Alternative Medizin, Homöopathie & Therapien

Arzneien

7. August 2008
Autor: Nicole

Dass es die eine Depression nicht gibt, hat ja schon der letzte Beitrag zu diesem Thema angedeutet. Darum sollen einige Arten (teilweise nach alter Bezeichnung) hier in sehr kurzer Weise vorgestellt werden. Jede naturheilkundliche Empfehlung zu den verschiedenen Ausprägungen darf keinesfalls als Anreiz zur Selbstdiagnose und -therapie gesehen werden.

Depressionen müssen, wie andere ernste Krankheiten auch, immer von Ärzten und/oder erfahrenen Heilpraktikern begleitet werden!

Depressive Reaktion
Die Symptome treten als Reaktion auf. Beispielsweise nach einem traumatischen Ereignis (Todesfall, Scheidung, Arbeitslosigkeit…). Helfen können möglicherweise Ignatiusbohne (Ignatia), Kochsalz (Natrium muriaticum), Stephanskörner (Staphisagria) und “Hahnemann´s Ätzstoff” Causticum. Dabei handelt es sich um eine Substanz, die Hahnemann selbst entwickelt hat. Sie besteht aus frisch gebranntem Marmorkalk und Kalium.

Kochsalz kevindooley © Flickr

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23. Juli 2008
Autor: Nicole

Nachdem letzte Woche die Herkunft des Mittels Cantharis geklärt wurde wird es nun Zeit, die Anwendungsgebiete in der Homöopathie zu beleuchten.

HVargas © FlickrDas homöopathische Hauptanwendungsgebiet von Cantharis ist eine Erkrankung der Harnorgane. Blasenentzündungen gehören dazu, wenn folgende Symptome gegeben sind: weiter Lesen »


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18. Juli 2008
Autor: Nicole

Im Zusammenhang mit dem Thema “Blasenentzündung” erwähnte ich in der letzten Woche das homöopathische Mittel Cantharis.

Dieses Mittel wird, ähnlich wie Apis mellifica, aus einem Tier gewonnen, nämlich aus der Spanischen Fliege. Einigen mag der Begriff in einem ganz anderen Zusammenhang bekannt sein, denn das Tier wird auch zu Potenzmitteln verarbeitet.

Spanische Fliege - auch ein Potenzmittel. Radu P © Flickr

Die Spanische Fliege trägt heute den lateinischen Namen “Lytta vesicatoria”, wurde früher aber unter der Bezeichnung “Cantharis vesicatoria” in den Lehrbüchern geführt. Aus diesem veralteten lateinischen Namen leitet sich der noch heute gebräuchliche Begriff “Cantharis” ab, wie er in der Homöopathie verwendet wird. Die Insekten gehören zur Familie der Ölkäfer und sind an ihrer leuchtend grün-metallischen Farbe zu erkennen. Die Männchen dieser Art enthalten ein starkes weiter Lesen »


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26. Juni 2008
Autor: Nicole

Arnica montana war eines der ersten Mittel, das Hahnemann an sich selbst testete. Er wurde auf die Heilpflanze aufmerksam, weil sie im Gebirge, wo sie ja wächst, oft bei Stürzen, Prellungen und Verstauchungen eingesetzt wurde.

Arnica ist das Hauptmittel bei Muskelverletzungen und Schädigungen des Bindegewebes nach äußerer Einwirkung. Darüber hinaus wird es bei Quetschungen, Zahnschmerzen, Blutungen, Schockzuständen, nach Operationen, bei Verrenkungen, Prellungen, Gehirnerschütterung und Muskelkater eingesetzt.

Arnica montana by debbie_sonberg © Flickr

Die Symptome werden oft durch ein Wundheitsgefühl an der betroffenen Stelle des Körpers eingeleitet. Der Patient zeigt sich Schmerz und Berührung gegenüber als äußerst sensibel, hat sogar Angst davor und möchte sich nicht bewegen, sondern in Ruhe gelassen werden. Bei Blutergüssen kann Arnica helfen, wenn das Mittel weiter Lesen »


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20. Juni 2008
Autor: Nicole

Nux Vomica gehört in die homöopathische Hausapotheke. Das Mittel aus der Brechnuss hilft vor allem bei Übelkeit und Verdauungsbeschwerden.

travelix © FlickrWer immer unter Strom steht, zu wenig Wasser trinkt, dafür viel raucht, ungesund isst und Kaffee zu seinem täglichen Begleitern zählt, leidet schnell unter Verdauungsstörungen, Übelkeit, Magenschmerzen und Magendruck.

