Kneippkur

15. Juli 2012
Autor: Nadine

Mit Wechselduschen kann man sich nicht nur vitalisieren, sondern auch das eigene Immunsystem abhärten.

Wechselduschen © NadineGanz normales Wasser ist für uns nicht nur lebensnotwendig, sondern kann auch als angenehm erfrischendes Element fungieren, etwa in Form eines kühlen Drinks wie beispielsweise Ginger Ale. Äußerlich angewendet kann Wasser ebenfalls vitalisierend wirken – zum Beispiel in Gestalt von Wechselduschen.

Wechselduschen: Mehr als einfach nur belebend

Wechselduschen sind aber weit mehr als ‘nur’ eine erfrischende Erfahrung. Das Abbrausen des Körpers mit abwechselnd warm und kalt temperiertem Wasser soll darüber hinaus positive Effekte auf das Immunsystem haben. Dies wurde sogar mittels Studien bewiesen: Wie zum Beispiel hier nachgelesen werden kann, lässt sich mit Hilfe von regelmäßigen Wechselduschen die Anfälligkeit für Infekte wie z.B. Erkältungen senken. Darüber hinaus sollen die Warm-Kalt-Anwendungen auch eine positive Auswirkung auf die Haut und die Blutgefäße haben. Meist werden Wechselduschen zu Beginn als unangenehm empfunden. In der Regel gewöhnt man sich nach einigen Tagen aber an die Prozedur. Wer allerdings Herz- bzw. Kreislaufprobleme hat, sollte vor der Nutzung von Wechselduschen unbedingt einen Arzt konsultieren. Weiterlesen »

5. Juli 2012
Autor: Nadine

Ganz normales Wasser aus der Leitung kann als probates Mittel zur Vitalisierung und Immunsystem-Stärkung verwendet werden, und zwar sowohl innerlich als auch äußerlich. Vor allem im Sommer ist das erfrischende Hausmittel ein Segen.

Wasser - Wechselduschen © NadineWas wären wir eigentlich ohne Wasser? Die einfache Antwort lautet: Nichts. Wasser ist Leben. Ohne Wasser würden wir gar nicht existieren. Und da unsere Körper zum Großteil aus Wasser bestehen, müssen wir auch immer wieder kräftig ‘nachtanken’.

Wasser – Innerlich wie äußerlich von Bedeutung

Ungefähr zwei bis drei Liter Wasser sollten wir über den Tag verteilt trinken, um uns körperlich und geistig fit zu halten. An besonders heißen Sommertagen darf es ruhig mal etwas mehr sein. Trinken wir zu wenig, riskieren wir beispielsweise nicht nur Kreislaufbeschwerden und Muskelkrämpfe, sondern auch einen fahlen Teint und rissige Haut. Darüber hinaus sind unter anderem Kopfschmerzen und Konzentrationsschwäche möglich. Doch nicht nur innerlich kann Wasser in optimaler Dosierung quasi als ‘Vorbeuge-Hausmittel‘ angewandt werden. Auch äußerlich vermag es gewisse Fähigkeiten zu haben. So nutzte beispielsweise der auch als „Wasserdoktor“ bekannte Priester Sebastian Anton Kneipp das Baden im eiskalten Nass, um gegen seine Tuberkulose vorzugehen und schwor danach immer wieder auf Maßnahmen der Hydrotherapie. Weiterlesen »

31. Oktober 2011
Autor: Nicole

Bad Wörishofen war der erste Kneippkurort. Hierher brachte Sebastian Kneipp seine Entdeckungen über die heilende Kraft des Wassers und hier entwickelte er seine Lehre, die heute in vielen offiziellen Kneippkurorten angewandt wird.

Der Kurort Bad Wörishofen liegt im Schwabenland im Landkreis Unterallgäu. Hier, ganz im Süden von Deutschland, wirkte Sebastian Kneipp lange Zeit als Geistlicher und entwickelte seine berühmte Kneippkur, die heute wieder viele Besucher in diese Gegend zieht. Das ganze Jahr über werden in Bad Wörishofen Wasser-Behandlungen durchgeführt, speziell entwickelte Ernährungskonzepte und Wissenswertes über die Heilkraft von Kräutern vermittelt und Massagen angeboten, die für Erholung und Entspannung sorgen.
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4. September 2008
Autor: Nicole

Viele Therapien, allen voran Hydro- und Balneotherapie, nutzen die Kraft des Wassers, um Krankheiten zu heilen, ihnen vorzubeugen oder sie zu lindern.

