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Autor: Nicole Soll die Therapie mit Schüßler-Salzen gezielt ein bestimmtes Organ erreichen, hat sich die “Chinesische Organuhr” bewährt. Sie beruht auf Erkenntnissen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Demnach arbeitet jedes Organ innerhalb des Tages für zwei Stunden im Hochleistungsbetrieb. Nach dieser Spanne (der Maximalzeit) übernimmt ein anderes Organ die Energie. Die Dosis eines Schüßler-Salzes wird eine Stunde vor der Maximalzeit eines bestimmten Organs auf fünf bis zehn Tabletten erhöht. So ist es für die Therapie von Asthma angebracht, zur Zeit der Lunge (3 bis 5 Uhr morgens) auf die Schleimhäute einzuwirken, um eine Entspannung derselbigen herbeizuführen. Dazu eignen sich die Salze Kalium chloratum D6, Magnesium phoshoricum D6 und Calcium phosphoricum D6. Um 5 bis 7 Uhr beginnt dann die Maximalzeit des Dickdarms. Verdauungsbeschwerden und Krankheiten wie ein Reizdarm lassen sich gut behandeln, indem eine Stunde zuvor Kalium chloratum D6, Natrium sulfuricum D6, Natrium phosphoricu m D6 oder Ferrum phosphoricum D12 eingenommen werden.

Um die Funktion der Gallenblase anzuregen, bzw. den Gallefluß zu regulieren, ist die Stunde vor 23 Uhr optimal. Zu diesem Zweck wird das Salz Natrium sulfuricum D6 verwendet. Die Salze kann man entweder in Tablettenform oder als „Heiße Sieben“ einnehmen (denn diese Methode kommt zwar namentlich vom Salz Nr. 7 - Magnesium phosphoricum – ist jedoch auch für die anderen Salze anwendbar). Mittlerweile sind auf dem Markt wirkliche Uhren nach der Vorlage des chinesischen Schemas erhältlich. Diese eignen sich, wenn mehrere chronische Krankheiten bzw. Beschwerden gleichzeitig behandelt werden sollen. Daneben existiert weitreichende Literatur zur Lehre der chinesischen Medizin, sowie speziell zur Organuhr und den Schüßler-Salzen. Welches Salz genau auf die Beschwerden zutrifft, sollte in chronischen und schwerwiegenden Fällen ein Fachmann entscheiden.
Autor: Nicole Die Einahme der Schüßler-Salze ist durch ihre Tablettenform besonders unterwegs sehr praktisch. Kinder akzeptieren die Arznei meistens problemlos, da die Mineralstoffe mit Milchzucker verrieben sind.
Akut oder chronisch?
Vor der Einnahme muss man zwischen akuten und chronischen Beschwerden unterscheiden. Biochemische Salze können viele chronische Beschwerden lindern und heilen. Treten aber zudem akute Krankheitsbilder auf, müsse diese zuerst behandelt werden.
Im Falle akuter Symptome ist eine verstärkte Einnahme erforderlich.
Man nimmt alle paar Minuten bzw. im Viertel- oder Halbstundentakt eine Tablette, die man im Mund zergehen lässt. Die Taktung ist abhängig von der Stärke der Symptome. So vermittelt man dem Körper durch häufiges Zuführen des entsprechenden Salzes einen Anreiz zur Heilung. Am Anfang der Beschwerden kann die häufige Einnahme bis zu einem Tag lang erfolgen. Da es sich hier aber um eine hohe Dosierung handelt, sollte ein Arzt oder Heilpraktiker zu Rate gezogen werden.
Bei Chronischen Beschwerden dienen die Schüßler-Salze als Begleittherapie, neben der Behandlung durch den Arzt.
Eine Ausnahme bei akuten Beschwerden bildet das Salz Nr. 7 (Magnesium phosphoricum). Als Mittel gegen Schmerzen und Krämpfe entfaltet es seine heilende Wirkung besonders gut als “Heiße Sieben”. Dazu überbrüht man 10 Tabletten mit kochendem Wasser und rührt solange, bis sie sich komplett aufgelöst haben. Dann langsam schluckweise trinken.
Autor: Nicole
Zur Geschichte der Schüßler - Salze
Sie Salze sind nach dem Begründer der Biochemie, dem Arzt Wilhelm Heinrich Schüßler, benannt. Er beschäftigte sich lange Zeit mit der Homöopathie und so ist es auch nicht verwunderlich, dass er auf dem Weg zu seiner Methode die grundlegenden Gedanken Samuel Hahnemanns (Ähnlichkeitsregel, Potenzierung der Mittel) aufgriff. Schüßler entdeckte zwölf Mineralstoffe (er sprach von “Salzen”), die im menschlichen Körper vorkommen und die wir täglich mit der Nahrung aufnehmen. Sie sind für wichtige Körperfunktionen verantwortlich, können diese anregen und Fehlfunktionen ausgleichen. Seine Forschungen über Alternativen zur Homöopathie hatten die Intention, das Wirkstoff-Spektrum zu minimieren. Nach langer Forschungsarbeit und Versuchen in der Praxis konnte der Arzt seine Theorie bestätigen. Im Jahre 1873 veröffentlichte er seine Erkenntnisse.
Zur Wirkungsweise
Üblicherweise nimmt man die Salze verdünnt in Wasser zu sich. Wichtig ist, dass die Lösung schluckweise genommen wird, da die Wirkstoffe so direkt von der Mundschleimhaut aufgenommen werden können. Im Krankheitsfall leidet der Körper an Defiziten und Verteilungsstörungen bestimmter Mineralstoffe. Hier setzt die Wirkungsweise der Biochemie ein, indem die Schüßler - Salze einen Ausgleich schaffen.
Die Salze sind nummeriert und in den unterschiedlichen Potenzen D6 und D12 in der Apotheke als Tabletten (mit Milchzucker) und Salben erhältlich.
Im folgenden eine Liste der Salze:
Zu Schüßlers Lebzeiten existierten nur die oben genannten zwölf Heilsalze. Spätere Entwicklungen brachten erst die elf Heilsalben hervor. Die Salben werden bei Gelenk - und Hauterkrankungen eingesetzt, da die Wirkstoffe besser aufgenommen werden können. Weitere Anwendungsmöglichkeiten sind Kompressen, Wickel und auch Hand - und Fußbäder. Anders als in der Homöopathie tritt bei der Anwendung der biochemischen Salze keine Erstverschlimmerung auf. Zudem haben die Mineralstoffe keine Nebenwirkungen.