Autor: Nicole Kategorien
Neueste Beitäge
Eure Kommentare
Autor: Nicole Das Mittel Eupatorium perfoliatum wird aus dem “Durchwachsenen Wasserdost” gewonnen. In der homöopathischen Hausapotheke sollte es als Grippemittel griffbereit sein.
Die Pflanze wird auch “Indianerkraut” oder “Wasserhanf” genannt und gehört zur Familie der Korbblütler. Sie kommt oft auf dem nordamerikanischen Kontinent vor. Sumpfgebiete und sehr feuchte Böden werden bevorzugt und lassen unter diesen Bedingungen natürlich auch eine Kultivierung der Pflanze in Europa zu.
Die amerikanischen Ureinwohner kannten den Wasserdost als Mittel, das schweißtreibend ist und somit bei Fieber und grippalen Infekten wirkt. Die Phytomedizin nutzt diese Wirkung und verwendet Eupatorium perfoliatum zudem als Immunstimulanz und mitunter auch als Abführmittel. In der Homöopathie ist die Arznei (Kurzform: eup-per.) als Grippemittel bekannt. Das Arzneimittelbild beschreibt eine allgemeine Wirkung auf die Knochen und Gliedmaßen, ferner auf die Muskulatur, den Hinterkopf, die Organe Magen und Leber sowie auf die Bronchien. Die Grippe geht mit starken Muskel- und Gliederschmerzen einher und wird von hohem Fieber begleitet. Die Beschwerden verschlimmern sich bei Kälte, Wetterumschwüngen ins Kalte, beim Riechen von Essen, bei Husten (der sich nachts verschlimmert und sehr schmerzhaft ist) und in Liegeposition auf der betroffenen Seite.
Besserung tritt ein, wenn Galle erbrochen wird, der Patient schwitzt oder unterhalten wird. Er ist ruhelos und will sich bewegen weil er hofft, die Schmerzen würden sich so verringern. Die Augen tun ebenfalls meistens weh. Oft treten zudem starke Schmerzen im hinteren Bereich des Kopfes auf, wenn der Betroffene versucht sich hinzulegen. Ein starkes Bedürfnis nach kalten oder sauren Getränken und eventuell auch Eiscreme führt, wird es gestillt, direkt zu Schüttelfrost und gegebenenfalls Erbrechen.
Autor: Nicole Die Biene ist ein nützliches Insekt. Sie kann aber nicht nur Blüten bestäuben und Honig machen, sondern auch stechen.
Nach dem Ähnlichkeitsprinzip nutzt die Homöopathie genau die Symptome, die bei einem Stich entstehen: Schwellungen, die heiß und schmerzhaft sind, werden mit Apis behandelt. Dazu gehören nicht nur die erwähnten Bienen- bzw. Insektenstiche, sondern auch Schwellungen der Schleimhäute, Bindehautentzündung, Mittelohrentzündung, Angina, Mandelentzündungen und Entzündungen der Blase. Charakteristisch für Apis ist, dass betroffene stellen von blass-roter Farbe sind und sich mit Flüssigkeit füllen. Die Beschwerden verschlimmern sich bei Berührung, Wärme, Druck, während des Schlafens und in schlecht belüfteten Räumen. Kälte durch Eis, Luft oder Wasser dagegen verbessern die Symptome. Wenn Apis indiziert ist, besteht zudem kein Durstgefühl beim Kranken, der oft an geschwollenen Augen (besonders die unteren Lider) leidet. Ist der Betroffene an einer Blasenentzündung erkrankt, verspürt er großen Harndrang, kann den Harn aber nur unter Beschwerden (Schmerzen etc.) absetzen.

Für Tierfreunde ist Apis mellifica jedoch nichts, denn Verwendung finden die ganzen Honigbienen. Dies führt teilweise zu Kritik, besonders durch die Gegner der Homöopathie. Man muss dabei aber auch bedenken, dass wir auch andere Medikamente und sogar Kosmetika kaufen, die anhand von Tierversuchen hergestellt und getestet werden. Wer also Probleme mit der Herkunft der Substanz hat, kann in bestimmten Fällen auch auf Phytomedizin (z.B. Euphrasia bei Bindehautentzündung) und Hausmittel (z.B. Zwiebelauflagen bei Insektenstichen) zurückgreifen.
Autor: Nicole Nach den jüngsten Meldungen über fatale Nebenwirkungen in Hustensäften, die über lange Jahre deutsche Arzneischränke füllten, kommen auch die Alternativen wieder ins Gespräch. Die Homöopathie hält für das Symptom Husten einige Arzneien bereit.
