Alternative Medizin, Homöopathie & Therapien

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Hausapotheke

9. Mai 2008
Autor: Nicole

Salz ist ein Produkt, das in keinem Haushalt fehlt. Oft wird es nur als Küchengewürz verwendet, dabei stecken in qualitativ hochwertigem Meersalz unzählige Anwendungsmöglichkeiten und Heilkräfte. Salz ist also nicht nur der letzte Schliff eines guten Gerichtes, sondern auch Bestandteil der Hausapotheke.


Salz wird durch Verdunstung von Meerwasser in Salzseen gewonnen. Peter Mara © FlickrUm zum Beispiel unreiner Haut entgegenzuwirken braucht es oft keine teuren Produkte aus dem Handel. Ein einfaches Meersalzpeeling kann bei nicht allzu empfindlicher Haut Wunder wirken. Um den Pflegeeffekt zu verstärken, kann das Salz mit hochwertigem Pflanzenöl vermischt werden. Darüber hinaus ist Meersalz ein gutes Hausmittel, um Erkältungen zu bekämpfen. Als Nasenspülung hilft es den strapazierten Schleimhäuten gerade bei trockener Raumluft zu neuen Selbstheilungskräften. Dafür können Nasenspüler aus der Apotheke verwendet werden, im Akutfall tut es aber auch eine Einwegspritze, die mit der Salzlösung gefüllt wird. Wie genau der Vorgang durchzuführen ist, erfährt man ebenfalls in der Apotheke. Um bei erkältungsbedingten Entzündungen weiter Lesen »


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7. Mai 2008
Autor: Nicole

Wadenwickel sind eines der Hausmittel, dass am einfachsten Fieber senkt, weil nicht viele Dinge benötigt werden und das Verfahren äußerst effektiv ist.

Vor der Anwendung von Wadenwickeln, sollte die Körpertemperatur gemessen werden. Ist sie bei oder über 39 Grad Celsius, kommt dieses Hausmittel in Frage. Beachtet werden sollte außerdem, dass die Beine auch wirklich von der Fieberhitze durchdrungen sind. Ist dies nicht der Fall, sollten andere Mittel gewählt werden, um die Körpertemperatur zu senken. Je nach Ursache und Beschwerdebild des Fiebers zum Beispiel homöopathische Mittel wie Belladonna, Aconitum napellus oder Eupatorium perfoliatum.

Belladonna kann helfen. teddy llovet © Flickr

Die Durchführung sollte insgesamt nicht viel länger als eine Stunde dauern. In dieser Zeit kann die Temperatur um höchstens 1,5 Grad gesenkt werden. Auch darum ist das Fiebermessen vorher so wichtig, denn eine zu starke und schnelle Abkühlung ist eine Belastung für den Kreislauf und darum nicht empfehlenswert. Bevor die Anwendung beginnt, sollten zwei Handtücher, lauwarmes Wasser und eine abweisende Unterlage bereitstehen. Die Handtücher werden im Wasser getränkt, dann ausgewrungen und um die Waden gewickelt. Die Unterlage sorgt dafür, dass keine Flüssigkeit in die Matratze entweichen kann. Nun beginnt der Verdunstungsprozess: Die Körperwärme der Waden führt dazu, dass die Flüssigkeit in den Tüchern ihren physikalischen Aggregatzustand ändert, also verdunstet. Dadurch entweicht Wärme aus dem Körper, das Fieber sinkt. Die Tücher werden maximal 25 Minuten an den Beinen belassen. Je nach Höhe der nun gemessenen Temperatur im Körper wird die Anwendung noch einmal wiederholt. Besonders bei sehr kleinen Kindern reicht meist eine Durchführung.

Wadenwickel helfen auch bei anderen Beschwerden. Mehr Informationen findet man hier.


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28. April 2008
Autor: Nicole

Aloe vera enthält vor allem Acemannan, das seine volle Wirkung nur über die orale Einnahme entfalten kann.

