Alternative Medizin, Homöopathie & Therapien

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Ayurveda

10. Januar 2008
Autor: Nicole

Die Ernährungsregeln nach dem ayurvedischen Prinzip sind komplex und sehr auf die einzelnen Doshas bezogen. Dennoch kann man grundsätzliche Aussagen für alle Konstitutions-Typen treffen, die eine “sattvische”, also nach den ayurvedischen Richtlinien ausgewogene, Ernährung begünstigen.

Essen auf ayurvedisch. © FlickrDie erste und grundlegenste Regel sagt aus, dass man nur essen soll, wenn man wirklich Hunger hat. Eine Mahlzeit zu sich zu nehmen, nur weil sie nach allgemeiner Auffassung gerade zur Uhrzeit passt und “man eben um zwölf Uhr das Mittagessen einnimmt”, ist nicht zu empfehlen. Auch Zwischenmahlzeiten werden nicht eingenommen. Zwischen den einzelnen Nahrungsaufnahmen sollten drei Stunden verstrichen sein. Das Mittagessen ist die Hauptmahlzeit des Tages. Es ist wichtig, sich nicht völlig zu übersättigen. Auch die Herkunft und Zubereitung der Lebensmittel sollten als wichtige Punkte bedacht werden: dazu gehört bewusste Auswahl der Nahrungsmittel nach ihrer Herkunft, nach der Saison und natürlich sollten sie immer frisch sein. Allzu fettige Gerichte, fertige oder tiefgekühlte Waren sind nicht empfehlenswert. Auch die Gemütslage spielt eine Rolle. So sollte man nicht essen, wenn man gestresst oder in allgemeiner unruhiger Verfassung ist. Darüber hinaus ist ayurvedische Ernährung bei Vielen oft mit der Küche Indiens verknüpft. Es ist natürlich nicht abzustreiten, dass viele indische Gerichte den Regeln entsprechen. Man kann aber überall auf der Welt nach den Richtlinien der Heilkunst kochen. Viele Lebensmittel, die in Indien frisch verfügbar sind, kann man in unseren Breiten oft nicht in der Form erhalten. Schon allein das ist ein Argument dafür, dass man auch mit heimischen Produkten die Ernährungsphilosophie befolgen kann und somit von der indischen Kochkunst abweicht.

Durch durch die Ernährung werden die Doshas angesprochen. Dies geschieht durch “Ojas”, spezifische feinstoffliche Informationen, die bei richtiger Ernährungsweise die Konstitutionen ansprechen, Körper und Geist miteinander verbinden und den Stoffwechsel regulieren und anregen. In diesem Zusammenhang ist das “Verdauungsfeuer” (Agni) ausschlaggebend, das ständig angeregt werden sollte, um “Ojas” zu begünstigen. Hier kommt es vor allem auf die Auswahl der Lebensmittel nach ihrer Frische an, denn wenn “Agni” gestört ist, kommt es zu Verdauungsbeschwerden.

Nach dem Ayurveda unterscheidet man drei Typen der Nahrungsmittel. Die erste Gruppe, zu der Milcherzeugnisse, Gemüse- und Getreidesorten, sowie Früchte gehören, bezeichnet man als “Sattva-Guna”. Diese Gruppe ist sehr empfehlenswert für die Ernährung, da sie auf den Körper lebensverlängernd wirken und die positive Gemütslage fördern. Man schreibt dieser Gruppe die Qualitäten süß, ölig und saftig zu. “Rajo-Guna” beinhaltet die Lebensmittel-Qualitäten sauer, bitter, scharf, salzig, heiß, trocken und soll Aggression verursachen. Diese wird durch eine verstärkte Stimulation angeregt. Die dritte Gruppe der Nahrungsmittel heißt Tamo-Guna. Zu ihr gehören Fleisch und Fisch, die nach der ayurvedischen Lehre Krankheiten verursachen, da sie die Verdauung sehr stark belasten. Wie aber schon in “Ayurveda und die Ernährung” angesprochen, gibt es gerade in diesem Punkt Kontroversen.


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9. Januar 2008
Autor: Nicole

In der Lehre des Ayurveda spielen nicht nur einzelne Behandlungen eine Rolle, sondern die gesamte Lebensführung, die im Sinne der Ganzheitlichkeit nach ayurvedischen Prinzipien angepasst wird, um ein Gleichgewicht im Körper herzustellen.

So kann die Ernährung aussehen. © FlickrDazu gehört auch die Ernährung, die hier nicht nur bloße Bedeutung einer Nahrungsaufnahme mit dem Ziel des Hunger stillens inne hat. Vielmehr wird die Nahrungsaufnahme im Ayurveda als Heilmittel betrachtet, das auch vorbeugend gegen Krankheiten hilft und somit einen hohen Stellenwert besitzt. Dabei geht es nicht um die Betrachtung der chemischen Zusammensetzung der Nahrung. Auch Kalorien haben keine Bedeutung. Wichtig ist die Empfindung, die der Einzelne bei der Aufnahme der Nahrung hat. Darüber hinaus werden Lebensmittel an die Konstitutionen angepasst, also an die Doshas, die jedem Menschen innewohnen. Auch Punkte wie Alter, Grad der Belastung und körperliche wie geistige Verfassung werden berücksichtigt.

diaet.jpgKennt man die Zusammensetzung der drei Prinzipien Vata, Pitta und Kapha im Körper, kann man die entsprechenden Nahrungsmittel auswählen, die sich positiv darauf auswirken. Experten der ayurvedischen Lehre haben die unterschiedlichen Wirkungen von Lebensmitteln untersucht, die sich vom Ort der Aufnahme, dem Mund (Rasa), über die Verdauung (Vipaka) bis nach der Verdauung bemerkbar macht. Dabei wird auch Rücksicht auf die geistige Befindlichkeit genommen, die die Nahrung verursacht. Anhand des persönlichen Zustandes kann man also mit den unterschiedlichsten Lebensmitteln auf die Befindlichkeit einwirken. Je nach Konstitution kann ein Nahrungsmittel unterschiedlich wirken.

