Alternative Medizin, Homöopathie & Therapien

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Phytotherapie

8. Mai 2008
Autor: Nicole

Ginkgo (Ginkgo biloba) hat seine Ursprünge im ostasiatischen Raum. Von dort erreicht er, mitgebracht von Seefahrern, auch Europa.

Der Baum hat ein besonders ansprechendes und ungewöhnliches Äußeres, dass besonders auf die Form der Blätter zurückzuführen ist. Dies scheint wohl auch der Grund dafür zu sein, dass die Schönheit der Pflanze der Bildenden Kunst ein beliebtes Motiv liefert. In der Chinesischen Philosophie steht die einzigartige Blattform symbolisch für die bedeutenden Begriffe “Yin und Yang”, die in ihren Grundzügen den Charakter der Zweigeteiltheit vermitteln: Zwei Seiten, die sich gegenseitig in harmonischer Konsequenz anregen und verbinden. Und noch ein weiterer Fakt macht den Ginkgobaum, der bis zu 40 Meter hoch werden kann, zu einem Mythos: Er ist der letzte seiner Familie. Alle anderen Arten der ursprünglich weltweit verbreiteten Abteilung Ginkgophyta sind vor etwa 250 Millionen Jahren ausgestorben.

Ginkgobäume inoc  © Flickr

In der Phytomedizin ist die Bedeutung des äußerst widerstandsfähigen Baumes nicht minder groß. Alte chinesische Schriften aus dem 1. Jh. n. Chr. legen die Vermutung nahe, dass Ginkgo schon in dieser Zeit als Heilpflanze bekannt war. In der dunklen Zeit des Mittelalters sollen die Blätter als weiter Lesen »


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4. Mai 2008
Autor: Nicole

Krampfadern sind oft ein Produkt moderner Lebensweise: Wenig Bewegung, Arbeit überwiegend im Sitzen und ungesunde Ernährung begünstigen das entstehen der so genannten “Varikose”.

Neben ungesunder Lebensführung, gehören auch Faktoren wie Schwangerschaft und genetische Dispositionen zu den Ursachen der unschönen, verknoteten und oberflächlichen Venen. Frauen sind öfter betroffen als Männer. Neben dem ästhetischen Aspekt ist die Varikose aber auch eine ernst zunehmende Krankheit, die weitere Symptome hervorrufen kann: Dazu gehören beispielsweise die Bildung von Blutgerinnseln (Thrombose), in dessen Folge es zu Lungenembolie kommen kann und die Entwicklung von Ödemen. Im schlimmsten Fall kann es zu einem so genannten “offenen Bein” kommen.

Rosskastanie BxExAxTxE © FlickrAngesichts dieser schweren Komplikationen sollte die Vorsorge nicht vernachlässigt werden. Dazu bedarf es keiner Medikamente, sondern einfach nur einigen Veränderungen im Lebenswandel. Ausreichend Sport ist der Anfang. Bewegungsarten wie Yoga oder Schwimmen sind zum Beispiel bestens geeignet. Darüber hinaus sollte die Ernährung auf Vollkornprodukte (Brot, Reis, Nudeln), mehrfach ungesättigte Fettsäuren (z.B. in Oliven- und Rapsöl), viel frisches Gemüse und Obst umgestellt werden. Wenig Alkohol und dafür reichlich Wasser tun ihr übriges. Darüber hinaus können auch Kneipp´sche Güsse und Bäder, sowie das bekannt Wassertreten vorbeugen, weil hier die Gefäße durch Temperaturreize zusammengezogen werden und sich danach wieder entspannen. Das kommt einem Fitnessprogramm für die Venen und Arterien gleich.

