse, Dinge zu verunglimpfen, solange keine Namen genannt werden, ruft bei den Betroffenen Kritik hervor. Ganz nebenbei: Über die Aussage an sich wurde nicht verhandelt.

Tabletten © flickr / Shutr


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7. Februar 2008
Autor: Nicole

Heiltee erfreut sich als unterstützende Maßnahme bei Krankheiten wie grippalen Infekten und Schlafstörungen wachsender Beliebtheit. Die unterschiedlichen Sorten von Salbei- bis Husten-und Bronchialtee füllen in Apotheken mittlerweile ganze Ständer. Auch der, meiner Meinung nach etwas in Vergessenheit geratene, Schwarztee gehört dazu.

Schwarzer Tee enthält unter anderem Gerbstoffe, ätherische Öle und Koffein. Im Gegensatz zum Kaffee, der seine Wirkung über das Herz-Kreislauf-System entfaltet, wirkt das Koffein aus Tee direkt im Gehirn. Dort regt es den Stoffwechsel und die Durchblutung an. Außerdem soll durch regelmäßige Einnahme auch Entspannung gefördert und Stress abgebaut werden.

Schwarzer Tee - gesund und variantenreich © flickr / BotheredByBees

Wie das Magazin “Naturheilkunde und Gesundheit” (gibt es kostenlos in der Apotheke) berichtet, sollte man bei der Einnahme auf Milch verzichten. Denn der Effekt des enthaltenen Katechin, das die Durchblutung im ganzen Körper anregt und sich somit positiv auf Herz und Kreislauf auswirkt, wird durch Zugabe von Milch aufgehoben. Lange diskutierten Mediziner nur darüber, nun hat eine Studie der Charité Berlin es belegt. Vorbild der Diskussion ist, wie so oft Asien. Denn hier wird Tee traditionell ohne Milch getrunken. Das finde ich sehr symphatisch, denn Milch und Tee gehen für mich gar nicht zusammen. Aber gut, jeder wie er mag. Übrigens berichtet das Magazin auch, dass Medizinaltees generell ohne Zusätze eingenommen werden sollen. Da bewahrheitet sich wieder, dass Medizin am besten hilft, wenn sie nicht schmeckt. ;) Wer unter Husten leidet hat noch Glück im Unglück: Bronchialtees dürfen mit Honig getrunken werden. Schließlich wirkt dieser keimhemmend und beruhigend bei Entzündungen.

Weitere interessante Infos zum Schwarzen Tee auf blogmed


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1. Februar 2008
Autor: Nicole

Einige haben vielleicht schon davon gehört oder es mit eigenen Augen sehen können: Herr Bublath, der Vorzeige-Wissenschaftler des ZDF, hatte was zu sagen. Das ist an sich erstmal nicht weiter verwerflich, nur was der naturwissenschaftlich ausgerichtete Moderator da so preisgab, war schon erstaunlich.

Im September 2007 strahlte das ZDF eine Sendung über Alternativmedizin aus. Interessierte Zuschauer stellten sich auf eine wissenschaftlich-kritische Auseinandersetzung ein. Kritisch wohlgemerkt, nicht in der Tradition einer Propaganda gegen die Homöopathie und andere alternative Ansätze. Doch genau dieses Ziel schien Joachim Bublath anzustreben. Wie sonst soll sich der Interessierte Zuschauer erklären, dass da am Anfang der Sendung eine Reihe “Wunderheiler” vorgestellt und dekonstruiert wurden. Es folgte ein Abriss über Methoden wie “Klostermedizin” und Ayurveda, bevor dann die Homöopathie ihr Fett weg bekam. Unter anderem ging es auch um die Kontroverse, die nach dem Lancet-Artikel entstand. Jeder, der in irgendeiner Weise Interesse an der Homöopathie zeigt weiß auch von der Diskussion um den Placeboeffekt. Und dass die Lehren Hahnemanns unterschiedlich interpretiert werden, ist ein alter Hut. Dennoch, die Lobbyisten brachte die Sendung zur Weißglut, unangemessene Reaktionen waren die Folge.

Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) klagte gegen die Behauptung, die Homöopathie wirke nicht besser als jeder Placebo. Zumal diese wirklich pseudowissenschaftlich unterlegt war. Da wurde erklärt, die Homöopathie wirke bei Tieren nur, weil sie während der Behandlung erhöhte Zuwendung erfahren würden. Jeder, der einem Tier schon einmal ein Medikament, sei es homöopathisch oder nicht, einzuflößen versuchte, wird hier lauthals lachen. Wenn Zuwendung hier mit erhöhtem Stress gleichgesetzt wird, dann kuriert sich das Tier wohl eher dadurch. Homöopathische Arzneien wirken auch bei Kindern, die sich den Placeboeffekt nicht einbilden können. Auch auf dieses “Problem” weiß die Bublath´sche Redaktion natürlich eine Antwort: das Gehirn ist schuld. Ich möchte nicht missverstanden werden und bin immer offen für wissenschaftliche Auseinandersetzung. Aber bitte nicht, wenn man sich dabei selbst widerspricht, um Quote zu machen und Aufmerksamkeit zu erregen. Hinzu kommt die fragliche Einseitigkeit, die Unumstößlichkeit, mit der hier gehandelt wird, um sich zu profilieren.

Nun soll es am 1. Februar in Mainz endlich zu einem Abschluss kommen. In dem Gegendarstellungsverfahren gibt es nur ein Problem, dass der Homöopathielobby sauer aufstoßen wird. Eine Gegendarstellung beruht nämlich auf einer einfachen Grundlage: Eine Person, namentlich erwähnt, wird öffentlich falsch dargestellt, zitiert etc. Nun ist “die Homöopathie” auffällig weit von dieser Definition entfernt. Doch gerade das ist den Vertretern des DZVhÄ ein gehöriger Dorn im Auge. So argumentiert Lars Broder Stange, Vorsitzender des Vereins: „Wir halten es für eine Lücke im Presserecht, wenn beliebige falsche Behauptungen aufgestellt werden können, solange nur keine Namen genannt werden.“

Schon im Oktober war ein Richter während der ersten Verhandlung um eine Einigung bemüht. Vertreter der Homöopathie sollten in einer wissenschaftlichen Sendung zu Wort kommen und Fehlbehauptungen richtigstellen. Leider wurde der Termin kurzfristig gecancelt. Das ZDF hatte wohl besseres zu tun: die Mitschnitte der Sendung aus dem Netz nehmen und schonmal einen Nachfolger für Joachim Bublath suchen vielleicht. Dieser gibt nämlich, wie unlängst bekannt wurde, eine seiner Sendungen - “Abenteuer Forschung” - ab. Aus Altersgründen, wie der Sender verlauten lässt. Es muss nicht zwangsläufig miteinander zu tun haben, aber schon kurz nach dem ganzen Hype um die Sendung bemerkte der Moderator die mangelnde Unterstützung seines Senders: „Da haben sich einige offenbar erschreckt“, so seine Interpretation.

Wer die Sendung verpasst hat, kann sie hier nochmal sehen:


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26. Januar 2008
Autor: Nicole

Gratis-Geschenke sind immer wieder ganz nett, aber meistens auch mehr oder minder nutzlos. Umso mehr freute ich mich über ein kleines Heftchen, das ich in meiner Apotheke fand.

Es handelt sich dabei um eine 16-seitige Broschüre zum Thema Homöopathie vom Verlag GU. Hier geht es marketingtechnisch zwar darum, Kunden auf die Bücher aufmerksam zu machen, die zum Thema erschienen sind, doch es steckt trotzdem Gebrauchswert in dem kleinen Heftchen. Es enthält Auszüge aus dem homöopathischen Lexikon des Verlags, die sich mit den kleinen Wehwehchen des Alltags befassen. Grafisch wunderbar aufbereitet findet der interessierte Leser hier eine kleine Einführung und die Möglichkeit, zu den häufigsten Beschwerdebildern relativ problemlos die passende Arznei zu finden.

Selbst auf Einnahmehinweise hat man nicht verzichtet. Eingeteilt nach den verschiedenen Bereichen des Körpers findet man Medikamente gegen Erkältungen, Schlafstörungen, Hautprobleme und vielem mehr. Neben hier schon vorgestellten Mitteln wie beispielsweise Euphrasia, Allium Cepa und Aconitum werden auch Schüßler-Salze empfohlen. Die Symptome sind gut gegliedert und somit einfach zu charakterisieren. Eine wirklich schöne Idee und gleichzeitig eine sehr gute Anregung, sich vertiefend mit dem Thema zu befassen. Wer schnell ist kann vielleicht noch ein Exemplar ergattern.


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11. Januar 2008
Autor: Nicole

Hildegard von Bingen - ein Name der sicher Vielen geläufig ist. Doch was genau zeichnet diese Frau aus, welche Legenden und Geschichten ranken sich um sie? Was genau weiß die moderne Forschung von der Benediktinerin, die schon zu Lebzeiten verehrt wurde?