Ich möchte in einer kurzen Übersicht die verschiedenen Möglichkeiten vorstellen. ABER: Diese Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzt nicht den Gang zum Arzt oder Heilpraktiker. Sie dient einzig und allein dem Überblick!
Trockener Husten
Aconitum wird im ersten Krankheitsstadium gegeben, wenn Fieber ohne übermäßigen Schweiß und Kurzatmigkeit den Husten begleiten.
Ein wundes Gefühl in Rachen und Kehle, verbunden mit plötzlich auftretenden Symptomen kann auf Belladonna hindeuten.
Bromum wird bei spastischem Husten gegeben, der Schmerzen im Brustkorb und Heiserkeit verursacht.
Bryona ist angezeigt, wenn der Husten wärmebedingt ist. Das heißt, der Husten beginnt beim Betreten warmer Räumlichkeiten und wird von stechenden Schmerzen begleitet.
Bellender Husten kann durch Spongia gemildert werden, wenn dieser sich bei Wärme bessert und bei kalter Luft verschlechtert.
Sticta ist angezeigt, wenn eine Erkältung abklingt, aber in Husten übergeht, der bellend ist.
Schleimiger Husten
Wenn der Schleim nicht abgehustet werden kann, die Zunge weiß belegt ist und rote Ränder zeigt, ist Antimonium tartaricum angezeigt.
Causticum wird bei Wundheitsgefühl in der Brust gegeben, das mit Heiserkeit, Schleim (der nicht ausgeworfen werden kann) und schmerzender Hüfte kombiniert ist.
Dicker, gelber Schleim, der reichlich vorhanden ist, zeigt Dulcamara an. Vor allem, wenn der Husten bei plötzlich wechselnden Temperaturverhältnissen und kaltem, feuchten Wetter auftritt.
Ist der Husten trocken mit eitrigem Auswurf und wird ein Erstickungsgefühl bemerkt, zeigt dies Hepar sulfuris an.
Das Schüßler-Salz Kalium bichromicum wird gegeben, wenn viel gelblicher bis weißer Auswurf vorhanden ist, der sehr zäh und klebrig erscheint.
Autor: Nicole Abnehmen durch Homöopathie. Das klingt wie eine Symphonie in den Ohren derer, die sich willig Diäten stellen und doch immer wieder vom Jojo-Effekt eingeholt werden. Cefamadar soll dieses Wunder Wirklichkeit werden lassen.
Der Wirkstoff in dem homöopathischen Medikament Cefamadar wird aus dem Madarstrauch (Calotropis gigantea) gewonnen, der vor allem in Indien beheimatet ist.
Verwendung findet die getrocknete Rinde der Pflanze. Da kommen Konnotationen mit der indischen Lehre des Ayurveda auf. Auch Parallelen zur Phytomedizin lassen sich ziehen. Möglicherweise lässt dies weitere Keime der Hoffnung bei Gewichtsgeplagten sprießen. Cefamadar soll laut Angaben des Herstellers direkt im Gehir wirken und den Heißhunger stillen. Somit handelt es sich um einen “homöopathischen Appetitzügler”. In Tabletten- oder Tropfenform (letztere mit 72 Vol.-%!!) eingenommen, verschwindet so angeblich die Lust auf die bösen Dickmacher und - oh Wunder - man nimmt wie durch Zauberhand ab. Ganz so zauberhaft ist es denn aber doch nicht, denn auch der Hersteller gesteht auf seiner Homepage ein, dass man nicht allein durch das Präparat abnehmen kann. Vielmehr müsse auch vermehrt Bewegung in den Alltag integriert, sowie das Essverhalten umgestellt werden. Es ist anzunehmen, dass der eventuelle Gewichtsverlust dann eher von der neuen Lebensart, als von dem homöopathischen Helferlein herrührt.
Diese Annahme bestätigt der Blick in diverse Foren, in denen Diäterfahrungsberichte ausgetauscht werden. Die Erfolgsrate des Wirkstoffes allein scheint gering. Wer es trotzdem unbedingt ausprobieren möchte, kann 200 Tabletten für ungefähr 30 Euro erwerben. Das Geld sollte man meiner Meinung nach vielleicht lieber in eine Monatskarte für das Fitnessstudio investieren. Gesunde Ernährung ist ebenfalls billiger und in jedem Fall langfristiger in der Wirkung. Besonders bei übergewichtigen Kindern, die nach Angaben des Herstellers ab sechs Jahren die Tabletten schlucken dürfen, ist eine gesunde Ernährungsweise, vorgelebt durch die Eltern, meiner Meinung nach sehr viel nützlicher.