Hamamelis virginiana gripspix @ FlickrDie Naturheilkunde kann im Anfangsstadium ebenfalls gut Dienste erweisen. Um die krankhafte Venenerweiterung zu mildern, eignet sich Rosskastanie. Sie wirkt gleichzeitig auf die Leber. Produkte mit Rosskastanie werden äußerlich angewendet. Innerlich kann hingegen die Hamamelis verwendet werden. Ihr lateinischer Name ist “Hamamelis virginiana”, sie gehört zur Familie der Hamamelisgewächse und ist auch unter dem Namen “Zaubernuss” bekannt. Sie enthält Gerbstoffe, die bei Schleimhautentzündungen, leichten Hautverletzungen und eben auch bei Krampfadern und Hämorrhoiden helfen.


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28. April 2008
Autor: Nicole

Aloe vera enthält vor allem Acemannan, das seine volle Wirkung nur über die orale Einnahme entfalten kann.

Bei der Einnahme des Blattgels muss man einen Punkt beachten: Unter der Blatthaut befindet sich Aloin, das in größeren Mengen abführend wirken kann. Um dieser Gefahr aus dem Weg zu gehen, gibt es eine Zubereitungsart, die das Aloin unschädlich macht. Dazu muss zunächst ein Blatt der Aloe abgeschnitten werden. Die “Wunde” wird der Pflanze nichts anhaben, sie schließt sich nach kurzer Zeit von allein. Das abgetrennte Blatt muss nun, um das Aloin zwischen Rinde und Gel zu entfernen, mit der Schnittstelle in Wasser gestellt werden. Nach ungefähr einer Stunde ist die Aloe dann bereit zur Weiterverarbeitung.

Aloe vera © ximenatapia/Flickr

Nun kann man das Aloe Vera Blatt entweder filetieren und praktisch wie frisches Obst einnehmen, oder man löst das gesamte Gel aus der Rinde, um es beispielsweise unter Milchprodukte zu rühren oder um ein Getränk mit Aloe herzustellen. Die Wirkung der Inhaltsstoffe bezieht sich bei dieser Art der Einahme vor allem auf die Stärkung weiter Lesen »


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28. April 2008
Autor: Nicole

Wie man eine Hausapotheke auch zu dekorativen Zwecken nutzen kann, zeigt die Aloe vera: Wer sich ein bis zwei Pflanzen auf die Fensterbank stellt, hat nicht nur eine wunderbar unkomplizierte Grünoase, sondern auch gleich ein Heilmittel gegen allerlei Beschwerden.

Blüte der Aloe vera. JIGGS IMAGES © FlickrDie Aloe vera gehört zur Familie der Affodillgewächse und kommt ursprünglich von den Kanarischen Inseln. Von dort verbreitete sie sich in viele Trockenzonen der Erde und wurde zunehmend auch in Europa kultiviert. Die dicken, fleischigen Blätter der “Wüstenlilie” speichern Wasser und halten es fest in ihrem Inneren. Auf diese Weise kann die Aloe über mehrere Monate ohne Wasserzufuhr überleben.
Ein Querschnitt des Blattes zeigt die dicke, fast ledrige Hülle, die eine gelartige Masse umschließt, der auch den Saft enthält. Um diese Substanzen, also Gel und Saft, geht es in der phytomedizinischen Anwendung. Schon Alexander der Große wusste um die heilenden und schmerzlindernden Eigenschaften des Aloewirkstoffes und ließ seine Soldaten bei Verletzungen damit behandeln.

Chris Gin © Flickr

Aloe hilft äußerlich bei oberflächlichen Schürf- und Kratzwunden, sowie bei leichten Verbrennungen. Darüber hinaus kann sie beruhigend bei Neurodermitis, Akne, Herpes, Prellungen, Ekzemen und auch Sonnenbrand wirken. Sogar bei Arthritis, Gicht, rheumatischen Beschwerden und Magenkrankheiten wurde eine Wirkung nachgewiesen, die sich auf die Einnahme des Wirkstoffes bezieht. Es wird ebenfalls angenommen, dass die Aloe vera positive Auswirkungen auf das Immunsystem hat.