Bei der Einnahme des Blattgels muss man einen Punkt beachten: Unter der Blatthaut befindet sich Aloin, das in größeren Mengen abführend wirken kann. Um dieser Gefahr aus dem Weg zu gehen, gibt es eine Zubereitungsart, die das Aloin unschädlich macht. Dazu muss zunächst ein Blatt der Aloe abgeschnitten werden. Die “Wunde” wird der Pflanze nichts anhaben, sie schließt sich nach kurzer Zeit von allein. Das abgetrennte Blatt muss nun, um das Aloin zwischen Rinde und Gel zu entfernen, mit der Schnittstelle in Wasser gestellt werden. Nach ungefähr einer Stunde ist die Aloe dann bereit zur Weiterverarbeitung.

Aloe vera © ximenatapia/Flickr

Nun kann man das Aloe Vera Blatt entweder filetieren und praktisch wie frisches Obst einnehmen, oder man löst das gesamte Gel aus der Rinde, um es beispielsweise unter Milchprodukte zu rühren oder um ein Getränk mit Aloe herzustellen. Die Wirkung der Inhaltsstoffe bezieht sich bei dieser Art der Einahme vor allem auf die Stärkung weiter Lesen »


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28. April 2008
Autor: Nicole

Wie man eine Hausapotheke auch zu dekorativen Zwecken nutzen kann, zeigt die Aloe vera: Wer sich ein bis zwei Pflanzen auf die Fensterbank stellt, hat nicht nur eine wunderbar unkomplizierte Grünoase, sondern auch gleich ein Heilmittel gegen allerlei Beschwerden.

Blüte der Aloe vera. JIGGS IMAGES © FlickrDie Aloe vera gehört zur Familie der Affodillgewächse und kommt ursprünglich von den Kanarischen Inseln. Von dort verbreitete sie sich in viele Trockenzonen der Erde und wurde zunehmend auch in Europa kultiviert. Die dicken, fleischigen Blätter der “Wüstenlilie” speichern Wasser und halten es fest in ihrem Inneren. Auf diese Weise kann die Aloe über mehrere Monate ohne Wasserzufuhr überleben.
Ein Querschnitt des Blattes zeigt die dicke, fast ledrige Hülle, die eine gelartige Masse umschließt, der auch den Saft enthält. Um diese Substanzen, also Gel und Saft, geht es in der phytomedizinischen Anwendung. Schon Alexander der Große wusste um die heilenden und schmerzlindernden Eigenschaften des Aloewirkstoffes und ließ seine Soldaten bei Verletzungen damit behandeln.

Chris Gin © Flickr

Aloe hilft äußerlich bei oberflächlichen Schürf- und Kratzwunden, sowie bei leichten Verbrennungen. Darüber hinaus kann sie beruhigend bei Neurodermitis, Akne, Herpes, Prellungen, Ekzemen und auch Sonnenbrand wirken. Sogar bei Arthritis, Gicht, rheumatischen Beschwerden und Magenkrankheiten wurde eine Wirkung nachgewiesen, die sich auf die Einnahme des Wirkstoffes bezieht. Es wird ebenfalls angenommen, dass die Aloe vera positive Auswirkungen auf das Immunsystem hat.


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11. April 2008
Autor: Nicole

Das Mittel Eupatorium perfoliatum wird aus dem “Durchwachsenen Wasserdost” gewonnen. In der homöopathischen Hausapotheke sollte es als Grippemittel griffbereit sein.

Die Pflanze wird auch “Indianerkraut” oder “Wasserhanf” genannt und gehört zur Familie der Korbblütler. Sie kommt oft auf dem nordamerikanischen Kontinent vor. Sumpfgebiete und sehr feuchte Böden werden bevorzugt und lassen unter diesen Bedingungen natürlich auch eine Kultivierung der Pflanze in Europa zu.

Wasserhanf. Smoobs © Flickr

Die amerikanischen Ureinwohner kannten den Wasserdost als Mittel, das schweißtreibend ist und somit bei Fieber und grippalen Infekten wirkt. Die Phytomedizin nutzt diese Wirkung und verwendet Eupatorium perfoliatum zudem als Immunstimulanz und mitunter auch als Abführmittel. In der Homöopathie ist die Arznei (Kurzform: eup-per.) als Grippemittel bekannt. Das Arzneimittelbild beschreibt eine allgemeine Wirkung auf die Knochen und Gliedmaßen, ferner auf die Muskulatur, den Hinterkopf, die Organe Magen und Leber sowie auf die Bronchien. Die Grippe geht mit starken Muskel- und Gliederschmerzen einher und wird von hohem Fieber begleitet. Die Beschwerden verschlimmern sich bei Kälte, Wetterumschwüngen ins Kalte, beim Riechen von Essen, bei Husten (der sich nachts verschlimmert und sehr schmerzhaft ist) und in Liegeposition auf der betroffenen Seite.

