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Autor: Nicole Sanftes Heilen von Rückenschmerzen und Zivilisationskrankheiten. Diese Therapieerfolge stellen Anhänger der Dorn-Therapie in nur ein bis drei Sitzungen in Aussicht. Die Methode ist bilang vor allem in Deutschland verbreitet, erfährt aber dennoch ungebrochene Aufmerksamkeit durch Schmerzgeplagte.
Die Dorn-Therapie wurde 1975 von Dieter Dorn bekannt gemacht. Seines Zeichens Landwirt und Sägewerksbesitzer, litt er unter einen Hexenschuss, den ein Dorfbekannter “Heiler” mit ein paar Handgriffen verschwinden ließ. Begeistert von der Methode wollte er die Grundlagen lernen. Die Antwort des alten Mannes war, dass er es nicht lernen müsste, weil er es von Natur aus könne. Es kam dann auch nicht mehr zur Weitergabe des Wissens. Der Mann starb wenige Wochen später.

Der nunmehr geheilte Landwirt begann zunächst seine Frau zu behandeln und machte sich in der Folge in der gesamten Region einen Namen. So erzählt Dorn selbst von der Zeit, in der er erkannte, dass die moderne Lebensart Auslöser vieler Zivilisationskrankheiten (allen voran das “Volksleiden” Rückenschmerzen) ist. Mangel an Bewegung und ungesunde Lebensweise führen, so Dorn, zu einem Beckenschiefstand, an dem seiner Meinung ein Großteil der Bevölkerung leide. Folge dieser Entwicklung seien Schmerzen, die durch Fehlstellungen der Wirbelsäule erzeugt würden und auch organische Krankheiten zur Folge haben können, weil aus jedem Wirbel Nerven entspringen, die die umliegenden Organe versorgen. Diese Theorie hat einige Parallelen zur Traditionellen Chinesischen Medizin, die davon ausgeht, dass der gesamte Körper von einem Meridiansystem durchzogen ist. Anhand dieser These entwickelten sich die Heilmethoden Akupunktur und Akupressur. Zurück zu Dorn: Aus der grundlegenden Annahme, Beckenschiefstand und Wirbelsäulenfehlstellung würden Krankheiten verursachen, entwickelt er die nach ihm benannte Methode, die durch Einsatz der Hände die Gelenke und Wirbel wieder dorthin bewegt, wo sie nach Ansicht des Erfinders hingehören.
Im Internet findet man folgende Auslegung:
“Auf eine sanfte, einfühlsame aber auch kraftvolle Art werden die verschobenen Wirbel und Gelenke wieder an ihren idealen Platz zurückgeschoben. (…) Die Dorn-Methode ist Erfahrungs-Heilkunde, nur sehr wenig Wissen ist notwendig. Das empfindsame Gefühl des Therapeuten entscheidet über den hervorragenden Erfolg der Behandlung und der Mut es einfach zu tun! Das gefühlvolle Abtasten an den Dornfortsätzen und das mitfühlende Verschieben der Wirbel und Gelenke in die ideale Position in der Bewegung, ist entscheidend.”
In diesem Sinne wird der Ansatz als eine Methode verstanden, die jeder durch Erfahrung erlernt. Mit jeder Behandlung bekommt der Ausführende ein besseres Gefühl für die Gelenke und Wirbel.
Die Dorn-Therapie wird als Methode der Komplemetärmedizin zugeordnet, ist aber weder durch medizinische Studien erforscht, noch von der Schulmedizin anerkannt worden. Grund dafür ist heftige Kritik an den Grundlagen der These, sowie an der häufigen Ausführung und Weiterbildung durch medizinische Laien.
Autor: Nicole Die ganzheitliche Lehre Sebastian Kneipps beruht auf einer gesunden Lebensführung und fünf Elementen. In erster Linie wird die Kneipp´sche Wasserkur heute zur Prävention genutzt. Aber natürlich kann sie auch dann helfen, wenn Krankheiten bereits akut sind.
Durch eine umfassende Therapie werden die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert. Ferner soll der Mensch seelischen und körperlichen Einklang erreichen. Dieses Gleichgewicht schützt gegen Stress, Alltagsbelastungen und daraus entstehenden Krankheiten.
Die fünf Elemente der Lehre Kneipps
Die Hydro- und Balneotherapie besteht aus Wasseranwendungen, wobei das Wasser in jedem Aggregatszustand verwendet wird. Die Anwendungen führen dazu, bestimmte Prozesse im Körper durch gezielte Stimulation in Gang zu bringen. In der Folge begünstigt dieses Vorgehen einen gut funktionierenden Organismus.