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11. April 2008
Autor: Nicole

Das Mittel Eupatorium perfoliatum wird aus dem “Durchwachsenen Wasserdost” gewonnen. In der homöopathischen Hausapotheke sollte es als Grippemittel griffbereit sein.

Die Pflanze wird auch “Indianerkraut” oder “Wasserhanf” genannt und gehört zur Familie der Korbblütler. Sie kommt oft auf dem nordamerikanischen Kontinent vor. Sumpfgebiete und sehr feuchte Böden werden bevorzugt und lassen unter diesen Bedingungen natürlich auch eine Kultivierung der Pflanze in Europa zu.

Wasserhanf. Smoobs © Flickr

Die amerikanischen Ureinwohner kannten den Wasserdost als Mittel, das schweißtreibend ist und somit bei Fieber und grippalen Infekten wirkt. Die Phytomedizin nutzt diese Wirkung und verwendet Eupatorium perfoliatum zudem als Immunstimulanz und mitunter auch als Abführmittel. In der Homöopathie ist die Arznei (Kurzform: eup-per.) als Grippemittel bekannt. Das Arzneimittelbild beschreibt eine allgemeine Wirkung auf die Knochen und Gliedmaßen, ferner auf die Muskulatur, den Hinterkopf, die Organe Magen und Leber sowie auf die Bronchien. Die Grippe geht mit starken Muskel- und Gliederschmerzen einher und wird von hohem Fieber begleitet. Die Beschwerden verschlimmern sich bei Kälte, Wetterumschwüngen ins Kalte, beim Riechen von Essen, bei Husten (der sich nachts verschlimmert und sehr schmerzhaft ist) und in Liegeposition auf der betroffenen Seite.

Die Blüte des Wasserdosts. Robert Silverwood @ FlickrBesserung tritt ein, wenn Galle erbrochen wird, der Patient schwitzt oder unterhalten wird. Er ist ruhelos und will sich bewegen weil er hofft, die Schmerzen würden sich so verringern. Die Augen tun ebenfalls meistens weh. Oft treten zudem starke Schmerzen im hinteren Bereich des Kopfes auf, wenn der Betroffene versucht sich hinzulegen. Ein starkes Bedürfnis nach kalten oder sauren Getränken und eventuell auch Eiscreme führt, wird es gestillt, direkt zu Schüttelfrost und gegebenenfalls Erbrechen.


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11. Februar 2008
Autor: Nicole

Derzeit wird wieder verstärkt mit dem Mittel “Umckaloabo” geworben. Der Zungenbrecher soll, so die Werbung, gegen Husten helfen.

Pelargonien Blüten © wikimediaGoogle liefert bei Eingabe des Begriffes rund 690000 Ergebnisse in deutscher Sprache. Schon die erste Seite der Suchergebnisse lässt erahnen, dass die meisten Einträge Verkaufsangebote sind. Mehr Informationen über Umckaloabo hat Wikipedia. Dort liest man, dass es sich um eine Arznei, gewonnen aus dem Wurzelextrakt einer südafrikanischen Pelargonienart, handelt. Die erste Erkenntnis: Wir bewegen uns auf dem Gebiet der Phytomedizin, die in Deutschland vor allem mit der historischen Gestalt Hildegard von Bingen konnotiert ist und weltweit auf eine lange Geschichte zurückblickt. Auch die Pelargonie hat eine längere Historie hinter sich. Ende des 19. Jahrhunderts kam sie aus dem südlichen Afrika, wo sie als traditionelle Heilpflanze benutzt wurde, nach England. Der “Importeur” Major Charles H. Stevens, wurde angeblich durch die Behandlung mit Umckaloabo (der Begriff kommt aus der Sprache der Zulu und bedeutet soviel wie “schwerer Husten”) in Rekordzeit von Tuberkulose geheilt. Unter der Bezeichnung “Stevens´ Consumption Cure” wollte der Brite die Arznei vermarkten, scheiterte aber und wurde von der British Medical Association als Betrüger bezeichnet. In Deutschland wurden noch bis in die 1920-er Jahre Tuberkulosekranke von einem aus der Schweiz stammendem Arzt behandelt.