Wasser spendet Leben. jenny downing © Flickr

Dabei spielt in der Regel Heil-oder Quellwasser eine ganz besondere Rolle. Die Begriffe sind nicht zufällig gewählt, sondern gehören zu den vier Kategorien, in die trinkbares Wasser in  Deutschland eingeteilt wird. Wird also ausdrücklich “Natürliches Heilwasser”  in einer Kur verwendet, muss dies einige Kriterien erfüllen. Als “natürlich” gilt Wasser, wenn es seine ursprünglichen Inhaltsstoffe beim Abfüllen behält, der Flüssigkeit also nichts zugesetzt, aber auch nichts entzogen wird. Natürliches Heilwasser muss am Quellort abgefüllt werden. Die unterirdische Quelle selbst darf nicht verunreinigt sein und muss durch eine unabhängige Institution zur Heilquelle erklärt werden. Wichtig sind dafür vor allem die Inhaltsstoffe (viele Spurenelemente und Mineralien), denn schließlich ist Heilwasser ein Instrument zur Behandlung vieler Krankheiten.

Lampeduza © FlickrSoll das Wasser eine Kur unterstützen, muss es also als “Natürliches Heilwasser” deklariert sein. Die Bezeichnung “Quellwasser” klingt zwar wie ein Äquivalent, sie ist es aber nicht, da diese Wasserkategorie weder von Natur aus rein, noch amtlich in irgendeiner Weise anerkannt sein muss. Auch die Inhaltsstoffe spielen hier eher eine untergeordnete Rolle, da einzige das Kriterium der Trinkwasserqualität erfüllt sein muss. Bekannte Heilwasser-Marken findet man hier.

Quellen: Naturheilkunde und Gesundheit 07/2008, Wikipedia

31. August 2008
Autor: Nicole

Sich freiwillig einer radioaktiven Strahlung aussetzen um sich von Schmerzen und Entzündungen zu befreien: Das klingt nach einer ebenso neumodischen wie gefährlichen Sache. In Wirklichkeit ist diese Therapieform nicht so neu wie es auf den ersten Blick scheint. Ob sie gefährlich ist? Nun, darüber gibt es mehrere Meinungen.

Zunächst einmal zum Ablauf: Was passiert bei einer Radon-Kur?

Radon-Therapie: Durchführung und Risiken Foto by Per Ola Wiberg (former ponanwi and Powi) © Flickr

Da diese Kurform der Balneotherapie zugeschrieben wird, muss man sich an den Anwendungen orientieren, die typisch dafür sind: Wasser aus Quellen mit besonderen, natürlichen Inhaltsstoffen – in diesem Fall Radon – wird getrunken, verdampft und inhaliert und für Bäder verwendet. Oft verfügen entsprechende Kurort über Stollen, also Hohlräume in Bergen, in denen das radioaktive Edelgas in der Luft besonders hoch konzentriert ist. Radon wird in diesem Fall über die Haut und/ oder die Atmung aufgenommen. Es gibt aber auch Anwendungen, bei denen das Radon-Wasser Weiterlesen »

11. August 2008
Autor: Nicole

Radon ist ein Edelgas, das weder Geruch noch Farbe besitzt. Soweit, so gut. Wer in der Schule im Fach Chemie gut aufgepasst hat weiß darüber hinaus, das Radon radioaktiv ist.

Umso verblüffender mag es nun erscheinen, dass Radon, dass aus dem Metall Radium entsteht, welches wiederum in der Erdrinde zu finden ist, einen Beitrag in diesem Blog erhält. Nein, wir haben nicht unseren Fokus von Alternativmedizin auf Chemie verlagert: Radon wird tatsächlich in der Balneotherapie als Heilmittel eingesetzt. Wer sich in diesem Zusammenhang nun an Hydrotherapie erinnert, liegt gar nicht so falsch: Beide Therapie- bzw. Kurformen sind u.a. Eckpfeiler der Kneipp-Kur.

Radonquellen sollen Krankheiten heilen. Hamed Saber © Flickr

Während aber die Hydrotherapie sich einzig auf die Heilkraft des Wassers in allen Aggregatszuständen konzentriert, basiert die Balneotherapie auf Anwendungen mit ganz besonderem Wasser Weiterlesen »

4. Mai 2008
Autor: Nicole

Krampfadern sind oft ein Produkt moderner Lebensweise: Wenig Bewegung, Arbeit überwiegend im Sitzen und ungesunde Ernährung begünstigen das entstehen der so genannten “Varikose”.

