Autor: Nicole Kategorien
Neueste Beitäge
Eure Kommentare
Autor: Nicole Werden viele homöopathische Arzneimittel bald gar nicht mehr auf dem europäischen Markt zu finden sein?
Glaubt man einem Bericht des Ärzteblattes müssen wir uns tatsächlich Sorgen machen. Schuld an der Misere sein ein Gesetz der Europäischen Union, dass die Registrierung und Zulassung von Medikamenten regelt. So sind die Kosten von 5000 Euro pro Registrierung für manche kleine und mittelständische Unternehmen nicht zu bewältigen. Die Folge: Nicht nur die Unternehmen könnten geschädigt werden. Auch der Angebotspalette homöopathischer und anthroposophischer Arzneien drohen drastische Einschränkungen. Das Szenario könnte folgendermaßen aussehen: Die vielen unterschiedlichen Mittel aus der Alternativmedizin, die ja deren Charakter als Individualmedizin mit ausmachen könnten bald dezimiert werden zugunsten einer Palette, die nur noch diejenigen Medikamente enthält, die oft verwendet werden. Individulaität adé!
Problematisch wäre außerdem, so das Ärzteblatt, die fehlende Erstattung der Krankenkassen. Obwohl ja bereits viele Gesetzliche Krankenkassen einen Vertrag über die homöopathische Versorgung abgeschlossen hätten, reicht das nicht, um die Masse der Patienten zu erreichen, denn dieses müssten die homöopathischen Arzneien trotzdem in voller Höhe selbst bezahlen.
Die Lösung des Problems könne nur in einer Vereinfachung der Registrierung liegen. Außerdem fordern Hersteller entsprechender Arzneien, dass auch die Überwachungsmechanismen (Stichwort Pharmakovigilanz) einheitlich sein sollten, um eine Gleichstellung zu konventionellen Arzneien zu unterstützen.
3 Kommentare zu “Homöopathische Arzneien in Gefahr?”
Kommentar abgeben
November 23rd, 2010 at 08:07
Es wird höchste Zeit, dass dieser 200 Jahre alte Aberglaube namens Homöopathie welcher (abgesehen von Placeboeffekten) keinerlei Wirkung zeigt vom Markt verschwindet. Bar jeglicher Wissenschaftlichkeitm wird da Wasser als Medizin verkauft um Menschen ihr Geld aus den Taschen zu locken. Der Vorwurf des gewerbsmäßigen Betruges liegt da nicht fern.
Dezember 4th, 2010 at 18:15
Wie schön, daß manche die Weisheit gefressen haben, ohne eigentlich zu wissen, um was es geht.
Es gibt übrigens Abhandlungen zur Homöopathie. Es darf sich jeder sein eigenes Bild machen, aber Vorsicht mit dem Begriff Betrug.
Januar 15th, 2011 at 17:26
Liebe Tina!
Der Vorwurf “nicht zu wissen, um was es geht” ist reichlich billig und entbehrt jeglicher Grundlage. Aber dieses “Informier Dich erst einmal” welches da anklingt ist dann doch sehr typisch. Woher willst Du wissen, dass ich das NICHT getan habe, was gibt Dir Anlass zu einer solchen Unterstellung?
“Abhandlungen” gibt es? Toll. Da bin ich sehr beeindruckt.
Der einzige Grund, dass man nicht von Betrug reden kann liegt wohl darin, dass die Vertreter dieser Irrlehre von selbiger überzeugt sind. Betrug setzt jedoch voraus, dass man wider besseren Wissens handelt. Aber es soll auch Leute geben, die von Tarot, Astrologie und anderem Dummfug überzeugt sind.
Prost!