Der Patient ist zudem sehr angespannt, friert schnell und kann sich trotz Überlkeit nicht übergeben. Auch der Stuhlgang ist gestört. In der Folge können Erkältungen schneller auftreten und stark beengend im Brustraum wirken. Nachts ist die Nase dann völlig verstopft, der Schlaf wird gestört, was weitere Erschöpfung verursacht.

Die Beschwerden werden bei Berührung, nach dem Essen oder der Aufnahme von Gewürzen, bei Kälte, lauten Geräuschen, Wind und bei Erkältungen besonders nach drei Uhr nachts schlimmer. In den Abendstunden, im Liegen, bei Wärme, Schlaf (auch tagsüber), Feuchtigkeit und nach Umschlägen verbessern sich die Beschwerden.

Beschwerden auf einen Blick:

Zahnschmerzen, Hämorrhoiden, Schlaflosigkeit, Magenschmerzen, Bauchkrämpfe, Verstopfung, Blasenentzündung, Menstruationsbeschwerden, Migräne, Übelkeit, nach übermäßigem Alkoholkonsum, Ischias, Koliken und Wehenschmerzen


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19. Juni 2008
Autor: Nicole

Die Gewöhnliche Brechnuss ist ein immergrüner Laubbaum, der vor allem in Australien und Indien und verbreitet ist.

Der Baum wird bis zu 25 Meter hoch und trägt Samen. Diese werden “Brechnuss” oder auch “Krähenauge” genannt. Die Samen sind sehr hart, von grauer Farbe und platzen nur auf, wenn sich das Wetter zum Feuchten hin verändert.

Auf Englisch heißt die Pflanze “Poison Nut”. Corey Leopold © Flickr

Sie schmecken bitter, scharf und können Übelkeit auslösen. Nach der homöopathischen Regel “Gleiches mit gleichem heilen.” werden sie darum vor allem bei weiter Lesen »


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11. Mai 2008
Autor: Nicole

Übelkeit, Bindehautentzündungen und Co. sind im Alltag schon mehr als lästig. Noch unangenehmer werden Beschwerden jedoch in der “schönsten Zeit den Jahres”, dem Urlaub.

Zu diesem Thema bin ich auf einen aufschlussreichen Artikel gestoßen der verrät, wie man die Reiseapotheke nicht nur mit schulmedizinschen Präparaten, sondern auch mit homöopathischen Mitteln und phytomedizinischen Arzneien ausstatten kann.

Oâ„“ivia © Flickr

So kann Pulsatilla bei Erkältungen, Euphrasia in Einzeldosen bei Bindehautentzündung und gereizten Augen, sowie Arnika bei leichten Prellungen helfen. Ein weiterer sehr guter Tipp für unterwegs ist Ingwer, der in vielen Urlaubsländern auf Märkten zu finden ist. Ein Tee aus Ingwer kann nämlich bei Übelkeit schnelle Hilfe leisten. Ebenso gut wäre Fenchel, den man als Tee auch mitnehmen kann. Das Problem mit der Verdauung, das vielen Reisenden bekannt ist, kann wohl nicht behoben werden, da es psychisch bedingt ist. Man kann sich aber vor Durchfall und Magenbeschwerden schützen, indem man kein Eis (weder Speiseeis noch Eiswürfel) verzehrt und auf rohe oder ungeschälte Lebensmittel verzichtet. Gerade in Ländern mit einer Küche, die sehr von der europäischen abweicht, sollte man auf stark gewürzte Speisen verzichten. Ein einfaches Beispiel: Wer zu Hause nie scharf ist, sollte darauf auch im Urlaub verzichten. Es ist besser, eine kulinarische Neuheit zu verpassen, als hinterher den gesamten Urlaub.