Wer sich mit der Ernährungslehre näher beschäftigen möchte, sollte die Eckpfeiler verstehen. Die Interpretation dieser Leitsätze kann individuell unterschiedlich ausfallen. Man sollte sich also nicht darüber wundern, wenn man verschiedene Ansätze dazu findet. Alles ist eine Sache der Auslegung. Ein Beispiel ist die Diskussion darüber, ob Ayurveda-Ernährung mit einer Vegetarischen Kost einhergeht. Einige Experten vertreten diese Ansicht, andere weisen darauf hin, dass ein Jeder selbst entscheiden sollte, ob er Fleisch zu sich nimmt oder nicht.


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27. Dezember 2007
Autor: Nicole

indische Gottheit © thimotheus/PixelioDie Lehre der ayurvedischen Heilkunst teilt Menschen nach ihrer Konstitution (geistig sowie psychisch) in drei unterschiedliche Typen ein. Diese Temperamente oder Lebensenergien heißen “Doshas” und kommen demnach in jedem Organismus vor. Meistens dominieren ein oder zwei Doshas, seltener alle drei. Der Arzt muss vor der Behandlung die Konstitution seines Patienten feststellen. Entsprechend der dominierenden Doshas, benötigt jeder Typus andere Arzneien.

Die Doshas im Ayurveda heißen “Vata”, “Pitta” und “Kapha”. Vata entspricht den Elementen Wind und Luft. Es steht für das Temperament “Pneuma”. Pitta bezeichnet das Temperament “Chole” und ist Symbol für Feuer und Wasser. Das dritte Dosha, Kapha, steht für Erde und Wasser. Mit ihm ist das Temperament Phlegma verbunden.

Wenn alle Doshas im Gleichgewicht sind, ist der Organismus gesund. Dieser Zustand, in dem jeder Mensch geboren wird heißt “Prakruthi” und ist durch eine ungesunde Lebensweise, die mit falscher Ernährung, viel Stress und anderen Faktoren einhergeht, gefährdet. Die Doshas geraten aus dem Gleichgewicht, der Körper wird anfällig für Krankheiten.


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24. Dezember 2007
Autor: Nicole

Ayurveda ist eine traditionelle indische Heilkunst, die mindestens 5000 Jahre alt ist und in ihrer Geschichte lange Zeit nur durch mündliche Überlieferung von einer Generation zur nächsten weitergegeben wurde. Das Wort bedeutet übersetzt “Wissen vom Leben” oder auch “Lebensweisheit”.

Die Lehre entwickelte sich aus der vedischen Kultur Altinidiens. Im Ayurveda geht es um eine gesunde, ganzheitliche Lebensführung, die das Leben verlängert und die Einheit von Körper und Geist einbezieht. Auch die Seele und alle Faktoren der Umwelt, die einen Menschen umgeben, werden berücksichtigt. Die drei indischen Gelehrten Caraka, Susruta und Vagbhata hielten im ersten bis siebten Jahrhundert nach Christus das Wissen der Medizin schriftlich fest. Diese Erkenntnisse wurden immer wieder ergänzt und weiterbeschrieben. Noch heute ist Indien das Land, in dem das ursprüngliche und authentische Ayurveda gelehrt und bei einer breiten Masse der Bevölkerung angewendet wird. Auch in Europa befassen sich zunehmend Vertreter der traditionellen Schulmedizin mit dem Jahrtausende alten Weisheiten. Der Schritt von der westeuropäischen Medizin zur ayurvedischen Lehre ist nicht so groß, wie man anzunehmen versucht ist. Denn die Weisheiten sind eine Mischung aus empirischen Fakten und einer ganz besonderen Philosophie, die sich mit allen Einzelheiten des Menschen, seinen mentalen, körperlichen, psychischen und spirituellen Tendenzen befasst. Dazu werden Personen nach den sogenannten Doshas beurteilt, die in jedem Organismus existieren.

Die Lehre kann bei sämtlichen Krankheiten eingesetzt werden. Auch die europäischen Volkskrankheiten wie Asthma, Krebs, Diabetes, Neurodermitis, Bluthochdruck und Schlafstörungen können erfolgreich therapiert werden. Ayurveda hat einen entscheidenen Vorteil zur herkömmlichen Medizin: Mit Ölen und Kräutern werden Beschwerden therapiert, darüber hinaus greift die Lehre aber auch falsche Ess- und Lebensgewohnheiten auf. Um eine Krankheit zu heilen, muss das gesamte Leben in Einklang gebracht werden. Leider ist Ayurveda in Deutschland kein geschützter Begriff. Viele Menschen kennen ihn zudem nur in Verbindung mit Beauty- und Wellnessangeboten. Da werden gerne mal teure Öle verkauft oder Ayurveda-Tage angeboten. Sicher ist nicht jedes Produkt zu verurteilen, die Ursprünglichkeit der Lehre in Bezug auf die Heilung von Krankheiten rückt so jedoch völlig in den Hintergrund. Leider werden Anwendungen zur Therapie auch nicht von den Krankenkassen übernommen. Wenn man sich für diese alternative Heilmethode entscheidet und diese in einer Klinik oder Ähnlichem durchführt, kann es schnell mal an die Ersparnisse gehen. Bleibt zu hoffen, dass sich die Schulmedizin den Grundlagen der Lehre in Zukunft noch mehr öffnet und für die Gesundheit der Meschen mehr Beachtung bekommt.


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