Alternative Medizin, Homöopathie & Therapien

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Kneippkur

4. September 2008
Autor: Nicole

Viele Therapien, allen voran Hydro- und Balneotherapie, nutzen die Kraft des Wassers, um Krankheiten zu heilen, ihnen vorzubeugen oder sie zu lindern.

Wasser spendet Leben. jenny downing © Flickr

Dabei spielt in der Regel Heil-oder Quellwasser eine ganz besondere Rolle. Die Begriffe sind nicht zufällig gewählt, sondern gehören zu den vier Kategorien, in die trinkbares Wasser in  Deutschland eingeteilt wird. Wird also ausdrücklich “Natürliches Heilwasser”  in einer Kur verwendet, muss dies einige Kriterien erfüllen. Als “natürlich” gilt Wasser, wenn es seine ursprünglichen Inhaltsstoffe beim Abfüllen behält, der Flüssigkeit also nichts zugesetzt, aber auch nichts entzogen wird. Natürliches Heilwasser muss am Quellort abgefüllt werden. Die unterirdische Quelle selbst darf nicht verunreinigt sein und muss durch eine unabhängige Institution zur Heilquelle erklärt werden. Wichtig sind dafür vor allem die Inhaltsstoffe (viele Spurenelemente und Mineralien), denn schließlich ist Heilwasser ein Instrument zur Behandlung vieler Krankheiten.

Lampeduza © FlickrSoll das Wasser eine Kur unterstützen, muss es also als “Natürliches Heilwasser” deklariert sein. Die Bezeichnung “Quellwasser” klingt zwar wie ein Äquivalent, sie ist es aber nicht, da diese Wasserkategorie weder von Natur aus rein, noch amtlich in irgendeiner Weise anerkannt sein muss. Auch die Inhaltsstoffe spielen hier eher eine untergeordnete Rolle, da einzige das Kriterium der Trinkwasserqualität erfüllt sein muss. Bekannte Heilwasser-Marken findet man hier.

Quellen: Naturheilkunde und Gesundheit 07/2008, Wikipedia


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31. August 2008
Autor: Nicole

Sich freiwillig einer radioaktiven Strahlung aussetzen um sich von Schmerzen und Entzündungen zu befreien: Das klingt nach einer ebenso neumodischen wie gefährlichen Sache. In Wirklichkeit ist diese Therapieform nicht so neu wie es auf den ersten Blick scheint. Ob sie gefährlich ist? Nun, darüber gibt es mehrere Meinungen.

Zunächst einmal zum Ablauf: Was passiert bei einer Radon-Kur?

Radon-Therapie: Durchführung und Risiken Foto by Per Ola Wiberg (former ponanwi and Powi) © Flickr

Da diese Kurform der Balneotherapie zugeschrieben wird, muss man sich an den Anwendungen orientieren, die typisch dafür sind: Wasser aus Quellen mit besonderen, natürlichen Inhaltsstoffen - in diesem Fall Radon - wird getrunken, verdampft und inhaliert und für Bäder verwendet. Oft verfügen entsprechende Kurort über Stollen, also Hohlräume in Bergen, in denen das radioaktive Edelgas in der Luft besonders hoch konzentriert ist. Radon wird in diesem Fall über die Haut und/ oder die Atmung aufgenommen. Es gibt aber auch Anwendungen, bei denen das Radon-Wasser weiter Lesen »


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11. August 2008
Autor: Nicole

Radon ist ein Edelgas, das weder Geruch noch Farbe besitzt. Soweit, so gut. Wer in der Schule im Fach Chemie gut aufgepasst hat weiß darüber hinaus, das Radon radioaktiv ist.

Umso verblüffender mag es nun erscheinen, dass Radon, dass aus dem Metall Radium entsteht, welches wiederum in der Erdrinde zu finden ist, einen Beitrag in diesem Blog erhält. Nein, wir haben nicht unseren Fokus von Alternativmedizin auf Chemie verlagert: Radon wird tatsächlich in der Balneotherapie als Heilmittel eingesetzt. Wer sich in diesem Zusammenhang nun an Hydrotherapie erinnert, liegt gar nicht so falsch: Beide Therapie- bzw. Kurformen sind u.a. Eckpfeiler der Kneipp-Kur.