Neben ungesunder Lebensführung, gehören auch Faktoren wie Schwangerschaft und genetische Dispositionen zu den Ursachen der unschönen, verknoteten und oberflächlichen Venen. Frauen sind öfter betroffen als Männer. Neben dem ästhetischen Aspekt ist die Varikose aber auch eine ernst zunehmende Krankheit, die weitere Symptome hervorrufen kann: Dazu gehören beispielsweise die Bildung von Blutgerinnseln (Thrombose), in dessen Folge es zu Lungenembolie kommen kann und die Entwicklung von Ödemen. Im schlimmsten Fall kann es zu einem so genannten “offenen Bein” kommen.

Rosskastanie BxExAxTxE © FlickrAngesichts dieser schweren Komplikationen sollte die Vorsorge nicht vernachlässigt werden. Dazu bedarf es keiner Medikamente, sondern einfach nur einigen Veränderungen im Lebenswandel. Ausreichend Sport ist der Anfang. Bewegungsarten wie Yoga oder Schwimmen sind zum Beispiel bestens geeignet. Darüber hinaus sollte die Ernährung auf Vollkornprodukte (Brot, Reis, Nudeln), mehrfach ungesättigte Fettsäuren (z.B. in Oliven- und Rapsöl), viel frisches Gemüse und Obst umgestellt werden. Wenig Alkohol und dafür reichlich Wasser tun ihr übriges. Darüber hinaus können auch Kneipp´sche Güsse und Bäder, sowie das bekannt Wassertreten vorbeugen, weil hier die Gefäße durch Temperaturreize zusammengezogen werden und sich danach wieder entspannen. Das kommt einem Fitnessprogramm für die Venen und Arterien gleich.

Hamamelis virginiana gripspix @ FlickrDie Naturheilkunde kann im Anfangsstadium ebenfalls gut Dienste erweisen. Um die krankhafte Venenerweiterung zu mildern, eignet sich Rosskastanie. Sie wirkt gleichzeitig auf die Leber. Produkte mit Rosskastanie werden äußerlich angewendet. Innerlich kann hingegen die Hamamelis verwendet werden. Ihr lateinischer Name ist “Hamamelis virginiana”, sie gehört zur Familie der Hamamelisgewächse und ist auch unter dem Namen “Zaubernuss” bekannt. Sie enthält Gerbstoffe, die bei Schleimhautentzündungen, leichten Hautverletzungen und eben auch bei Krampfadern und Hämorrhoiden helfen.

21. April 2008
Autor: Nicole

Badezusätze sind bei Beschwerden sehr beliebt und oft auch wirkungsvoll. Trotzdem handelt es sich um Arzneien, auch wenn diese nicht innerlich, sondern nur äußerlich verwendet werden.

Zed.Cat © FlickrGrundsätzlich darf nicht Jeder bedenkenlos Voll- oder Teilbäder mit Zusätzen verwenden. Wer Entzündungen der Haut oder frische Narben hat, sollte ebenso darauf verzichten wie Jene, die unter Herz-Kreislaufkrankheiten leiden oder prädestiniert für Embolien sind. Die Temperatur kann unterschiedlich gewählt werden. Bei Vollbädern empfehlen sich mindestens 33° C. Im Sinne der Hydrotherapie können jedoch auch Bäder durchgeführt werden, bei denen die Temperatur langsam erhöht wird. Um eine optimale Wirkung zu erzielen, sollte das Bad nicht länger als 20 Minuten dauern. Danach muss eine Ruhephase eingeplant werden, damit der Körper sich akklimatisieren kann. Grundsätzlich gilt: Je wärmer das Bad, desto länger die Ruhepause. Mindestens 20 Minuten bei normal temperierten, bis hin zu einer vollen Stunde bei sehr heißen Bädern werden empfohlen.

Kräuterbäder leisten gute Dienste. Lara Ferroni @ FlickrZusätze sind zuhauf im Handel erhältlich. Sehr schonend für die Haut sind solche, die rückfettend wirken. Aber auch bei nicht-rückfettenden Badezusätzen kann man die Haut pflegen, indem man sie nach dem Bad mit einer guten Lotion versorgt. Zudem können Heilbäder auch selbst hergestellt werden. Natürliche Mittel, wie beispielsweise Kräuter, finden sich im Garten und in der freien Natur.
Eine sehr informative Liste von Badezusätzen aus dem phytomedizinischen Bereich findet man hier.
Neben der Wirkung werden auch Rezepte weitervermittelt, ein Klick lohnt sich, gerade im Falle alltäglicher Beschwerden.

