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Autor: Nicole Das Landgericht Mainz hat über die Klage des DZVhÄ gegen das ZDF entschieden. Der Deutsche Zentralverband homöopathischer Ärzte berichtet auf seiner Homepage über das Ergebnis.
Wie vor kurzem bekannt wurde, geht das ZDF aus dem Prozess als Gewinner hervor. Die Urteilsbegründung liege zwar noch nicht vor, die Klage wurde jedoch, so heißt es in den “Homöopathischen Nachrichten” des DZVhÄ, wegen eines Formfehlers abgewiesen. Wie schon vor Prozessbeginn vermutet, trug ein Umstand dazu bei: Die Aussage, „In keiner wissenschaftlichen Studie waren die homöopathischen Mittel wirksamer als die Placebos.“ (Homöopathische Nachrichten Januar/Februar 2008), die vom Verband homöopathischer Ärzte moniert wurde, betreffe keine natürliche Person und biete dementsprechend kein Recht auf eine Gegendarstellung.
Nach Angaben des DZVhÄ sollte diese vom ZDF gesendet werden und folgendermaßen lauten: „Diese Behauptung ist unrichtig. In zahlreichen, nach wissenschaftlichen Regeln durchgeführten Einzelstudien und auch in Metaanalysen konnte eine signifikante Überlegenheit homöopathischer Arzneimittel gegenüber Placebos nachgewiesen werden.“
Der Verband bedauert den Ausgang der Verhandlung sehr. Vor allem der Umstand, dass es hier nach Meinung des Vorstandes eine Lücke im Presserecht gäbe, die es zulasse, Dinge zu verunglimpfen, solange keine Namen genannt werden, ruft bei den Betroffenen Kritik hervor. Ganz nebenbei: Über die Aussage an sich wurde nicht verhandelt.
Autor: Nicole Abnehmen durch Homöopathie. Das klingt wie eine Symphonie in den Ohren derer, die sich willig Diäten stellen und doch immer wieder vom Jojo-Effekt eingeholt werden. Cefamadar soll dieses Wunder Wirklichkeit werden lassen.
Der Wirkstoff in dem homöopathischen Medikament Cefamadar wird aus dem Madarstrauch (Calotropis gigantea) gewonnen, der vor allem in Indien beheimatet ist.
Verwendung findet die getrocknete Rinde der Pflanze. Da kommen Konnotationen mit der indischen Lehre des Ayurveda auf. Auch Parallelen zur Phytomedizin lassen sich ziehen. Möglicherweise lässt dies weitere Keime der Hoffnung bei Gewichtsgeplagten sprießen. Cefamadar soll laut Angaben des Herstellers direkt im Gehir wirken und den Heißhunger stillen. Somit handelt es sich um einen “homöopathischen Appetitzügler”. In Tabletten- oder Tropfenform (letztere mit 72 Vol.-%!!) eingenommen, verschwindet so angeblich die Lust auf die bösen Dickmacher und - oh Wunder - man nimmt wie durch Zauberhand ab. Ganz so zauberhaft ist es denn aber doch nicht, denn auch der Hersteller gesteht auf seiner Homepage ein, dass man nicht allein durch das Präparat abnehmen kann. Vielmehr müsse auch vermehrt Bewegung in den Alltag integriert, sowie das Essverhalten umgestellt werden. Es ist anzunehmen, dass der eventuelle Gewichtsverlust dann eher von der neuen Lebensart, als von dem homöopathischen Helferlein herrührt.
Diese Annahme bestätigt der Blick in diverse Foren, in denen Diäterfahrungsberichte ausgetauscht werden. Die Erfolgsrate des Wirkstoffes allein scheint gering. Wer es trotzdem unbedingt ausprobieren möchte, kann 200 Tabletten für ungefähr 30 Euro erwerben. Das Geld sollte man meiner Meinung nach vielleicht lieber in eine Monatskarte für das Fitnessstudio investieren. Gesunde Ernährung ist ebenfalls billiger und in jedem Fall langfristiger in der Wirkung. Besonders bei übergewichtigen Kindern, die nach Angaben des Herstellers ab sechs Jahren die Tabletten schlucken dürfen, ist eine gesunde Ernährungsweise, vorgelebt durch die Eltern, meiner Meinung nach sehr viel nützlicher.