malias © Flickr

Der Artikel empfiehlt außerdem bei schwacher Verdauung Backpflaumen, die man meistens ohne weiteres mitnehmen kann. Kopfschmerzen kann man auch mit alltäglichen Dingen beheben: So soll eine Tasse Kaffee oft Wunder wirken. Vorsicht ist in sehr heißen Ländern in puncto Kopfschmerzen sowieso geboten, denn wer nicht ausreichend trinkt, riskiert nicht nur migräneartige Symptome, sondern auch Kreislaufprobleme. Das Trinkwasser sollte dabei nicht aus dem Wasserhahn, sondern vorsichtshalber aus der Flasche kommen. Für uns ungewöhnliche Zusätze oder leichte Verschmutzungen im “Wasser aus der Wand” können schnell die selben Symptome verursachen, wie exotisches Essen und ungekochte Kost.

Mit ein paar Vorsichtsmaßnahmen kann also dafür gesorgt werden, dass der Urlaub nicht im Krankenbett endet. Informationen über die richtigen Reisearzneien und im Einzelfall über weitere notwendige Medikamente erhält man in jeder Apotheke.


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11. April 2008
Autor: Nicole

Das Mittel Eupatorium perfoliatum wird aus dem “Durchwachsenen Wasserdost” gewonnen. In der homöopathischen Hausapotheke sollte es als Grippemittel griffbereit sein.

Die Pflanze wird auch “Indianerkraut” oder “Wasserhanf” genannt und gehört zur Familie der Korbblütler. Sie kommt oft auf dem nordamerikanischen Kontinent vor. Sumpfgebiete und sehr feuchte Böden werden bevorzugt und lassen unter diesen Bedingungen natürlich auch eine Kultivierung der Pflanze in Europa zu.

Wasserhanf. Smoobs © Flickr

Die amerikanischen Ureinwohner kannten den Wasserdost als Mittel, das schweißtreibend ist und somit bei Fieber und grippalen Infekten wirkt. Die Phytomedizin nutzt diese Wirkung und verwendet Eupatorium perfoliatum zudem als Immunstimulanz und mitunter auch als Abführmittel. In der Homöopathie ist die Arznei (Kurzform: eup-per.) als Grippemittel bekannt. Das Arzneimittelbild beschreibt eine allgemeine Wirkung auf die Knochen und Gliedmaßen, ferner auf die Muskulatur, den Hinterkopf, die Organe Magen und Leber sowie auf die Bronchien. Die Grippe geht mit starken Muskel- und Gliederschmerzen einher und wird von hohem Fieber begleitet. Die Beschwerden verschlimmern sich bei Kälte, Wetterumschwüngen ins Kalte, beim Riechen von Essen, bei Husten (der sich nachts verschlimmert und sehr schmerzhaft ist) und in Liegeposition auf der betroffenen Seite.

Die Blüte des Wasserdosts. Robert Silverwood @ FlickrBesserung tritt ein, wenn Galle erbrochen wird, der Patient schwitzt oder unterhalten wird. Er ist ruhelos und will sich bewegen weil er hofft, die Schmerzen würden sich so verringern. Die Augen tun ebenfalls meistens weh. Oft treten zudem starke Schmerzen im hinteren Bereich des Kopfes auf, wenn der Betroffene versucht sich hinzulegen. Ein starkes Bedürfnis nach kalten oder sauren Getränken und eventuell auch Eiscreme führt, wird es gestillt, direkt zu Schüttelfrost und gegebenenfalls Erbrechen.


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24. März 2008
Autor: Nicole

Die Biene ist ein nützliches Insekt. Sie kann aber nicht nur Blüten bestäuben und Honig machen, sondern auch stechen.