Radonquellen sollen Krankheiten heilen. Hamed Saber © Flickr

Während aber die Hydrotherapie sich einzig auf die Heilkraft des Wassers in allen Aggregatszuständen konzentriert, basiert die Balneotherapie auf Anwendungen mit ganz besonderem Wasser weiter Lesen »


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4. Mai 2008
Autor: Nicole

Krampfadern sind oft ein Produkt moderner Lebensweise: Wenig Bewegung, Arbeit überwiegend im Sitzen und ungesunde Ernährung begünstigen das entstehen der so genannten “Varikose”.

Neben ungesunder Lebensführung, gehören auch Faktoren wie Schwangerschaft und genetische Dispositionen zu den Ursachen der unschönen, verknoteten und oberflächlichen Venen. Frauen sind öfter betroffen als Männer. Neben dem ästhetischen Aspekt ist die Varikose aber auch eine ernst zunehmende Krankheit, die weitere Symptome hervorrufen kann: Dazu gehören beispielsweise die Bildung von Blutgerinnseln (Thrombose), in dessen Folge es zu Lungenembolie kommen kann und die Entwicklung von Ödemen. Im schlimmsten Fall kann es zu einem so genannten “offenen Bein” kommen.

Rosskastanie BxExAxTxE © FlickrAngesichts dieser schweren Komplikationen sollte die Vorsorge nicht vernachlässigt werden. Dazu bedarf es keiner Medikamente, sondern einfach nur einigen Veränderungen im Lebenswandel. Ausreichend Sport ist der Anfang. Bewegungsarten wie Yoga oder Schwimmen sind zum Beispiel bestens geeignet. Darüber hinaus sollte die Ernährung auf Vollkornprodukte (Brot, Reis, Nudeln), mehrfach ungesättigte Fettsäuren (z.B. in Oliven- und Rapsöl), viel frisches Gemüse und Obst umgestellt werden. Wenig Alkohol und dafür reichlich Wasser tun ihr übriges. Darüber hinaus können auch Kneipp´sche Güsse und Bäder, sowie das bekannt Wassertreten vorbeugen, weil hier die Gefäße durch Temperaturreize zusammengezogen werden und sich danach wieder entspannen. Das kommt einem Fitnessprogramm für die Venen und Arterien gleich.

Hamamelis virginiana gripspix @ FlickrDie Naturheilkunde kann im Anfangsstadium ebenfalls gut Dienste erweisen. Um die krankhafte Venenerweiterung zu mildern, eignet sich Rosskastanie. Sie wirkt gleichzeitig auf die Leber. Produkte mit Rosskastanie werden äußerlich angewendet. Innerlich kann hingegen die Hamamelis verwendet werden. Ihr lateinischer Name ist “Hamamelis virginiana”, sie gehört zur Familie der Hamamelisgewächse und ist auch unter dem Namen “Zaubernuss” bekannt. Sie enthält Gerbstoffe, die bei Schleimhautentzündungen, leichten Hautverletzungen und eben auch bei Krampfadern und Hämorrhoiden helfen.


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21. April 2008
Autor: Nicole

Badezusätze sind bei Beschwerden sehr beliebt und oft auch wirkungsvoll. Trotzdem handelt es sich um Arzneien, auch wenn diese nicht innerlich, sondern nur äußerlich verwendet werden.

Zed.Cat © FlickrGrundsätzlich darf nicht Jeder bedenkenlos Voll- oder Teilbäder mit Zusätzen verwenden. Wer Entzündungen der Haut oder frische Narben hat, sollte ebenso darauf verzichten wie Jene, die unter Herz-Kreislaufkrankheiten leiden oder prädestiniert für Embolien sind. Die Temperatur kann unterschiedlich gewählt werden. Bei Vollbädern empfehlen sich mindestens 33° C. Im Sinne der Hydrotherapie können jedoch auch Bäder durchgeführt werden, bei denen die Temperatur langsam erhöht wird. Um eine optimale Wirkung zu erzielen, sollte das Bad nicht länger als 20 Minuten dauern. Danach muss eine Ruhephase eingeplant werden, damit der Körper sich akklimatisieren kann. Grundsätzlich gilt: Je wärmer das Bad, desto länger die Ruhepause. Mindestens 20 Minuten bei normal temperierten, bis hin zu einer vollen Stunde bei sehr heißen Bädern werden empfohlen.