Was ist denn nun dran, an der werbewirksam versprochenen Heilung?

Scheinbar nicht viel, glaubt man Berichten des “Arznei-Telegramms”, ein unabhängiger Informationsdienst für Ärzte und Apotheker. Zugelassen wurde das Mittel nur für die Behandlung von akuter Bronchitis. (Der Hersteller strebte weitläufigere Zulassungen an.) Für Bronchitis existieren zwei Doppelblindstudien. Die Ergebnisse zeigen, so Wikipedia, eine Wirksamkeit von Umckaloabo gegenüber Placebos. Dem widerspricht nun der oben genannte Informationsdienst rigoros. Unter der Überschrift “Quacksalberei” werden hier die Widersprüche der Studien angeprangert. Doch das ist nicht alles. Viel beunruhigender sind die Nebenwirkungen, die angeblich nicht existieren, aber wohl dennoch beobachtete wurden. Das “Arznei-Telegramm” dazu:

“Angeblich sind - so die Fachinformation - keine Nebenwirkungen bekannt. Dennoch soll das Mittel beispielsweise bei erhöhter Blutungsneigung “nicht angewendet werden”. In dem Extrakt enthaltene Kumarine bergen das Risiko von Blutungskomplikationen, etwa in der Pädiatrie, wenn angeborene Gerinnungs- oder Aggregationsstörungen noch unerkannt sind. Vor Kombination mit Azetylsalizylsäure (ASPIRIN u.a.) oder nichtsteroidalen Antirheumatika wird gewarnt. Ein zweijähriges Mädchen erkrankt nach zweiwöchiger Einnahme von UMCKALOABO-Lösung an thrombozytopenischer Purpura (NETZWERK-Bericht 12.658). Wie viele andere Erkältungsmittel ohne nachgewiesenen Nutzen (a-t 1995; Nr. 1: 4) enthält UMCKALOABO Alkohol: 12 Vol-%, so viel wie Wein (Werbung: Kann “selbst Kleinkindern bedenkenlos gegeben werden”).”

Der Hersteller selbst weist angeblich darauf hin, dass der enthaltene Alkohol aufgrund der niedrigen Dosierung unproblematisch für Kinder sei. Während Schwangerschaft und Stillzeit ist die Anwendung aufgrund mangelnder Studien nicht empfohlen.
Verbraucher sollten sich also vor der Einnahme gut informieren und diese mit einem Arzt abklären. Es wird erneut deutlich, dass “pflanzlich” nicht mit “ungefährlich” gleichgesetzt werden darf!


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7. Februar 2008
Autor: Nicole

Heiltee erfreut sich als unterstützende Maßnahme bei Krankheiten wie grippalen Infekten und Schlafstörungen wachsender Beliebtheit. Die unterschiedlichen Sorten von Salbei- bis Husten-und Bronchialtee füllen in Apotheken mittlerweile ganze Ständer. Auch der, meiner Meinung nach etwas in Vergessenheit geratene, Schwarztee gehört dazu.

Schwarzer Tee enthält unter anderem Gerbstoffe, ätherische Öle und Koffein. Im Gegensatz zum Kaffee, der seine Wirkung über das Herz-Kreislauf-System entfaltet, wirkt das Koffein aus Tee direkt im Gehirn. Dort regt es den Stoffwechsel und die Durchblutung an. Außerdem soll durch regelmäßige Einnahme auch Entspannung gefördert und Stress abgebaut werden.