So soll sie laut einer mittelalterlichen Malerei ausgesehen haben. © FlickrWahrscheinlich wurde Hildegard um 1098 als zehntes Kind der Eheleute Hildebert und Mechthild von Bermersheim geboren. Bereits im Alter von fünf Jahren beginnen Visionen das Kind heimzusuchen. Sie werden Teil ihres Lebens bleiben. Hildegard von Bingen, die am 17. September 1179 im Kloster Rupertsberg bei Bingen starb, gilt nicht nur als eine der herausragendsten Frauengestalten des Mittelalters, sondern auch als eine der ersten deutschen Ärztinnen (wobei diese Aussage wohl eher kritisch zu betrachten ist) und erste Vertreterin der deutschen Mystik.

Die Mystik hat, in ihrer christlichen Ausprägung, eine Verschmelzung mit Gott zum Ziel. Dies wird beispielsweise durch Askese, Gebete und Gesänge umgesetzt. Es geht im Grunde darum, die Liebe zu Gott mit der Liebe zu den Nächsten in Einklang zu bringen (zum Beispiel durch Befolgung der Heiligen Schrift) und um eine Selbstfindung. Die Identität wird nicht, wie es vielleicht zunächst den Anschein hat, durch die Hinwendung zu Gott aufgegeben, sondern herausgestellt und gefördert.

Hildegard von Bingen war seit 1136 Äbtissin, leitete zwei Klöster, führte eine ausgedehnten Briefwechsel mit König Friedrich Barbarossa und Papst Alexander III (dabei hielt sie auch Kritik an den, ihr übergeordneten Männern, nicht zurück), hielt Predigten auf Märkten ab (zu der Zeit galt das als geradezu unverschämt) und machte mehrere Reisen im Zeichen der Seelsorge. Darüber hinaus beschäftigte sie sich mit Ethik, Musik, Natur- und Pflanzenheilkunde und vielem mehr. Sie verfasste Schriften über diese Gebiete, die bis heute teilweise erhalten sind. An dieser Stelle soll es natürlich besonders um die Texte zur Heilkunde gehen. Das erste Werk, “Causae et Curae” entstand nach 1150 und beschäftigt sich mit Ursache und Heilung von Krankheiten. Dabei entwickelte die Gelehrte keineswegs neue Formen der Krankheitsbehandlung. Vielmehr trug sie die Erkenntnisse der Volksmedizin zusammen und verband dieses Wissen mit dem traditionellen, griechisch-lateinischen. Sie benutzte dabei auch erstmals die Pflanzennamen, die im Volk verwendet wurden und schrieb neue Erkenntnisse über Krankheiten, Körper und Sexualität nieder. Im Mittelpunkt ihrer Lehren steht die ganzheitliche Heilung. Man muss verstehen, woher Krankheiten kommen, was sie verursacht um sie dann, mit der Hilfe des Glaubens und der Natur (Pflanzen und Edelsteine), zu heilen.

Wie konnte eine Frau im Mittelalter all dies vollbringen, wie hat sie es geschafft, sich Gehör und Respekt zu verschaffen? Die Geschichte lehrt uns, dass Frauen zu dieser Zeit wenig (bis gar keine) Rechte hatten . Es herrschte ein absolutes Patriarchat. Der Schlüssel liegt wohl in Hildegards Selbstverständnis: Sie sah sich als Prophetin und ihr Umfeld teilte glücklicherweise diese Auffassung. Schon zu Lebzeiten wurde die Äbtissin fast wie eine Heilige verehrt.

Im 20. Jahrhundert wurden ihre Schriften über Naturheilkunde aufgearbeitet. Es entstand der Begriff “Hildegard-Medizin”, ein Name, der sich eher an Konzepten zur Vermarktung der alten Erkenntnisse orientiert und kritisch zu betrachten ist.

Liest man heute die Übersetzungen der Schriften, sieht man vieles mit den Augen des 21. Jahrhunderts. Viele neigen deswegen dazu, die Methoden als Scharlatanerie abzutun. Betrachtet man die Werke jedoch mit der gesunden Distanz unserer Zeit und dem Wissen, dass es sich hier um Glaube und Tradition des Mittelalters handelt, kann man wohl viele Lehren, vor allem zur Verwendung von Pflanzen und Heilkräutern, ziehen. Denn die Erkenntnisse stammen, das sollte nicht vergessen werden, hauptsächlich aus der Volksmedizin, die ja heutzutage auch noch von vielen Menschen benutzt wird. Gerade bei leichten Beschwerden erlebt die Naturheilkunde, die sich in vielerlei Hinsicht mit der “Volksmedizin” überschneidet, ein Revival. Zurecht, denn mit der Natur heilen ist oft einen Versuch wert und vielleicht in vielerlei Hinsicht eine echte Alternative zu chemisch erzeugten Medikamenten.


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