Nach dem Ähnlichkeitsprinzip nutzt die Homöopathie genau die Symptome, die bei einem Stich entstehen: Schwellungen, die heiß und schmerzhaft sind, werden mit Apis behandelt. Dazu gehören nicht nur die erwähnten Bienen- bzw. Insektenstiche, sondern auch Schwellungen der Schleimhäute, Bindehautentzündung, Mittelohrentzündung, Angina, Mandelentzündungen und Entzündungen der Blase. Charakteristisch für Apis ist, dass betroffene stellen von blass-roter Farbe sind und sich mit Flüssigkeit füllen. Die Beschwerden verschlimmern sich bei Berührung, Wärme, Druck, während des Schlafens und in schlecht belüfteten Räumen. Kälte durch Eis, Luft oder Wasser dagegen verbessern die Symptome. Wenn Apis indiziert ist, besteht zudem kein Durstgefühl beim Kranken, der oft an geschwollenen Augen (besonders die unteren Lider) leidet. Ist der Betroffene an einer Blasenentzündung erkrankt, verspürt er großen Harndrang, kann den Harn aber nur unter Beschwerden (Schmerzen etc.) absetzen.

Biene bei der Arbeit. aussiegall © Flickr

Für Tierfreunde ist Apis mellifica jedoch nichts, denn Verwendung finden die ganzen Honigbienen. Dies führt teilweise zu Kritik, besonders durch die Gegner der Homöopathie. Man muss dabei aber auch bedenken, dass wir auch andere Medikamente und sogar Kosmetika kaufen, die anhand von Tierversuchen hergestellt und getestet werden. Wer also Probleme mit der Herkunft der Substanz hat, kann in bestimmten Fällen auch auf Phytomedizin (z.B. Euphrasia bei Bindehautentzündung) und Hausmittel (z.B. Zwiebelauflagen bei Insektenstichen) zurückgreifen.


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13. März 2008
Autor: Nicole

Nach den jüngsten Meldungen über fatale Nebenwirkungen in Hustensäften, die über lange Jahre deutsche Arzneischränke füllten, kommen auch die Alternativen wieder ins Gespräch. Die Homöopathie hält für das Symptom Husten einige Arzneien bereit.

Ich möchte in einer kurzen Übersicht die verschiedenen Möglichkeiten vorstellen. ABER: Diese Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzt nicht den Gang zum Arzt oder Heilpraktiker. Sie dient einzig und allein dem Überblick!

Trockener Husten

Spongia wird aus dem Meeresschwamm gewonnen. porifera © FlickrAconitum wird im ersten Krankheitsstadium gegeben, wenn Fieber ohne übermäßigen Schweiß und Kurzatmigkeit den Husten begleiten.

Ein wundes Gefühl in Rachen und Kehle, verbunden mit plötzlich auftretenden Symptomen kann auf Belladonna hindeuten.

Bromum wird bei spastischem Husten gegeben, der Schmerzen im Brustkorb und Heiserkeit verursacht.

Bryona ist angezeigt, wenn der Husten wärmebedingt ist. Das heißt, der Husten beginnt beim Betreten warmer Räumlichkeiten und wird von stechenden Schmerzen begleitet.

Bellender Husten kann durch Spongia gemildert werden, wenn dieser sich bei Wärme bessert und bei kalter Luft verschlechtert.

Sticta ist angezeigt, wenn eine Erkältung abklingt, aber in Husten übergeht, der bellend ist.

Schleimiger Husten

Bittersüßer Nachtschatten - aus ihm wird Dulcamara hergestellt. vakfur © FlickrWenn der Schleim nicht abgehustet werden kann, die Zunge weiß belegt ist und rote Ränder zeigt, ist Antimonium tartaricum angezeigt.

Causticum wird bei Wundheitsgefühl in der Brust gegeben, das mit Heiserkeit, Schleim (der nicht ausgeworfen werden kann) und schmerzender Hüfte kombiniert ist.

Dicker, gelber Schleim, der reichlich vorhanden ist, zeigt Dulcamara an. Vor allem, wenn der Husten bei plötzlich wechselnden Temperaturverhältnissen und kaltem, feuchten Wetter auftritt.

Ist der Husten trocken mit eitrigem Auswurf und wird ein Erstickungsgefühl bemerkt, zeigt dies Hepar sulfuris an.

Das Schüßler-Salz Kalium bichromicum wird gegeben, wenn viel gelblicher bis weißer Auswurf vorhanden ist, der sehr zäh und klebrig erscheint.


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