Schwarzer Tee - gesund und variantenreich © flickr / BotheredByBees

Wie das Magazin “Naturheilkunde und Gesundheit” (gibt es kostenlos in der Apotheke) berichtet, sollte man bei der Einnahme auf Milch verzichten. Denn der Effekt des enthaltenen Katechin, das die Durchblutung im ganzen Körper anregt und sich somit positiv auf Herz und Kreislauf auswirkt, wird durch Zugabe von Milch aufgehoben. Lange diskutierten Mediziner nur darüber, nun hat eine Studie der Charité Berlin es belegt. Vorbild der Diskussion ist, wie so oft Asien. Denn hier wird Tee traditionell ohne Milch getrunken. Das finde ich sehr symphatisch, denn Milch und Tee gehen für mich gar nicht zusammen. Aber gut, jeder wie er mag. Übrigens berichtet das Magazin auch, dass Medizinaltees generell ohne Zusätze eingenommen werden sollen. Da bewahrheitet sich wieder, dass Medizin am besten hilft, wenn sie nicht schmeckt. ;) Wer unter Husten leidet hat noch Glück im Unglück: Bronchialtees dürfen mit Honig getrunken werden. Schließlich wirkt dieser keimhemmend und beruhigend bei Entzündungen.

Weitere interessante Infos zum Schwarzen Tee auf blogmed


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29. Januar 2008
Autor: Nicole

Jeder Kontinent, jedes Land blickt auf eine Entwicklung zurück, die sich mit der Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen beschäftigt. Die japanische Phytomedizin nennt man Kampo.

Kampo existiert in Japan seit über 1500 Jahren. Ursprünglich entstand es aus den Grundlagen der Traditionellen Chinesischen Medizin. Durch Chinesisch-japanische Beziehungen kam Wissen über Heilpflanzen in den heutigen Industriestaat. Dieses Wissen wurde weiterentwickelt und verfeinert. Heute kennt die sino-jaoanische Phytomedizin 250 Heilpflanzen und unzählige Beschwerdebilder, die durch Mischungen der bekannten Pflanzen geheilt werden können. Seit dem 19. Jahrhundert müssen in Japan alle praktizierenden Ärzte eine schulmedizinische Ausbildung nachweisen. Hinzu kommt die Aus- und Weiterbildung in Kampo. Somit wird die traditionelle Heilmethode auch nur von Medizinern verschrieben und angewendet.

Japan, das Geburtsland von Kampo. skyseeker©Flickr

Doch wo liegt nun der Unterschied zwischen TCM und Kampo? Reicht es nicht, sich allein mit den chinesischen Heilverfahren zu beschäftigen? Ein Artikel des Magazin CO´MED informiert über die Vorteile der japanischen Phytotherapie, besonders gegenüber der Traditionellen chinesischen Medizin, für den europäischen Gesundheitsmarkt. Demnach sei die Ähnlichkeit europäischer Staaten mit Japan ausschlaggebend. Industriestaaten sind nicht nur technisch weiterentwickelt, auch “Volkskrankheiten” entwickeln sich astronomisch. Das ist in Japan nicht anders als beispielsweise in Deutschland. Somit gibt es in der japanischen Phytomedizin auch und besonders Pflanzenmischungen, gegen die meisten chronischen Zivilisationsleiden: dazu gehören zum Beispiel chronische Bronchitis, Asthma, Wechseljahrsbeschwerden, Allergien und Hepatitis. Durch die kombinierte Ausbildung der Ärzte, werden schulmedizinische und alternative Methoden gleichsam angewendet. Für den Patienten ein klarer Vorteil. Japan ist Europa so wieder einen Schritt voraus. Denn, natürlich gibt es Schulmediziner, die sich auch mit alternativen Heilmethoden wie Homöopathie und Pflanzenheilkunde beschäftigen, aber diese grundlegende und kontinuierliche Verbindung beider Richtungen habe ich in Deutschland noch nie erlebt. Meiner Meinung nach muss man sich hier für eine Methode entscheiden: die beste schulmedizinische Behandlung beim Arzt, die beste naturheilkundliche beim Heilpraktiker. Wirklich gute und ausgeglichen arbeitende “Allround-Mediziner” (man verzeihe mir diesen Ausdruck) sind, gerade in Deutschland, selten. Ich lasse mich natürlich gerne eines besseren belehren, besonders wenn jemand einen solchen Arzt in Berlin kennen sollte.