Autor: Nicole Unter dem Titel “Zeichen die heilen” findet im April am Ammersee eine Tagung statt, die sich mit der “Neuen Homöopathie” auseinandersetzt.
Die Grundlagen der Homöopathie sind ja hinlänglich bekannt. Neu ist mir die Abwandlung dieser Leitsätze Hahnemanns. Bei der Bewegung der “Neuen Homöopathie”, die von Erich Körbler (Elektrotechniker und Lebensenergie-Forscher) initiiert wurde, geht es um die Homöopathie als Informationsmedizin. Ein Bericht dazu:

“Sie verbindet die Traditionelle Chinesische Medizin mit den neuesten Erkenntnissen der Physik und der Radiästhesie und verzeichnet bei allen inzwischen aus ihr hervorgegangenen Schulen erstaunliche Heilerfolge. Hierbei werden Strichkombinationen und Symbole an bestimmten Punkten auf den Körpermeridianen aufgemalt, die Informationen umwandeln und somit das Schwingungsfeld und das gesamte Energiesystem wieder in Harmonie bringen.”
Zur unterstützenden Behandlung verwendet man “Heilwasser”, das bestimmte Informationen enthält. Das mutet äußerst ganzheitlich an, klingt für mich jedoch zunächst wie eine Mixtur aus Bach-Blüten (Informationen!), Phytomedizin und Hokuspokus, denn die richtigen Punkte auf dem Körper werden anhand einer Rute gefunden. Über die angesprochenen “erstaunlichen Heilerfolge” habe ich keine Studien gefunden. Es ist fraglich, ob diese, wahrscheinlich auf Laienhomöopathie ausgerichtete Behandlungsform das hart erkämpfte Ansehen der klassischen Homöopathie voranbringt. Ich denke sie ist viel eher ein gefundenes Fressen für naturwissenschaftlich-ausgerichtete Kritiker.
Autor: Nicole Belladonna ist eine homöopathische Arznei aus der Tollkirsche. Besonders ihre Wirkung bei Entzündungen und Fieber qualifiziert sie zu einem festen Bestandteil der Hausapotheke.
Die giftige Schwarze Tollkirsche (Atropa Belladonna) gehört zu den Nachtschattengewächsen. Ihr Beschwerdebild ist dem der Arznei Aconitum ähnlich, darum sollte man gerade hier besonders auf die Verwechslungsgefahr achten. Bei beiden Indikationen treten die Symptome sehr plötzlich und stark auf. Im Unterschied zu Aconitum, bei dem die Beschwerden durch besondere Angstzustände charakterisiert sind, herscht bei Belladonna das große Gefühl von Aggressivität vor. In minderen Ausprägungen kann sich dies auch durch einen Zustand der vermehrten Erregung äußern. Die Krankheiten, die auf die Arznei hindeuten sind Zahnschmerzen (die Stelle des Schmerzes ist rot vor Hitze und geschwollen), Angina, Erkältungen mit Fieber (auch Fieber als einzelnes Symptom) Arthritis, Scharlach, entzündliche Abzesse und Ohrenschmerzen. Der Betroffene schwitzt stark, hat feucht-glänzende Augen mit großen Pupillen und verfällt durch das Fieber manchmal in ein Delirium.
Schwellungen sind besonders rot und heiß. Die Hitze strahlt in den gesamten Körper. Geräusche, Unruhe und Licht werden vom Erkrankten nur schwer bis überhaupt nicht ertragen.