Autor: Nicole Derzeit wird wieder verstärkt mit dem Mittel “Umckaloabo” geworben. Der Zungenbrecher soll, so die Werbung, gegen Husten helfen.
Google liefert bei Eingabe des Begriffes rund 690000 Ergebnisse in deutscher Sprache. Schon die erste Seite der Suchergebnisse lässt erahnen, dass die meisten Einträge Verkaufsangebote sind. Mehr Informationen über Umckaloabo hat Wikipedia. Dort liest man, dass es sich um eine Arznei, gewonnen aus dem Wurzelextrakt einer südafrikanischen Pelargonienart, handelt. Die erste Erkenntnis: Wir bewegen uns auf dem Gebiet der Phytomedizin, die in Deutschland vor allem mit der historischen Gestalt Hildegard von Bingen konnotiert ist und weltweit auf eine lange Geschichte zurückblickt. Auch die Pelargonie hat eine längere Historie hinter sich. Ende des 19. Jahrhunderts kam sie aus dem südlichen Afrika, wo sie als traditionelle Heilpflanze benutzt wurde, nach England. Der “Importeur” Major Charles H. Stevens, wurde angeblich durch die Behandlung mit Umckaloabo (der Begriff kommt aus der Sprache der Zulu und bedeutet soviel wie “schwerer Husten”) in Rekordzeit von Tuberkulose geheilt. Unter der Bezeichnung “Stevens´ Consumption Cure” wollte der Brite die Arznei vermarkten, scheiterte aber und wurde von der British Medical Association als Betrüger bezeichnet. In Deutschland wurden noch bis in die 1920-er Jahre Tuberkulosekranke von einem aus der Schweiz stammendem Arzt behandelt.
Was ist denn nun dran, an der werbewirksam versprochenen Heilung?
Scheinbar nicht viel, glaubt man Berichten des “Arznei-Telegramms”, ein unabhängiger Informationsdienst für Ärzte und Apotheker. Zugelassen wurde das Mittel nur für die Behandlung von akuter Bronchitis. (Der Hersteller strebte weitläufigere Zulassungen an.) Für Bronchitis existieren zwei Doppelblindstudien. Die Ergebnisse zeigen, so Wikipedia, eine Wirksamkeit von Umckaloabo gegenüber Placebos. Dem widerspricht nun der oben genannte Informationsdienst rigoros. Unter der Überschrift “Quacksalberei” werden hier die Widersprüche der Studien angeprangert. Doch das ist nicht alles. Viel beunruhigender sind die Nebenwirkungen, die angeblich nicht existieren, aber wohl dennoch beobachtete wurden. Das “Arznei-Telegramm” dazu:
“Angeblich sind - so die Fachinformation - keine Nebenwirkungen bekannt. Dennoch soll das Mittel beispielsweise bei erhöhter Blutungsneigung “nicht angewendet werden”. In dem Extrakt enthaltene Kumarine bergen das Risiko von Blutungskomplikationen, etwa in der Pädiatrie, wenn angeborene Gerinnungs- oder Aggregationsstörungen noch unerkannt sind. Vor Kombination mit Azetylsalizylsäure (ASPIRIN u.a.) oder nichtsteroidalen Antirheumatika wird gewarnt. Ein zweijähriges Mädchen erkrankt nach zweiwöchiger Einnahme von UMCKALOABO-Lösung an thrombozytopenischer Purpura (NETZWERK-Bericht 12.658). Wie viele andere Erkältungsmittel ohne nachgewiesenen Nutzen (a-t 1995; Nr. 1: 4) enthält UMCKALOABO Alkohol: 12 Vol-%, so viel wie Wein (Werbung: Kann “selbst Kleinkindern bedenkenlos gegeben werden”).”
Der Hersteller selbst weist angeblich darauf hin, dass der enthaltene Alkohol aufgrund der niedrigen Dosierung unproblematisch für Kinder sei. Während Schwangerschaft und Stillzeit ist die Anwendung aufgrund mangelnder Studien nicht empfohlen.
Verbraucher sollten sich also vor der Einnahme gut informieren und diese mit einem Arzt abklären. Es wird erneut deutlich, dass “pflanzlich” nicht mit “ungefährlich” gleichgesetzt werden darf!
Autor: Nicole Belladonna ist eine homöopathische Arznei aus der Tollkirsche. Besonders ihre Wirkung bei Entzündungen und Fieber qualifiziert sie zu einem festen Bestandteil der Hausapotheke.