Die Blüte des Wasserdosts. Robert Silverwood @ FlickrBesserung tritt ein, wenn Galle erbrochen wird, der Patient schwitzt oder unterhalten wird. Er ist ruhelos und will sich bewegen weil er hofft, die Schmerzen würden sich so verringern. Die Augen tun ebenfalls meistens weh. Oft treten zudem starke Schmerzen im hinteren Bereich des Kopfes auf, wenn der Betroffene versucht sich hinzulegen. Ein starkes Bedürfnis nach kalten oder sauren Getränken und eventuell auch Eiscreme führt, wird es gestillt, direkt zu Schüttelfrost und gegebenenfalls Erbrechen.


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24. März 2008
Autor: Nicole

Die Biene ist ein nützliches Insekt. Sie kann aber nicht nur Blüten bestäuben und Honig machen, sondern auch stechen.

Nach dem Ähnlichkeitsprinzip nutzt die Homöopathie genau die Symptome, die bei einem Stich entstehen: Schwellungen, die heiß und schmerzhaft sind, werden mit Apis behandelt. Dazu gehören nicht nur die erwähnten Bienen- bzw. Insektenstiche, sondern auch Schwellungen der Schleimhäute, Bindehautentzündung, Mittelohrentzündung, Angina, Mandelentzündungen und Entzündungen der Blase. Charakteristisch für Apis ist, dass betroffene stellen von blass-roter Farbe sind und sich mit Flüssigkeit füllen. Die Beschwerden verschlimmern sich bei Berührung, Wärme, Druck, während des Schlafens und in schlecht belüfteten Räumen. Kälte durch Eis, Luft oder Wasser dagegen verbessern die Symptome. Wenn Apis indiziert ist, besteht zudem kein Durstgefühl beim Kranken, der oft an geschwollenen Augen (besonders die unteren Lider) leidet. Ist der Betroffene an einer Blasenentzündung erkrankt, verspürt er großen Harndrang, kann den Harn aber nur unter Beschwerden (Schmerzen etc.) absetzen.

Biene bei der Arbeit. aussiegall © Flickr

Für Tierfreunde ist Apis mellifica jedoch nichts, denn Verwendung finden die ganzen Honigbienen. Dies führt teilweise zu Kritik, besonders durch die Gegner der Homöopathie. Man muss dabei aber auch bedenken, dass wir auch andere Medikamente und sogar Kosmetika kaufen, die anhand von Tierversuchen hergestellt und getestet werden. Wer also Probleme mit der Herkunft der Substanz hat, kann in bestimmten Fällen auch auf Phytomedizin (z.B. Euphrasia bei Bindehautentzündung) und Hausmittel (z.B. Zwiebelauflagen bei Insektenstichen) zurückgreifen.


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13. März 2008
Autor: Nicole

Nach den jüngsten Meldungen über fatale Nebenwirkungen in Hustensäften, die über lange Jahre deutsche Arzneischränke füllten, kommen auch die Alternativen wieder ins Gespräch. Die Homöopathie hält für das Symptom Husten einige Arzneien bereit.

Ich möchte in einer kurzen Übersicht die verschiedenen Möglichkeiten vorstellen. ABER: Diese Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzt nicht den Gang zum Arzt oder Heilpraktiker. Sie dient einzig und allein dem Überblick!

Trockener Husten

Spongia wird aus dem Meeresschwamm gewonnen. porifera © FlickrAconitum wird im ersten Krankheitsstadium gegeben, wenn Fieber ohne übermäßigen Schweiß und Kurzatmigkeit den Husten begleiten.