Das enthaltene Atropin wird auch in der Schulmedizin, besonders bei Augenuntersuchungen, verwendet. Die Eingabe in das Auge bewirkt eine Mydriasis, eine Weitstellung der Pupille. Wer das schon am eigenen Leib gespürt hat spürt die starke Kraft dieser Pflanze, die für längere Zeit die Sehkraft einschränkt.
Autor: Nicole Es gibt ja einige Dinge, die auf den ersten Blick nicht zusammenpassen. Öl und Wasser zum Beispiel, oder Homöopathie und Gesetzliche Krankenkassen. Als Hobbyköchin weiß ich: Öl und Wasser gehen doch zusammen. Man braucht nur ein Bindemittel. Funktioniert das auch bei unserem zweiten gegensätzlichen Wortpaar? Gibt es etwas, um diese beiden zusammenzuführen?
Ja, gibt es! Man muss nicht einmal zaubern können und rohe Gewalt ist auch nicht notwendig. Wie bei so vielen Dingen im Leben muss man auch hier nur wissen wie. Der deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) bietet eine kleine Broschüre zum Download an. Es wird verraten, wie man die Krankenkasse dazu bringen kann, Kosten für die homöopathische Behandlung zu erstatten. Eine Möglichkeit: Man schreibt sich beim Arzt in einen Teilnahmevertrag zur integrierten Versorgung ein. Denn der DZVhÄ schließt seit der Gesundheitsreform Verträge mit Ärzten und Krankenhäusern ab.
Gehört die eigene Krankenkasse zu denen, die an dieser integrierten Versorgung teilnehmen, ist schon eine Vorraussetzung erfüllt. Auch der Hausarzt muss sich dieser Vereinbarung angeschlossen haben. Et voilá, einiges wird zurückerstattet. Die zweite Möglichkeit ist eine private Zusatzversicherung, die für die Kosten der homöopathischen Behandlung aufkommt. Aber ich möchte bei dem Vertrag zur integrierten Versorgung stehen bleiben. Was genau wird denn in jedem Fall bezahlt? Dass der Patient alle zurückbekommt, ist natürlich utopisch.
Grundsätzlich, so der DZVhÄ, erstattet eine teilnehmende Kasse folgendes:
Medikamente werden nicht erstattet. Wer nicht mehr am Vertrag teilnehmen möchte, kann seinem Arzt dies schriftlich mitteilen. Bei der Wahl des Arztes sollte man auf seine Qualifizierung achten. Homöopathie lernt sich nicht mal eben auf die Schnelle. In den meisten Fällen absolvieren Mediziner eine Zusatzausbildung, die drei Jahre dauert. Besonders für chronisch kranke Menschen und auch bei leichten Beschwerden kann die integrative Versorgung zu einer echten Alternative werden.
Autor: Nicole Einige haben vielleicht schon davon gehört oder es mit eigenen Augen sehen können: Herr Bublath, der Vorzeige-Wissenschaftler des ZDF, hatte was zu sagen. Das ist an sich erstmal nicht weiter verwerflich, nur was der naturwissenschaftlich ausgerichtete Moderator da so preisgab, war schon erstaunlich.
Im September 2007 strahlte das ZDF eine Sendung über Alternativmedizin aus. Interessierte Zuschauer stellten sich auf eine wissenschaftlich-kritische Auseinandersetzung ein. Kritisch wohlgemerkt, nicht in der Tradition einer Propaganda gegen die Homöopathie und andere alternative Ansätze. Doch genau dieses Ziel schien Joachim Bublath anzustreben. Wie sonst soll sich der Interessierte Zuschauer erklären, dass da am Anfang der Sendung eine Reihe “Wunderheiler” vorgestellt und dekonstruiert wurden. Es folgte ein Abriss über Methoden wie “Klostermedizin” und Ayurveda, bevor dann die Homöopathie ihr Fett weg bekam. Unter anderem ging es auch um die Kontroverse, die nach dem Lancet-Artikel entstand. Jeder, der in irgendeiner Weise Interesse an der Homöopathie zeigt weiß auch von der Diskussion um den Placeboeffekt. Und dass die Lehren Hahnemanns unterschiedlich interpretiert werden, ist ein alter Hut. Dennoch, die Lobbyisten brachte die Sendung zur Weißglut, unangemessene Reaktionen waren die Folge.
Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) klagte gegen die Behauptung, die Homöopathie wirke nicht besser als jeder Placebo. Zumal diese wirklich pseudowissenschaftlich unterlegt war. Da wurde erklärt, die Homöopathie wirke bei Tieren nur, weil sie während der Behandlung erhöhte Zuwendung erfahren würden. Jeder, der einem Tier schon einmal ein Medikament, sei es homöopathisch oder nicht, einzuflößen versuchte, wird hier lauthals lachen. Wenn Zuwendung hier mit erhöhtem Stress gleichgesetzt wird, dann kuriert sich das Tier wohl eher dadurch. Homöopathische Arzneien wirken auch bei Kindern, die sich den Placeboeffekt nicht einbilden können. Auch auf dieses “Problem” weiß die Bublath´sche Redaktion natürlich eine Antwort: das Gehirn ist schuld. Ich möchte nicht missverstanden werden und bin immer offen für wissenschaftliche Auseinandersetzung. Aber bitte nicht, wenn man sich dabei selbst widerspricht, um Quote zu machen und Aufmerksamkeit zu erregen. Hinzu kommt die fragliche Einseitigkeit, die Unumstößlichkeit, mit der hier gehandelt wird, um sich zu profilieren.
Nun soll es am 1. Februar in Mainz endlich zu einem Abschluss kommen. In dem Gegendarstellungsverfahren gibt es nur ein Problem, dass der Homöopathielobby sauer aufstoßen wird. Eine Gegendarstellung beruht nämlich auf einer einfachen Grundlage: Eine Person, namentlich erwähnt, wird öffentlich falsch dargestellt, zitiert etc. Nun ist “die Homöopathie” auffällig weit von dieser Definition entfernt. Doch gerade das ist den Vertretern des DZVhÄ ein gehöriger Dorn im Auge. So argumentiert Lars Broder Stange, Vorsitzender des Vereins: „Wir halten es für eine Lücke im Presserecht, wenn beliebige falsche Behauptungen aufgestellt werden können, solange nur keine Namen genannt werden.“
Schon im Oktober war ein Richter während der ersten Verhandlung um eine Einigung bemüht. Vertreter der Homöopathie sollten in einer wissenschaftlichen Sendung zu Wort kommen und Fehlbehauptungen richtigstellen. Leider wurde der Termin kurzfristig gecancelt. Das ZDF hatte wohl besseres zu tun: die Mitschnitte der Sendung aus dem Netz nehmen und schonmal einen Nachfolger für Joachim Bublath suchen vielleicht. Dieser gibt nämlich, wie unlängst bekannt wurde, eine seiner Sendungen - “Abenteuer Forschung” - ab. Aus Altersgründen, wie der Sender verlauten lässt. Es muss nicht zwangsläufig miteinander zu tun haben, aber schon kurz nach dem ganzen Hype um die Sendung bemerkte der Moderator die mangelnde Unterstützung seines Senders: „Da haben sich einige offenbar erschreckt“, so seine Interpretation.
Wer die Sendung verpasst hat, kann sie hier nochmal sehen:
Autor: Nicole Die Homöopathie kennt nicht nur die Therapie durch Einzelmittel. Auf dem Markt gibt es eine ganze Reihe von kombinierten Arzneien, die sich besonders bei chronischen Krankheiten und solchen, mit sehr vielen Symptomen bewährt haben sollen.