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23. Januar 2008
Autor: Nicole

Schon vor 6000 Jahren wusste man um die Heilkraft bestimmter Pflanzen. Die Phytotherapie kann also eine ausschweifende Geschichte vorweisen.

Die Phytomedizin war schon im alten Ägypten bekannt. © FlickrWissenschaftler entdeckten erste Zeugnisse der Beschäftigung mit Heilpflanzen, deren Alter auf 6000 Jahre geschätzt wurde. Es handelt sich dabei um Tontafeln aus der Umgebung des Persischen Golfs, die mit Keilschrift versehen sind. Die alten Ägypter beschäftigten sich, Dokumenten zufolge, ebenso mit der Pflanzenheilkunde. Eine Schrift weist darauf hin, dass sie bereits über 600 Pflanzen und ihre möglichen Beschwerdebilder kannten. Die Geschichte führt uns danach weiter nach China, wo 3000 Jahre vor unserer Zeitrechnung ein Buch entstand, dass sich mit Phytomedizin befasste. Danach finden sich Spuren in der Antike, etwa 2500 Jahre später. Man schreibt sie dem Arzt Hippokrates zu. Im ersten Jahrhundert vor Christus lässt sich die Geschichte der Pflanzenheilkunde weiter verfolgen: Ein Buch des Arztes Dioskorides lehrt über Wirkungen von Pflanzen. Aus dieser Epoche stammt auch das Werk des Römers Plinius Secundus. Er verfasste ein Lexikon der Heilpflanzen in insgesamt zwölf Bänden.

In Klostergärten überdauerte das Wissen lange Zeit. © FlickrAls Urheber der Pflanzenheilkunde gilt Claudius Galenius, der im zweiten Jahrhundert der modernen Zeitrechnung wirkte. In Deutschland entwickelte sich die Pflanzenheilkunde im kirchlichen Umfeld weiter. Im Mittelalter wuchsen Heilpflanzen in den Gärten der Klöster. In diesem Zusammenhang ist vor allem die Äbtissin Hildegard von Bingen zu nennen, die Werke zur Ursache und Behandlung von Krankheiten verfasste und dabei das Wissen der Volksmedizin über Pflanzen verarbeitete. Aus diesem Umfeld stammt auch Paracelsus. Er erkannte, dass ein Heilkundiger vom Äußeren einer Pflanze auf ihre Wirkung schließen kann. Die Methode ging unter dem Begriff “Signaturenlehre” in die medizinische Geschichte ein. In der Folgezeit sorgte vor allem die Inquisition dafür, dass ein weitreichender Teil des mittelaterlichen Kräuterwissens verloren ging. Es dauerte lange, bis die Phytotherapie wiederentdeckt wurde. Unter anderem ist es Sebastian Kneipp zu verdanken, der die Lehre im Volk weiter bekannt machte.

Im 20. Jahrhundert entstand der erste Lehrstuhl für Phytotherapie in Deutschland. Initiator dieser Entwicklung war der Arzt Dr. Rudolf Fritz Weiß. Ab diesem Zeitpunkt steigerte sich die wissenschaftliche Auseinandersetzung und in der Folge auch die Anerkennung durch die konventionelle Medizin. Heute wächst die Popularität wieder enorm. Es gibt eine Spaltung zwischen Anhängern unkonventioneller Medizin, wie der Bach-Blüten-Therapie und der Homoöpathie, und den den Verfechtern der klassischen Schulmedizin.


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22. Januar 2008
Autor: Nicole

Der Begriff “Phytotherapie” klingt nach einer modernen Erfindung unserer Zeit. Dieser “Hauch von Moderne” gewinnt jedoch an geschichtlicher Bedeutung, wenn man weiß, dass Phytotherapie nichts anderes als “Pflanzenheilkunde” ist.