Bewegung ist der zweite Eckpfeiler der Lehre. Sportliche Betätigung, egal ob als Gymnastik, Yoga oder Schwimmen sowie passive Bewegungen wie Massage und Bewegungsbäder fördern die körperliche Gesundheit.
Ausgewogene Ernährung unterstützt diese Gesundheit und ist das dritte Element der Lehre. Hier spielt vor allem die Frische und Natürlichkeit des Essens eine große Rolle. Bei akuten Beschwerden setzt die Kneipp´sche Lehre auf die Phytomedizin. Der fünfte Eckpfeiler ist schließlich die so genannte Ordnungstherapie. Nach Kneipp ist die psychische sowie soziale Ordnung eine Voraussetzunge für Gesundheit. Das gilt für den einzelnen Menschen und auch - im ökologischen Sinne - für die gesamte Welt.

Wirkungen des Wassers
Neben der Stärkung des Immunsystems, des Kreislaufs und des Herzens durch kaltes Wasser wird auch der Stoffwechsel in Gang gebracht. Die Wahrnehmung des Körpers wird geschärft und Wohlbefinden, im psychischen und körperlichen Sinne, gefördert. Alle anderen Elemente bauen auf den Wasseranwendungen auf, vervollständigen und vertiefen sie und führen so zu einer ganzheitlichen Lehre der Gesundheit.
Autor: Nicole Kneipp ist ein Begriff, der für Gesundheit durch Wasser steht. Doch wer war Kneipp eigentlich?
Sebastian Anton Kneipp (1821-1897) erkrankte im Jahre 1849 während seines Studiums der Theologie an Tuberkulose. Schon vorher hatte er sich mit Pflanzenheilkunde und anderen Verfahren beschäftigt und entdeckte nun zufällig ein Buch des Arztes Johann Siegmund Hahn, in dem von der heilenden Wirkung des Wassers berichtet wurde. Kneipp nutzte die Erkenntnisse und badete einige Male in der winterlich-kalten Donau. Das eiskalte Wasser befreite ihn von seiner Krankheit. Nachdem der junge Priester sein Studium abgeschlossen hatte, behandelte er schon viele Menschen mit seinen Wasserkuren, woraufhin er mehrere Male, unter anderem wegen “Kurpfuscherei” angeklagt wurde.
Eine Erklärung, in Zukunft seine Behandlungen zu unterlassen, unterschrieb er zwar, befolgte sie aber nicht. Grund war eine Choleraepidemie, die 1854 von München aus auch den kleinen Ort Boos, wo Kneipp als Geistlicher tätig war, erreichte. Er heilte 42 Menschen, die an der Krankheit litten und war in der Bevölkerung von nun an als “Cholera-Kaplan” bekannt. Dieser Umstand änderte nichts an der Umstrittenheit seiner Anwendungen in Medizinerkreisen. Damals wie heute standen sich alternative Medizin und Schulmedizin streitlustig gegenüber. Immer wieder musste er sich gegen Anfeindungen wehren, es hörten aber auch immer mehr Menschen von den Erfolgen seiner Kur. Der Kaplan machte bei der Behandlung seiner Patienten keinen Unterschied zwischen arm und reich. Viele, die zu ihm kamen, hatten bereits erfolglos die Schulmedizin zu Rate gezogen.

Zwei Bücher und viele Heilungen folgten. Eine Europareise ließ den Bekanntheitsgrad des Geistlichen weiter steigen. Selbst Papst Leo XIII. würdigte seine Leistungen und ließ sich sogar von Kneipp behandeln. Die europaweiten Erfolge änderten jedoch nichts daran, dass Kneipp von einigen Seiten immer wieder vorgeworfen wurde, er handele aus Geldgier und ohne Sachverstand. Der Kurort Wörishofen mit dem Kurhaus, in dem Kneipp tätig war, musste sogar mehrere Übergriffe (Brandstiftung etc.) verkraften.
Sebastian Kneipp starb am 17. Juni 1897 an einem Tumor, dessen Behandlung durch eine Operation er verweigert hatte. Bis zuletzt vertraute er einzig und allein auf seine Wasserkuren. Heute gibt es unzählige Kneippvereine, die in dem Dachverband “Kneippbund” zusammengeschlossen sind. Darüber hinaus folgten viele Orte dem Beispiel Wörishofens und wurden zu offiziellen Kneippkurorten. Die Bücher werden noch heute verlegt und verkauft. Sogar die Wellnessbranche hat Kneipp entdeckt und verwendet das Wissen des “Wasserdoktors”.
Autor: Nicole Die Traditionelle Chinesische Medizin, kurz TCM, ist Jahrtausende alt und doch relativ jung. Dieses entstandene Paradoxon ist auf die Geschichte des Ursprungslandes zurückzuführen.