Wie ich bei meiner Recherche erfahren habe, soll Hahnemann selbst die Anwendung von kombinierten Präparaten nie schriftlich fixiert, sich aber dennoch mit der Frage der komplexen Behandlung beschäftigt haben. In der Tat ist es äußerst fraglich, ob der Erfinder der Homöopathie selbst Komplexmittel angewendet hat. Aus einem Briefwechsel mit einem befreundeten Arzt soll nur hervorgehen, dass Hahnemann sich sehr für die Methode des Kollegen, zwei kombinierte homöopathische Arzneien zu verwenden interessiert hat. Über eine positive Äußerung und die reine Auseinandersetzung ging es scheinbar aber nicht hinaus. Hahnemann selbst benutzte zwar auch mehrere Mittel für bestimmte Krankheiten, doch tat er dies im Wechsel, also zeitlich versetzt. Als einer der Ersten mischte Emanuel Felke mehr als zwei Mittel zusammen. Er ist darüber hinaus bekannt dafür, die Irisdiagnostik erfunden zu haben und wird oft als “Lehm-Pastor” bezeichnet, weil er seine Patienten unter anderem in Lehmbrei baden ließ. Die fehlende schriftliche Auseinandersetzung Hahnemanns mit der Mischung homöopathischer Arzneien ist noch heute ein Grund dafür, dass einige Heilpraktiker der Methode kritisch bis ablehnend gegenüberstehen.
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Autor: Nicole Gratis-Geschenke sind immer wieder ganz nett, aber meistens auch mehr oder minder nutzlos. Umso mehr freute ich mich über ein kleines Heftchen, das ich in meiner Apotheke fand.
Es handelt sich dabei um eine 16-seitige Broschüre zum Thema Homöopathie vom Verlag GU. Hier geht es marketingtechnisch zwar darum, Kunden auf die Bücher aufmerksam zu machen, die zum Thema erschienen sind, doch es steckt trotzdem Gebrauchswert in dem kleinen Heftchen. Es enthält Auszüge aus dem homöopathischen Lexikon des Verlags, die sich mit den kleinen Wehwehchen des Alltags befassen. Grafisch wunderbar aufbereitet findet der interessierte Leser hier eine kleine Einführung und die Möglichkeit, zu den häufigsten Beschwerdebildern relativ problemlos die passende Arznei zu finden.
Selbst auf Einnahmehinweise hat man nicht verzichtet. Eingeteilt nach den verschiedenen Bereichen des Körpers findet man Medikamente gegen Erkältungen, Schlafstörungen, Hautprobleme und vielem mehr. Neben hier schon vorgestellten Mitteln wie beispielsweise Euphrasia, Allium Cepa und Aconitum werden auch Schüßler-Salze empfohlen. Die Symptome sind gut gegliedert und somit einfach zu charakterisieren. Eine wirklich schöne Idee und gleichzeitig eine sehr gute Anregung, sich vertiefend mit dem Thema zu befassen. Wer schnell ist kann vielleicht noch ein Exemplar ergattern.
Autor: Nicole Wie das Magazin “Naturheilkunde und Gesundheit” in der Januar-Ausgabe berichtet, kann man mit homöopathischen Mitteln dem “Burn-Out-Syndrom” entgegenwirken. Die psychische und körperliche Erschöpfung wird immer wieder bei Menschen festgestellt, die sich einer zu großen Belastung aussetzen. In der heutigen Gesellschaft, die geradezu auf Erfolg und Leistung getrimmt ist, wird die Krankheit zum zunehmenden Problem.
Warnsignale![]()
Viele Menschen leiden zunächst unter psychischen Belastungen: Stress, zu großer Leistungsdruck, Streit oder Komplikationen in der Partnerschaft können den Erschöpfungszustand provozieren oder verstärken. In der Folge wirkt sich dieser Umstand auch auf die körperliche Gesundheit aus. Es kommt oft zu Ein- oder Durchschlafproblemen, starken Kopfschmerzen, Ohrgeräuschen, erhöhtem Blutdruck und auch zu Rückenschmerzen und Konzentrations-Schwierigkeiten. Betroffene merken, dass Psyche und Körper die geforderte Leistung nicht mehr erbringen können. Sie fühlen sich, als hätten sie versagt.