Kräuterbäder leisten gute Dienste. Lara Ferroni @ FlickrZusätze sind zuhauf im Handel erhältlich. Sehr schonend für die Haut sind solche, die rückfettend wirken. Aber auch bei nicht-rückfettenden Badezusätzen kann man die Haut pflegen, indem man sie nach dem Bad mit einer guten Lotion versorgt. Zudem können Heilbäder auch selbst hergestellt werden. Natürliche Mittel, wie beispielsweise Kräuter, finden sich im Garten und in der freien Natur.
Eine sehr informative Liste von Badezusätzen aus dem phytomedizinischen Bereich findet man hier.
Neben der Wirkung werden auch Rezepte weitervermittelt, ein Klick lohnt sich, gerade im Falle alltäglicher Beschwerden.


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20. April 2008
Autor: Nicole

Eine Kur zu machen ist wunderbar, wenn Zeit und Muße es zulassen.
Einige hydrotherapeutische Anwendungen kann man aber auch zu Hause durchführen.

Bäder, sowohl als Teil- als auch in Form von Vollbädern gehören zum Beispiel zu diesen Anwendungen. Die Temperatur kann wechseln, konstant warm oder kühl bleiben oder auch ansteigen. Wer sich abhärten möchte, kann auch auf die Dusche zurückgreifen. Die guten alten Wechselduschen sind zwar anfangs etwas unangenehm, erfüllen aber durchaus ihren Zweck und helfen gerade im Winter, den Körper und die Immunabwehr zu stärken. Außerdem wirken sie sich positiv auf den Kreislauf aus und lassen Müdigkeit keine Chance. Um wieder neuen Schwung zu bekommen und der Frühjahrsmüdigkeit entgegen zu wirken, eignen sich auch Armbäder mit kaltem Wasser. Wer unter Kreislaufproblemen oder ständig kalten Füßen leidet, kann warme oder wechselnd temperierte Fußbäder nutzen, um die Durchblutung der Gefäße anzuregen. Mit entsprechenden Zusätzen im Wasser, beispielsweise Rosmarin, haben derartige Anwendungen auch einen entspannenden wie pflegenden Nebeneffekt für strapazierte Füße. Zudem können grippale Infekte und auch Kopfschmerzen gelindert werden.

s-a-m © Flickr

Auch die aus der Kneipp-Kur bekannten Güsse können selbst durchgeführt werden, zum Beispiel bei Verspannungen oder Krampfadern. Man benutzt etwa 15 Grad Celsius kaltes Wasser, das in einem Strahl auf die entsprechenden Körperteile gerichtet wird. Der Strahl darf dabei nicht zu hohen Druck haben und sollte die Haut leicht ummänteln. Nach der Behandlung wird das Wasser nicht abgetrocknet, sondern nur kurz abgestreift.


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19. April 2008
Autor: Nicole

Wasser, das wusste nicht nur Sebastian Kneipp, hat heilende Eigenschaften, wenn es richtig eingesetzt wird. Die Hydrotherapie nutzt die Heilerkenntnisse zur Behandlung und Vorbeugung vieler Beschwerden.

Die Therapie nutzt Wasser in kalter und warmer Form und als Eis oder Dampf. Den größten Effekt, das wird hier ersichtlich, verursachen also die unterschiedlichen Temperatureinflüsse auf den Körper. Dabei kommen Wickel zur Anwendung, aber auch Waschungen, Dampfbäder, Güsse und Bäder. Letztere kennt die Hydrotherapie in zwei Varianten: Solche Bäder, die den ganzen Körper einbeziehen (Vollbäder) oder solche, die nur bestimmte Körperteile erreichen sollen (Teilbäder). Eine sehr bekannte Form der Hydrotherapie ist auch das Wassertreten, das fester Bestandteil der Kneipp-Kur ist.

Hydrotherapie wird am Meer durchgeführt. MR+G © Flickr

Die Behandlungen wirken sich vor allem auf die Durchblutung des Körpers aus, die durch das Zusammenziehen und Erweitern der Venen verstärkt wird. Dies führt zu einer abhärtenden Wirkung. Das bedeutet, der Körper kann besser mit Umwelteinflüssen umgehen und erfährt eine Stärkung der Immunabwehr. Die Hydrotherapie wird aber auch bei vielen chronischen Erkrankungen eingesetzt. Darüber hinaus können bestimmte Anwendungen auch munter machen, Müdigkeit vertreiben und helfen, Stress abzubauen.

Die Hydrotherapie ist übrigens nicht mit der Balneotherapie zu verwechseln, obwohl diese Behandlungsform auch die Kraft des Wassers nutzt. In der Balneotherapie geht es jedoch um besonderes Wasser, nämlich das aus Heilquellen. Außerdem werden auch Trinkkuren, Heilgase und Inhalationen verwendet. In der Kneippschen Lehre bilden Hydro- und Balneotherpie einen wichtigen Eckpfeiler der Behandlung.