Man schätzt das Alter der TCM auf 2000 Jahre. Schon recht früh weitete sich die Medizin auf den gesamten ostasiatischen Raum aus und inspirierte beispielsweise die japanische Tradition des Kampo. Europa erfuhr nach ersten Berührungen mit China im 18. Jahrhundert von der östlichen Lehre. Das Interesse verlor sich etwas, während der westliche Fortschritt die Menschen in Atem hielt, begann aber pünktlich zur Stagnation dieser Prozesse am Anfang des 20. Jahrhunderts erneut. Ab 1970 erfahren chinesische Methoden einen nachhaltigen Aufschwung in westlichen Kulturen.

Die Traditionelle Chinesische Medizin, wie sie heute im Osten und im Westen gelehrt wird, ist jedoch nicht so traditionell, wie es ihr Name verspricht. Ursache ist die Geschichte Chinas. Nach der Gründung der Volksrepublik im Jahre 1949 musste auch das Gesundheitswesen neu geordnet werden. Es galt, eine große, meist ländliche Bevölkerung mit Medizinern zu versorgen. Nur zu gerne hätte Mao Zedong westliche Methoden eingesetzt, dies hätte jedoch einen Ausschluss einer breiten, mittellosen Bevölkerungsschicht von der medizinischen Versorgung bedeutet. So propagierte Mao, was blieb ihm auch anderes, die TCM als eine “Schatzkammer”. In der Folge beschäftigte sich eine Kommission westlich-geprägter (!) Medizinier über zehn Jahre damit, wie man die Wurzeln der TCM mit den Maximen des Marxismus
und den westlichen Methoden vereinbaren könnte. Ergebnis dieser Bemühungen war ein Kunstprodukt, das an eigens gegründeten Hochschulen gelehrt wurde und später die westliche Welt faszinierte.
Die Begeisterung wurde in China selbst mit großer Verwunderung aufgenommen, war die entstandene Lehre doch nur eine Not- und Übergangslösung. Der Westen schätzte jedoch die fremd erscheinenden Einflüsse, verbunden mit bekannter Logik der eigenen Medizin. Bis heute erleben die Verfahren einen Boom. Neben Arzneien aus tierischen, mineralischen und pflanzlichen Stoffen (Phytomedizin) finden Verfahren wie Akupunktur, Massage, Diäten und Bewegung Anwendung. Allerdings werden in Europa ausdrücklich nur die phytotherapeutischen Arzneien verwendet und in aktuellen Studien auf ihre Tauglichkeit als Krebsarzneien hin untersucht.. In China führt der Einsatz tierischer Inhaltsstoffe dazu, dass viele Arten gequält werden und vom Aussterben bedroht sind. Zur Top Drei der bedrohten Tiere durch TCM gehören Tiger, Nashorn und Sägerochen.
Autor: Nicole Herpes Zoster ist die medizinische Bezeichnung für die Krankheit, die im Volksmund auch Gürtelrose genannt wird. Der akademische Name verrät: Die Beschwerden werden von einem Virus verursacht, das zu der Gruppe der Herpeserreger gehört.
Die ersten Symptome einer Gürtelrose (Herpes Zoster) äußern sich meist im Brennen bestimmter Hautpartien. Dabei handelt es sich um die Stellen auf der Höhe des Brustkorbes. Das hat mit der Ursache der Erkrankung zu tun. Hat ein Mensch zum ersten Mal Kontakt mit dem so genannten Varicella-Zoster-Virus, bekommt er in der Folge Windpocken. Wie alle Herpesviren bleibt auch dieser Krankheitserreger nach Abklingen der Symptome im Körper, nistet sich in den Wurzeln der Hautnerven ein, die vom Brustbein horizontal zur Wirbelsäule verlaufen und kann dort über Jahre und Jahrzehnte inaktiv sein.
Bei einem geschwächten Immunsystem infolge von Stress, schweren Infektionen, AIDS, höherem Alter oder Krebs erwacht das Virus zu neuem Leben. Nach dem anfänglich beschriebenen Brennen der betroffenen Hautstellen bilden sich etwa zwei bis drei Tage später kleine Bläschen, die wie ein Hautausschlag aussehen und sehr schmerzhaft sein können. Sie platzen einige Tage später auf und entzünden sich. In der Folge bildet sich Schorf auf den Wunden, der nach etwa drei Wochen abfällt. Weitere Symptome können Fieber und geschwollene Lymphknoten sein.