Gingko - ein beliebtes Medikament gegen Konzentrationsstörungen. © FlickrGrundlage ist die Verwendung von Pflanzen als Arzneien. Dabei werden, je nach Wirkweise der Bestandteile, Wurzeln, Blüten, Knospen, Blätter, krautige wie holzige Teile und Früchte verarbeitet. Dies geschieht durch Herstellung von Auszügen aus Kräutern und Heilpflanzen, ferner durch Kaltwasserauszüge, auskochen und Aufgüsse. Eine weiterer Methode ist die Verwendung des frischen Krauts. Pflanzenheilkunde ist ein weltweites Phänomen. Alle Kulturen blicken auf eine lange Geschichte diesbezüglich zurück. In Deutschland sind die historischen Figuren Hildegard von Bingen und Sebastian Kneipp Aushängeschilder der traditionellen Phytotherapie. Aus dem Asiatischen Raum dürften die Traditionelle Chinesische Medizin und die Sino-japanische Phytotherapie einer breiten Masse bekannt sein. Auch Hippokrates beschäftigte sich mit der medizinischen Wirkung von Pflanzen.

Johanniskraut  © FlickrDie Phytotherapie findet sowohl in der evidenzbasierten als auch in der alternativen Medizin Anwendung. “Evidenbasiert” weist darauf hin, dass hier nur Pflanzen verarbeitet und genutzt werden, deren Wirkung sicher in Doppelblindstudien (nach komplizierten wissenschaftlichen Standards) nachgewiesen ist. Die Homöopathie, deren Wirkweise ja auch schon in unzähligen Studien untersucht wurde, kümmert sich weniger um den wissenschaftlichen Nachweis. Dies muss aber nicht bedeuten, dass die verwendeten Wirkbestandteile nicht heilen könnten. Das Problem bei streng wissenschaftlichen Studien ist, meiner Meinung nach, ihre mangelnde individuelle Ausprägung (auf der Wisseschaft, das muss man dazu sagen, basiert). Oft führen sie zu völlig unterschiedlichen, manchmal geradezu widersprechenden Aussagen. Im Zuge der immer größeren Popularität der alternativen Medizin wird seit Jahren diskutiert, ob die Wirkung nur von einem Placebo-Effekt herrührt. Doch auch hier scheiden sich die Geister. Denn, wenn etwas wirkt, so die Anhänger der Homöopathie, ist es doch völlig unzulänglich, auf welche Weise dies geschieht. Fakt ist, dass die meisten Pflanzen bei der Einnahme weniger Nebenwirkungen hervorrufen, als chemische Arzneien. Vorsicht ist dennoch geboten, denn “weniger” heißt nicht “gar keine”. So stellte man in unterschiedlichen Studien, beispielsweise über Johanniskraut, fest, dass Wechsel- und Nebenwirkungen durchaus auftreten können.

Hier eröffnet sich ein weiteres Problem: Man kann nicht davon ausgehen, dass zwei Medikamente mit dem selben Wirkstoff auch die selbe Wirkweise zeigen. Es kommt auf die Dosierung und die weiteren Wirkstoffe an. Darüber hinaus ist es auch von Bedeutung, ob man Medikamente aus der Apotheke, oder nur Präparates aus dem freien Handel erwirbt. Letztere gelten als “Nahrungsergänzungsmittel” und unterliegen damit nur wenigen Standards. Auch in der Phytotherapie ist damit der Grundsatz gegeben: bei leichten Beschwerden wie Schnupfen, Schlafstörungen und auch bei “Burn-Out” und leichten Wechseljahrsbeschwerden kann man versuchen, sich selbst zu behandeln, stärkere, chronische und langanhaltende oder in ihrer Herkunft ungeklärte Symptome gehören immer in die Hände eines Arztes.


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