Bestimmte Personen dürfen hydrotherapeutische Anwendungen nur nach Rücksprache mit dem Arzt vornehmen. Dazu gehören Menschen, die unter Kreislaufproblemen leiden oder Herzbeschwerden haben.


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5. April 2008
Autor: Nicole

Thermotherapie ist ein Sammelbegriff für eine ganze Reihe von Anwendungen, die sich die heilenden Kräfte der Wärme zunutze machen.

Das Heilverfahren findet bei unterschiedlichen Beschwerden Anwendung. Dazu gehören chronische Gelenkerkrankungen wie Arthrose, psychische Dispositionen wie Unruhe, chronische Erkrankungen der oberen Atemwege und zur allgemeinen Stärkung des Immunsystems. Aber Vorsicht, wenn Entzündungen im Körper lauern, können diese durch Wärme noch verstärkt werden. Gleiches gilt für Krankheiten das Herz und den Kreislauf betreffend. Auch Symptome wie Atemnot und fieberhafte Erkrankungen sind oft ein Kriterium, dass Thermotherapie als Behandlungsform ausschließt.

Welche Anwendungen gibt es?

Die so genannte “Heiße Rolle” findet meistens in der Krankengymnastik Anwendung. Dahinter verbirgt sich ein gerolltes Handtuch, dessen Inneres mit heißem Wasser getränkt wird. Einige Materialien wie Schlamm und Ton haben eine wärmespeichernde Wirkung. Auch diesen Umstand nutzt die Thermotherapie, oft in Zusammenhang mit Massagen (siehe Fango) für bestimmte Behandlungen aus. Das vordergründige Ziel dabei ist, Verspannungen der Muskeln zu lösen. Bei Gelenkschäden an den Händen werden Bäder mit heißem Paraffin eingesetzt. Andere Methoden der Thermotherapie sind Behandlungen mit Infrarotlicht, Ultraschall und Elektromagnetismus (Hochfrequenztherapie). Diesen Hilfsmittel gemein ist die Art, wie Wärme direkt im Körper durch physikalische Vorgänge erzeugt wird.

Heublumen MR+G © Flickr

Wärmereize von Außen nutzen hingegen Wasseranwendungen wie beispielsweise Überwärmungsbäder, die zum Beispiel bei Erkältungskrankheiten im Anfangsstadium wirken und mit Vorsicht zu genießen sind, da der Kreislauf durch die starke Erhöhung der Körpertemperatur sehr belastet wird. Ein, der Kneipp-Therapie nahestehendes, Heublumenbad, hilft bei Erkrankungen des Bewegungsapparates. Dabei badet der Patient nicht etwa in Blumen, vielmehr wird eine Heublumenpackung mit heißem Wasser hergestellt. Diese wird dann auf die erkrankten Regionen des Körpers gelegt. Zuletzt muss die Sauna erwähnt werden, denn auch sie gehört zur Thermotherapie. Dabei dient ein Saunagang nicht vorrangig zur Behandlung bestimmter Krankheiten, sondern soll präventiv Erkrankungen vorbeugen.

Quelle: http://www.gesundheitpro.de/


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20. März 2008
Autor: Nicole

Die ganzheitliche Lehre Sebastian Kneipps beruht auf einer gesunden Lebensführung und fünf Elementen. In erster Linie wird die Kneipp´sche Wasserkur heute zur Prävention genutzt. Aber natürlich kann sie auch dann helfen, wenn Krankheiten bereits akut sind.

Durch eine umfassende Therapie werden die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert. Ferner soll der Mensch seelischen und körperlichen Einklang erreichen. Dieses Gleichgewicht schützt gegen Stress, Alltagsbelastungen und daraus entstehenden Krankheiten.