Was kann helfen?
Die Fachzeitschrift empfiehlt verschiedene hömöopathische Mittel, die man durchaus auch für andere Beschwerden in der Hausapotheke aufbewahren kann. So hilft Pulsatilla D12, die Küchenschelle, im Falle des Burn-Out gegen Verstimmungen und Stimmungsschwankungen. Gerade bei Kindern hat es sich daneben auch gegen Erkältung, Angina, Ohrenschmerzen, Mandelentzündungen und Fieber bewährt. Auch Aurum metallicum D12 unterstützt die Psyche, wenn sich Betroffene dem Gefühl des Versagens nicht entziehen können und niedergeschlagen oder depressiv sind. Für Frauen, die unter der Doppelbelastung Familie-Karriere leiden, wird Helonias dioica D6 empfohlen, da es sich besonders auf den weiblichen Hormonhaushalt auswirkt. Fehlende Kraft und geringer Antrieb verlangen nach Acidum phoshoricum D6, besonders dann, wenn die Symptome durch Sorgen oder falsche, weil zu stressige, Lebensweise entstanden sind.
Dosierung
Sind die Symptome akut, können die Arzneien drei- bis fünfmal täglich eingenommen werden. Eine Ausnahme bildet Aurum metallicum, das Betroffene zweimal täglich zu sich nehmen. Wenn die Beschwerden sich verringern, so passt man auch die Dosis an (mindestens um die Hälfte reduzieren). Je nach Stärke klingen die Erschöpfungssymptome schneller oder langsamer ab. Die maximale Einnahmezeit beträgt jedoch 3 Wochen. Stellt sich keine Verbesserung ein, sollte unbedingt ein Heilpraktiker oder Arzt zu Rate gezogen werden.
Begleitmaßnahmen![]()
Als unterstützende Therapie sollte man zudem auch über eine Einnahme von Bach-Blüten nachdenken, die ja bekanntlich bei psychischen Problemen eingesetzt werden. So kann beispielsweise Mimulus, eine Essenz die auch in der Mischung gegen Prüfungsangst vorkommt, bei Versagensängsten helfen. Außerdem ist es wichtig, dem Problem auf den Grund zu gehen. Man kann öfter Pausen einlegen und sich Freiräume schaffen. Durch ganzheitliche Entspannungstechniken oder Massagen lernt man, Ruhe wieder genießen zu können und sie für den Alltag zu nutzen.
Autor: Nicole Schnupfen kann, gerade in der kalten Jahreszeit, den Körper komplett lahm legen. Die Möglichkeiten ihn zu lindern und die Heilung zu unterstützen sind vielfältig. Homöopathie, Schüßler-Salze und Pflanzenheilkunde halten unterschiedliche Arzneien bereit.
Homöopathische Möglichkeiten
Die Homöopathie hält, je nach Ursache und Auswirkung der Erkältung, viele Mittel bereit. An dieser Stelle können nicht alle Symptome aufgeführt werden, die wichtigsten und häufigsten sollen jedoch nicht ungenannt bleiben. Für mehr Informationen und eine genaue Bestimmung, sollten ein Ratgeber oder besser gleich ein homöopathischer Arzt oder Heilkundler befragt werden. Das Problem bei der richtigen Mittelwahl für Erkältungskrankheiten ist nämlich, dass oft viele Symptome gleichzeitig auftreten.
Sind die Beschwerden plötzlich und heftig aufgetreten und vor allem durch Abkühlung, Zugluft oder kaltem trockenen Wind entstanden, ist in der Anfangsphase Aconitum (bitte zur Charakteristik und weiteren Bestimmung anklicken) das Mittel der Wahl. Bei scharfem, wässrigen Nasenfluss und vergleichsweise mildem Tränenfluss, wenn sich die Beschwerden im Freien verbessern, ein rohes Gefühl die Nase beherrscht und die Erkältung bei mildem und feuchtem Wetter aufgetreten ist, hilft oft Allium Cepa. Euphrasia wird oft bei Erkältungen mit gleichzeitiger Bindehautentzündung eingesetzt. Menschen, die sich viel in klimatisierten Räumen aufhalten und daher, besonders im Sommer, oft erkältet sind, sollten es mit Dulcamara versuchen. Hier sind die Beschwerden durch einen Übergang vom Kalten ind Warme entstanden und gehen oft sehr auf die Augen. Der Nasenfluss ist schleimig, dick und gelb.