Die giftige Schwarze Tollkirsche (Atropa Belladonna) gehört zu den Nachtschattengewächsen. Ihr Beschwerdebild ist dem der Arznei Aconitum ähnlich, darum sollte man gerade hier besonders auf die Verwechslungsgefahr achten. Bei beiden Indikationen treten die Symptome sehr plötzlich und stark auf. Im Unterschied zu Aconitum, bei dem die Beschwerden durch besondere Angstzustände charakterisiert sind, herscht bei Belladonna das große Gefühl von Aggressivität vor. In minderen Ausprägungen kann sich dies auch durch einen Zustand der vermehrten Erregung äußern. Die Krankheiten, die auf die Arznei hindeuten sind Zahnschmerzen (die Stelle des Schmerzes ist rot vor Hitze und geschwollen), Angina, Erkältungen mit Fieber (auch Fieber als einzelnes Symptom) Arthritis, Scharlach, entzündliche Abzesse und Ohrenschmerzen. Der Betroffene schwitzt stark, hat feucht-glänzende Augen mit großen Pupillen und verfällt durch das Fieber manchmal in ein Delirium.
Schwellungen sind besonders rot und heiß. Die Hitze strahlt in den gesamten Körper. Geräusche, Unruhe und Licht werden vom Erkrankten nur schwer bis überhaupt nicht ertragen.
Das enthaltene Atropin wird auch in der Schulmedizin, besonders bei Augenuntersuchungen, verwendet. Die Eingabe in das Auge bewirkt eine Mydriasis, eine Weitstellung der Pupille. Wer das schon am eigenen Leib gespürt hat spürt die starke Kraft dieser Pflanze, die für längere Zeit die Sehkraft einschränkt.
Autor: Nicole Die Homöopathie kennt nicht nur die Therapie durch Einzelmittel. Auf dem Markt gibt es eine ganze Reihe von kombinierten Arzneien, die sich besonders bei chronischen Krankheiten und solchen, mit sehr vielen Symptomen bewährt haben sollen.
Wie ich bei meiner Recherche erfahren habe, soll Hahnemann selbst die Anwendung von kombinierten Präparaten nie schriftlich fixiert, sich aber dennoch mit der Frage der komplexen Behandlung beschäftigt haben. In der Tat ist es äußerst fraglich, ob der Erfinder der Homöopathie selbst Komplexmittel angewendet hat. Aus einem Briefwechsel mit einem befreundeten Arzt soll nur hervorgehen, dass Hahnemann sich sehr für die Methode des Kollegen, zwei kombinierte homöopathische Arzneien zu verwenden interessiert hat. Über eine positive Äußerung und die reine Auseinandersetzung ging es scheinbar aber nicht hinaus. Hahnemann selbst benutzte zwar auch mehrere Mittel für bestimmte Krankheiten, doch tat er dies im Wechsel, also zeitlich versetzt. Als einer der Ersten mischte Emanuel Felke mehr als zwei Mittel zusammen. Er ist darüber hinaus bekannt dafür, die Irisdiagnostik erfunden zu haben und wird oft als “Lehm-Pastor” bezeichnet, weil er seine Patienten unter anderem in Lehmbrei baden ließ. Die fehlende schriftliche Auseinandersetzung Hahnemanns mit der Mischung homöopathischer Arzneien ist noch heute ein Grund dafür, dass einige Heilpraktiker der Methode kritisch bis ablehnend gegenüberstehen.
weiter Lesen »
Autor: Nicole Das Mittel wird aus Brechweinstein gewonnen. Dabei handelt es sich um eine hochgiftige Substanz, die ohne ausreichende Potenzierung starke Übelkeit und Erbrechen hervorruft.
Verwendung findet die chemische Verbindung neben alternativen Therapien in der Lederindustrie. Der wissenschaftlich korrekte Name für die Chemikalie ist “Kaliumantimonyltartrat”. Sie wird aus Weinstein gewonnen. Dieser Ausgangsstoff entsteht bei der Weinherstellung, wo sich die schwerlöslichen Salze aus der Weinsäure als Kristalle am Boden eines Fasses absetzen.