Die fünf Elemente der Lehre Kneipps

Die Hydro- und Balneotherapie besteht aus Wasseranwendungen, wobei das Wasser in jedem Aggregatszustand verwendet wird. Die Anwendungen führen dazu, bestimmte Prozesse im Körper durch gezielte Stimulation in Gang zu bringen. In der Folge begünstigt dieses Vorgehen einen gut funktionierenden Organismus.
Bewegung ist der zweite Eckpfeiler der Lehre. Sportliche Betätigung, egal ob als Gymnastik, Yoga oder Schwimmen sowie passive Bewegungen wie Massage und Bewegungsbäder fördern die körperliche Gesundheit.
Ausgewogene Ernährung unterstützt diese Gesundheit und ist das dritte Element der Lehre. Hier spielt vor allem die Frische und Natürlichkeit des Essens eine große Rolle. Bei akuten Beschwerden setzt die Kneipp´sche Lehre auf die Phytomedizin. Der fünfte Eckpfeiler ist schließlich die so genannte Ordnungstherapie. Nach Kneipp ist die psychische sowie soziale Ordnung eine Voraussetzunge für Gesundheit. Das gilt für den einzelnen Menschen und auch - im ökologischen Sinne - für die gesamte Welt.

Wasser. peasap © Flickr

Wirkungen des Wassers

Neben der Stärkung des Immunsystems, des Kreislaufs und des Herzens durch kaltes Wasser wird auch der Stoffwechsel in Gang gebracht. Die Wahrnehmung des Körpers wird geschärft und Wohlbefinden, im psychischen und körperlichen Sinne, gefördert. Alle anderen Elemente bauen auf den Wasseranwendungen auf, vervollständigen und vertiefen sie und führen so zu einer ganzheitlichen Lehre der Gesundheit.


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18. März 2008
Autor: Nicole

Kneipp ist ein Begriff, der für Gesundheit durch Wasser steht. Doch wer war Kneipp eigentlich?

Sebastian Anton Kneipp (1821-1897) erkrankte im Jahre 1849 während seines Studiums der Theologie an Tuberkulose. Schon vorher hatte er sich mit Pflanzenheilkunde und anderen Verfahren beschäftigt und entdeckte nun zufällig ein Buch des Arztes Johann Siegmund Hahn, in dem von der heilenden Wirkung des Wassers berichtet wurde. Kneipp nutzte die Erkenntnisse und badete einige Male in der winterlich-kalten Donau. Das eiskalte Wasser befreite ihn von seiner Krankheit. Nachdem der junge Priester sein Studium abgeschlossen hatte, behandelte er schon viele Menschen mit seinen Wasserkuren, woraufhin er mehrere Male, unter anderem wegen “Kurpfuscherei” angeklagt wurde.

Eine Erklärung, in Zukunft seine Behandlungen zu unterlassen, unterschrieb er zwar, befolgte sie aber nicht. Grund war eine Choleraepidemie, die 1854 von München aus auch den kleinen Ort Boos, wo Kneipp als Geistlicher tätig war, erreichte. Er heilte 42 Menschen, die an der Krankheit litten und war in der Bevölkerung von nun an als “Cholera-Kaplan” bekannt. Dieser Umstand änderte nichts an der Umstrittenheit seiner Anwendungen in Medizinerkreisen. Damals wie heute standen sich alternative Medizin und Schulmedizin streitlustig gegenüber. Immer wieder musste er sich gegen Anfeindungen wehren, es hörten aber auch immer mehr Menschen von den Erfolgen seiner Kur. Der Kaplan machte bei der Behandlung seiner Patienten keinen Unterschied zwischen arm und reich. Viele, die zu ihm kamen, hatten bereits erfolglos die Schulmedizin zu Rate gezogen.

Wasserfall. DavidK-Oregon  ©  Flickr

Zwei Bücher und viele Heilungen folgten. Eine Europareise ließ den Bekanntheitsgrad des Geistlichen weiter steigen. Selbst Papst Leo XIII. würdigte seine Leistungen und ließ sich sogar von Kneipp behandeln. Die europaweiten Erfolge änderten jedoch nichts daran, dass Kneipp von einigen Seiten immer wieder vorgeworfen wurde, er handele aus Geldgier und ohne Sachverstand. Der Kurort Wörishofen mit dem Kurhaus, in dem Kneipp tätig war, musste sogar mehrere Übergriffe (Brandstiftung etc.) verkraften.

Sebastian Kneipp starb am 17. Juni 1897 an einem Tumor, dessen Behandlung durch eine Operation er verweigert hatte. Bis zuletzt vertraute er einzig und allein auf seine Wasserkuren. Heute gibt es unzählige Kneippvereine, die in dem Dachverband “Kneippbund” zusammengeschlossen sind. Darüber hinaus folgten viele Orte dem Beispiel Wörishofens und wurden zu offiziellen Kneippkurorten. Die Bücher werden noch heute verlegt und verkauft. Sogar die Wellnessbranche hat Kneipp entdeckt und verwendet das Wissen des “Wasserdoktors”.


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