Schüßler-Salze
Auch die Biochemie behandelt Erkältungen nach ihren vordringlichen Symptomen. Sind die Schleimhäute durch schmerzhafte Entzündungen gerötet, ist Ferrum phosphoricum angezeigt. Bei Ablagerungen auf Zunge und Mund, die weißlich erscheinen, versucht man es mit Kalium chloratum. Natrium chloratum hilft bei Erkältungen, die mit durchsichtigen, schleimigen Bläschen auf der Zunge und auch auf der Mundschleimhaut einhergehen. Alle anderen Fälle werden mit dem “Entzündungsschema” behandelt.
Pflanzenheilkunde
Hier möchte ich vor allem auf die Erkenntnisse Hildegards von Bingen eingehen. Sie beschreibt in ihrem Werk “Heilwissen” den Schnupfen in Ursache und Behandlung. Demnach entsteht er aus einem Eindringen verschiedener Elemente und Wirbel der Luft in das Gehirn. Dies bedingt den Ausfluss von Säften, Nase und Kehle werden von Schleim belagert, der sich zusammenzieht und austritt. Dieser Abfluss ist eine Reinigung und sollte nach Meinung der mittelalterlichen Äbtissin unterstützt werden. Dazu nimmt man einen Teil Fenchel und vier Teile Dill. Diese Kräuter sollen auf einer heißen Platte erwärmt und die Dämpfe inhaliert werden. Die Kräuter soll man im Anschluss mit Brot essen. Diese Vorgehensweise sollte der Erkrankte vier bis fünf Tage durchhalten. Nun ist das Erwärmen meiner Meinung nach für die Meisten nicht unbedingt praktizierbar. Wir haben selten heiße Platten oder Ziegelsteine im Haus. Was man aber tun kann, ist den Dill und den Fenchel als Tee zu trinken. Beide haben darüber hinaus noch heilende Wirkung auf die Verdauung. Der Dill wird auch als Beruhigungsmittel eingesetzt und fördert den Appetit. Bei Erkältungen nicht unbedingt das Schlechteste, um wieder zu Kräften zu kommen.
Hausmittel
Aus eigener Erfahrung kann ich Zwiebel und Knoblauch in Kombination mit Ruhe und Vitaminen empfehlen. Wenn ich erkältet bin, setze ich zunächst einen Zwiebelsaft an. Dazu einfach ein bis zwei Knollen zerkleinern, mit Zucker bestreuen und dann über nacht zugedeckt ziehen lassen. Am nächsten Morgen kann man den ausgetretenen Saft trinken. Das schmeckt im übrigen besser, als es sich liest.
Der Knoblauch, der ja ebenso wie die Zwiebel für seine antibakterielle Wirkung bekannt ist, macht sich gut in einer Suppe. Ich nehme passierte Tomaten, die ich mit Salbei, Rosmarin, Salz und Pfeffer würze. Salbei wirkt auch antiseptisch und antibakteriell. Er hilft vor allem gegen Entzündungen im Hals, weswegen ich ihn auch als Tee trinke. Zum Schluss kommen mehrere Knoblauchzehen, in Scheiben geschnitten, in die Suppe. Sie werden kurz mitgegart, damit sie etwas durchziehen können. Daneben presse ich mir etwas frischen Orangensaft, inhaliere mit Salzwasser und esse besonders viel frisches Obst und Gemüse. Meine letzte Erkältung habe ich so innerhalb von drei Tagen weitestgehend überstanden.