Ein wundes Gefühl in Rachen und Kehle, verbunden mit plötzlich auftretenden Symptomen kann auf Belladonna hindeuten.

Bromum wird bei spastischem Husten gegeben, der Schmerzen im Brustkorb und Heiserkeit verursacht.

Bryona ist angezeigt, wenn der Husten wärmebedingt ist. Das heißt, der Husten beginnt beim Betreten warmer Räumlichkeiten und wird von stechenden Schmerzen begleitet.

Bellender Husten kann durch Spongia gemildert werden, wenn dieser sich bei Wärme bessert und bei kalter Luft verschlechtert.

Sticta ist angezeigt, wenn eine Erkältung abklingt, aber in Husten übergeht, der bellend ist.

Schleimiger Husten

Bittersüßer Nachtschatten - aus ihm wird Dulcamara hergestellt. vakfur © FlickrWenn der Schleim nicht abgehustet werden kann, die Zunge weiß belegt ist und rote Ränder zeigt, ist Antimonium tartaricum angezeigt.

Causticum wird bei Wundheitsgefühl in der Brust gegeben, das mit Heiserkeit, Schleim (der nicht ausgeworfen werden kann) und schmerzender Hüfte kombiniert ist.

Dicker, gelber Schleim, der reichlich vorhanden ist, zeigt Dulcamara an. Vor allem, wenn der Husten bei plötzlich wechselnden Temperaturverhältnissen und kaltem, feuchten Wetter auftritt.

Ist der Husten trocken mit eitrigem Auswurf und wird ein Erstickungsgefühl bemerkt, zeigt dies Hepar sulfuris an.

Das Schüßler-Salz Kalium bichromicum wird gegeben, wenn viel gelblicher bis weißer Auswurf vorhanden ist, der sehr zäh und klebrig erscheint.


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7. März 2008
Autor: Nicole

Erkältungen und Husten veranlassen die Wenigsten zu einem Arztbesuch. Dabei ist gerade Husten ein Symptom, das auf unterschiedliche Ursachen hinweist.

Hustensäfte: Vorsicht Nebenwirkungen checoo © Flickr

Der Hals kratzt, Husten quält. Der schnelle Griff in die Hausapotheke ist für viele Menschen ein Weg, sich von den Symptomen zu befreien, ohne über die Ursachen nachdenken zu müssen. Wie die Rückrufaktion des clobutinolhaltigen Hustensafts “Silomat” eindringlich beweist, ist dies nicht nur aufgrund der gängigen Praxis gefährlich, mit diversen Mittelchen schnell Linderung zu schaffen, ohne einen Gedanken an Nebenwirkungen und Warnsignale des Körpers zu verlieren. “Silomat” wurde in Deutschland 1961 eingeführt. Ende letzten Jahres wurde bekannt, dass der Hustenstiller nicht nur in den Bronchien, sondern fatalerweise auch im Herzen wirkt: Herzrhytmusstörungen können die Folge sein. Ein großes Risiko, besonders für ältere oder herzkranke Menschen.

Hustensaft by whiskeyandtears © FlickrDie “Alternative” sind Hustensäfte, die Dextrometorphan enthalten. Dabei handelt es sich um ein synthetisches Opioid, das mit Codein und Morphin verwandt ist. Natürlich muss auch hier mit Nebenwirkungen gerechnet werden: Juckreiz, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Unruhe, allergische Reaktionen auf Zusatzstoffe, Rötungen der Haut, Müdigkeit, Gleichgewichtsstörungen oder völliger Kontrollverlust über die Koordination des Körpers. Ein sehr hoher Preis, um einen Reizhusten zu stillen.
Bei schleimigem Husten können die Wirkstoffe Bromhexin und Ambroxol den Abtransport aus dem Körper erleichtern. Die Liste der Nebenwirkungen ist kürzer: Überempfindlichkeitsreaktionen, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen. Schwangere sollten ganz auf die Arznei verzichten. Auch jene, die die lange Liste der Nebenwirkungen schreckt, haben Alternativen.