20. April 2008
Autor: Nicole

Eine Kur zu machen ist wunderbar, wenn Zeit und Muße es zulassen.
Einige hydrotherapeutische Anwendungen kann man aber auch zu Hause durchführen.

Bäder, sowohl als Teil- als auch in Form von Vollbädern gehören zum Beispiel zu diesen Anwendungen. Die Temperatur kann wechseln, konstant warm oder kühl bleiben oder auch ansteigen. Wer sich abhärten möchte, kann auch auf die Dusche zurückgreifen. Die guten alten Wechselduschen sind zwar anfangs etwas unangenehm, erfüllen aber durchaus ihren Zweck und helfen gerade im Winter, den Körper und die Immunabwehr zu stärken. Außerdem wirken sie sich positiv auf den Kreislauf aus und lassen Müdigkeit keine Chance. Um wieder neuen Schwung zu bekommen und der Frühjahrsmüdigkeit entgegen zu wirken, eignen sich auch Armbäder mit kaltem Wasser. Wer unter Kreislaufproblemen oder ständig kalten Füßen leidet, kann warme oder wechselnd temperierte Fußbäder nutzen, um die Durchblutung der Gefäße anzuregen. Mit entsprechenden Zusätzen im Wasser, beispielsweise Rosmarin, haben derartige Anwendungen auch einen entspannenden wie pflegenden Nebeneffekt für strapazierte Füße. Zudem können grippale Infekte und auch Kopfschmerzen gelindert werden.

s-a-m © Flickr

Auch die aus der Kneipp-Kur bekannten Güsse können selbst durchgeführt werden, zum Beispiel bei Verspannungen oder Krampfadern. Man benutzt etwa 15 Grad Celsius kaltes Wasser, das in einem Strahl auf die entsprechenden Körperteile gerichtet wird. Der Strahl darf dabei nicht zu hohen Druck haben und sollte die Haut leicht ummänteln. Nach der Behandlung wird das Wasser nicht abgetrocknet, sondern nur kurz abgestreift.

19. April 2008
Autor: Nicole

Wasser, das wusste nicht nur Sebastian Kneipp, hat heilende Eigenschaften, wenn es richtig eingesetzt wird. Die Hydrotherapie nutzt die Heilerkenntnisse zur Behandlung und Vorbeugung vieler Beschwerden.

Die Therapie nutzt Wasser in kalter und warmer Form und als Eis oder Dampf. Den größten Effekt, das wird hier ersichtlich, verursachen also die unterschiedlichen Temperatureinflüsse auf den Körper. Dabei kommen Wickel zur Anwendung, aber auch Waschungen, Dampfbäder, Güsse und Bäder. Letztere kennt die Hydrotherapie in zwei Varianten: Solche Bäder, die den ganzen Körper einbeziehen (Vollbäder) oder solche, die nur bestimmte Körperteile erreichen sollen (Teilbäder). Eine sehr bekannte Form der Hydrotherapie ist auch das Wassertreten, das fester Bestandteil der Kneipp-Kur ist.

Hydrotherapie wird am Meer durchgeführt. MR+G © Flickr

Die Behandlungen wirken sich vor allem auf die Durchblutung des Körpers aus, die durch das Zusammenziehen und Erweitern der Venen verstärkt wird. Dies führt zu einer abhärtenden Wirkung. Das bedeutet, der Körper kann besser mit Umwelteinflüssen umgehen und erfährt eine Stärkung der Immunabwehr. Die Hydrotherapie wird aber auch bei vielen chronischen Erkrankungen eingesetzt. Darüber hinaus können bestimmte Anwendungen auch munter machen, Müdigkeit vertreiben und helfen, Stress abzubauen.

Die Hydrotherapie ist übrigens nicht mit der Balneotherapie zu verwechseln, obwohl diese Behandlungsform auch die Kraft des Wassers nutzt. In der Balneotherapie geht es jedoch um besonderes Wasser, nämlich das aus Heilquellen. Außerdem werden auch Trinkkuren, Heilgase und Inhalationen verwendet. In der Kneippschen Lehre bilden Hydro- und Balneotherpie einen wichtigen Eckpfeiler der Behandlung.

Bestimmte Personen dürfen hydrotherapeutische Anwendungen nur nach Rücksprache mit dem Arzt vornehmen. Dazu gehören Menschen, die unter Kreislaufproblemen leiden oder Herzbeschwerden haben.

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