Die Arznei wird in der Homöopathie vor allem verwendet, um Bronchialbeschwerden mit damit einhergehender Atemnot zu therapieren. Auch bei Kreislaufbeschwerden, Asthma, Keuchhusten Hexenschuss und Ischias findet es Anwendung. Das Beschwerdebild zeigt einen Patienten mit schwachem Puls, der langsam ist und nicht regelmäßig schlägt. Der Betroffene hat das Gefühl, als könnte bei der kleinsten Bewegung sein Herz aufhören zu schlagen. Die Todesangst wird begleitet von verstärktem Seufzen, einer mürrischen Stimmung, tiefer Traurigkeit und dem Wunsch nach Einsamkeit. Durch Schleimbildung in den Bronchien und daraus resultierender Atemnot kann die Haut sich bläulich färben. Ein rasselndes Husten zeigt die verschleimte Brust an. Doch der Patient kann den Schleim nicht abhusten. Möglicherweise kommt es auch zu Übelkeit und Erbrechen.
Autor: Nicole Der Augentrost (Euphrasia) gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse. Der Name kommt aus dem Griechischen. “euprasia” bedeutet dort soviel wie Frohsinn oder Freude.
In der Homöopathie wird die Pflanze innerlich und äußerlich angewendet. Innerlich hilft die Arznei als Tee bei starkem Husten, wenn dieser von Schleimabsonderungen begleitet wird und tagsüber stärker ist, nachts dafür deutlich nachlässt.
Hauptanwendung findet Euphrasia, das sich auch der Phytotherapie zuordnen lässt, in Augentropfen und als Mittel bei Erkältungen, die die Sehorgane in Mitleidenschaft ziehen. Oft kommt es zu stark gereizten Lidrändern, die durch einen scharfen Tränenefluss begleitet werden. Damit einher geht das Gefühl, dass sich ein Fremdkörper im Auge befindet. Man reibt und blinzelt vermehrt, dies wiederum verschlimmert die Symptome. Im Gegensatz dazu ist der Nasenfluss eher mild. Euphrasia ist gleichfalls angezeigt, wenn die Beschwerden sich bei Rauch oder am Abend verstärken. Oft kommt es durch die gereizten Augen zu einer Überempfindlichkeit gegen Licht. Hilfreich kann die Arznei auch bei geröteten Augen infolge von Heuschnupfen oder einer Bindehautentzündung sein.
Darüber hinaus helfen die Tropfen auch, wenn die Augen durch lange Arbeit vor dem Computer gerötet sind und stark brennen. Auch der Tee kann nicht nur getrunken, sondern auch Äußerlich angewendet werden. Nach Tätigkeiten, die die Augen stark belasten, können in dem dünn aufgebrühten Tee (1 Teelöffel pro Becher) Kompressen aus Mull getränkt werden. Für einige Minuten auf die Augen gelegt, beruhigen die Inhaltsstoffe und nehmen die Rötung.
Besonders gut lässt sich Augentrost auch bei Tieren anwenden, die infolge von Zugluft unter Augentränen leiden. Der Vorteil zu herkömmlichen Medikamenten: die Tropfen brennen nicht bei der Anwendung. Außerdem kann man in diesen leichten Fällen auf “chemische Keulen” wie Cortison oder Antibiotika verzichten.
Autor: Nicole Diese Arznei wird aus der Küchenzwiebel gewonnen. Jeder kennt die Wirkung der Zwiebelsäfte auf Schleimhäute und Augen. Die Homöopathie nutzt diesen Aspekt, um vor allem grippale Infekte zu heilen.
Die Zwiebel ist eine zweijährige Kulturpflanze. Sie enthält schwefelhaltige Verbindungen, die beim Zerkleinern zersetzt werden. Es entstehen unterschiedliche Oxide, die für die brennenden und tränenden Augen verantwortlich sind.
Allium Cepa wird bei Erkältungen mit Schnupfen eingenommen, wenn diese mit geistiger Trägheit und einer Benommenheit des Erkrankten gepaart sind. Das Symptombild zeigt wässrige Absonderungen der Nase, die beißend scharf sind und wunde Haut unter ihr hervorrufen. Daneben zeigt sich jedoch ein milder Tränenefluss. Die Erkältung breitet sich nach unten aus, indem sich der Kehlkopf entzündet und ein wundes Gefühl beim Husten verursacht. Kälte und die der Aufenthalt an der frischen Luft bewirken eine Verbesserung der Beschwerden, wohingegen diese bei Zimmertemperatur und ganz besonders am Abend schlimmer werden. Ein ganz besonders auffälliges Charakteristikum für Allium Cepa ist außerdem sehr häufiges Gähnen.
Daneben wirkt das Mittel auch bei Bindehaut- und Kehlkopfentzündung. Im Falle einer Bindehautentzündung ist die Zwiebel besonders dann angezeigt, wenn diese durch Allergien hervorgerufen wurde. Die Substanz wird häufig in den Potenzen D6 bis D12 verwendet und ist rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.