Sie kommen aus Phytomedizin, Homöopathie oder ganz einfach aus dem Küchenschrank und der Natur. Demnächst stelle ich hier die wichtigsten Mittel vor.
Zum Schluss noch eine Erkenntnis, die gerade Verfechter der Alternativmedizin freuen wird: Der angenommene Placeboeffekt sägt nicht nur am Stuhl der Homöopathie. Studien zeigen, dass die meisten rezeptfreien Hustenstiller, -blocker und -löser ebenfalls nur Placeboeffekte bewirken.


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8. Februar 2008
Autor: Nicole

Belladonna ist eine homöopathische Arznei aus der Tollkirsche. Besonders ihre Wirkung bei Entzündungen und Fieber qualifiziert sie zu einem festen Bestandteil der Hausapotheke.

Die giftigen Beeren der Belladonna © wikimediaDie giftige Schwarze Tollkirsche (Atropa Belladonna) gehört zu den Nachtschattengewächsen. Ihr Beschwerdebild ist dem der Arznei Aconitum ähnlich, darum sollte man gerade hier besonders auf die Verwechslungsgefahr achten. Bei beiden Indikationen treten die Symptome sehr plötzlich und stark auf. Im Unterschied zu Aconitum, bei dem die Beschwerden durch besondere Angstzustände charakterisiert sind, herscht bei Belladonna das große Gefühl von Aggressivität vor. In minderen Ausprägungen kann sich dies auch durch einen Zustand der vermehrten Erregung äußern. Die Krankheiten, die auf die Arznei hindeuten sind Zahnschmerzen (die Stelle des Schmerzes ist rot vor Hitze und geschwollen), Angina, Erkältungen mit Fieber (auch Fieber als einzelnes Symptom) Arthritis, Scharlach, entzündliche Abzesse und Ohrenschmerzen. Der Betroffene schwitzt stark, hat feucht-glänzende Augen mit großen Pupillen und verfällt durch das Fieber manchmal in ein Delirium.
Schwellungen sind besonders rot und heiß. Die Hitze strahlt in den gesamten Körper. Geräusche, Unruhe und Licht werden vom Erkrankten nur schwer bis überhaupt nicht ertragen.

Das enthaltene Atropin wird auch in der Schulmedizin, besonders bei Augenuntersuchungen, verwendet. Die Eingabe in das Auge bewirkt eine Mydriasis, eine Weitstellung der Pupille. Wer das schon am eigenen Leib gespürt hat spürt die starke Kraft dieser Pflanze, die für längere Zeit die Sehkraft einschränkt.


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27. Januar 2008
Autor: Nicole

Die Homöopathie kennt nicht nur die Therapie durch Einzelmittel. Auf dem Markt gibt es eine ganze Reihe von kombinierten Arzneien, die sich besonders bei chronischen Krankheiten und solchen, mit sehr vielen Symptomen bewährt haben sollen.

Statue von Jörg Hahnemann © flickr / dbkingWie ich bei meiner Recherche erfahren habe, soll Hahnemann selbst die Anwendung von kombinierten Präparaten nie schriftlich fixiert, sich aber dennoch mit der Frage der komplexen Behandlung beschäftigt haben. In der Tat ist es äußerst fraglich, ob der Erfinder der Homöopathie selbst Komplexmittel angewendet hat. Aus einem Briefwechsel mit einem befreundeten Arzt soll nur hervorgehen, dass Hahnemann sich sehr für die Methode des Kollegen, zwei kombinierte homöopathische Arzneien zu verwenden interessiert hat. Über eine positive Äußerung und die reine Auseinandersetzung ging es scheinbar aber nicht hinaus. Hahnemann selbst benutzte zwar auch mehrere Mittel für bestimmte Krankheiten, doch tat er dies im Wechsel, also zeitlich versetzt. Als einer der Ersten mischte Emanuel Felke mehr als zwei Mittel zusammen. Er ist darüber hinaus bekannt dafür, die Irisdiagnostik erfunden zu haben und wird oft als “Lehm-Pastor” bezeichnet, weil er seine Patienten unter anderem in Lehmbrei baden ließ. Die fehlende schriftliche Auseinandersetzung Hahnemanns mit der Mischung homöopathischer Arzneien ist noch heute ein Grund dafür, dass einige Heilpraktiker der Methode kritisch bis ablehnend gegenüberstehen.
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