Behandlung
In erster Linie muss Herpes Zoster schulmedizinisch behandelt werden. Neben Gaben von Virostatika kommen dabei oft Schmerzmittel zum Einsatz, weil viele der Patienten enorm unter den entzündeten Bläschen leiden. Bestimmte Puder und Zinksalben sollen die Wundheilung beschleunigen. Nachdem die Krankheit abgeklungen ist, leiden einige Betroffene an “Post-Zoster-Neuralgie”, die durch Nervenschmerzen in den einst erkrankten Körperregionen hervorgerufen wird. Dann werden leichte Antidepressiva und Antiepileptika zur Therapie empfohlen.
Die alternative Medizin kann bei Gürtelrose Linderung verschaffen und unterstützend wirken. So hilft Teebaumöl, das als verdünnte Tinktur auf die betroffenen Stellen der Haut aufgetragen wird, die Entzündungen schneller abklingen zu lassen. Die ätherischen Öle in dem phytotherapeutischen Medikament wirken antiseptisch, antibakteriell und fördern die schnellere Heilung der obersten Hautschichten.
Die Schmerzen bei Postbeschwerden können mit Hilfe der Akupunktur in Angriff genommen werden. Auch Schlangenreintoxine, die wie eine Art Schmerzmittel wirken, Softlasertherapie (durchblutungsfördernd, antibakteriell, entzündungshemmend) und die Behandlung mit Eigenblut sollen die vollständige Genesung vorantreiben.
Autor: Nicole Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) verfügt über viele phytomedizinische Arzneien. Forscher aus Österreich, Deutschland und China testen jetzt gemeinsam die Wirkung der Heilpflanzen in der Krebstherapie.
Untersucht werden insgesamt 76 Pflanzen, von denen sich die Forscher einen Heilerfolg bei der Bekämpfung bösartiger Tumore erhoffen. Die Test zeigen, Pressemitteilungen zufolge, erste positive Ergebnisse. Bisher konnte man 18 Kräuter herausstellen, die im Labor Krebszellen am Wachstum hinderten. Im weiteren Verlauf der Forschungen sollen diese Heilkräuter nun weiter untersucht und in ihre einzelnen Wirkstoffe zersetzt werden. So könne man feststellen, welche Substanzen den Heilerfolg erzielen können, teilt das Internetportal “monterandcritics” mit. Der Rotwurzel-Salbei enthält ersten Ergebnissen zufolge sogar drei Wirkstoffe, die in der Krebstherapie eingesetzt werden könnten.
Die Erforschung von pflanzlichen Wirkstoffen gegen Krebs ist nicht neu. Einige Medikamente auf dem Markt wurden sogar schon aus natürlichen Rohstoffen gewonnen. So kann beispielsweise Brustkrebs mit Taxanen aus der Eibe therapiert werden.
Vor kurzem fanden Wissenschaftler außerdem heraus, dass auch Sport während der Krebsbehandlung Erfolge erzielen kann. Test ergaben, dass körperliche Betätigung das Risiko für bestimmte Krebsarten deutlich minimiert. Ferner kann Sport sogar die Rückfallquote vermindern. Diese Ergebnisse geben der Therapie ganz neue Ansätze, gingen Mediziner doch bisher davon aus, dass Sport Krebspatienten zu sehr belasten würde.
Autor: Nicole Jeder Kontinent, jedes Land blickt auf eine Entwicklung zurück, die sich mit der Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen beschäftigt. Die japanische Phytomedizin nennt man Kampo.
Kampo existiert in Japan seit über 1500 Jahren. Ursprünglich entstand es aus den Grundlagen der Traditionellen Chinesischen Medizin. Durch Chinesisch-japanische Beziehungen kam Wissen über Heilpflanzen in den heutigen Industriestaat. Dieses Wissen wurde weiterentwickelt und verfeinert. Heute kennt die sino-jaoanische Phytomedizin 250 Heilpflanzen und unzählige Beschwerdebilder, die durch Mischungen der bekannten Pflanzen geheilt werden können. Seit dem 19. Jahrhundert müssen in Japan alle praktizierenden Ärzte eine schulmedizinische Ausbildung nachweisen. Hinzu kommt die Aus- und Weiterbildung in Kampo. Somit wird die traditionelle Heilmethode auch nur von Medizinern verschrieben und angewendet.
Doch wo liegt nun der Unterschied zwischen TCM und Kampo? Reicht es nicht, sich allein mit den chinesischen Heilverfahren zu beschäftigen? Ein Artikel des Magazin CO´MED informiert über die Vorteile der japanischen Phytotherapie, besonders gegenüber der Traditionellen chinesischen Medizin, für den europäischen Gesundheitsmarkt. Demnach sei die Ähnlichkeit europäischer Staaten mit Japan ausschlaggebend. Industriestaaten sind nicht nur technisch weiterentwickelt, auch “Volkskrankheiten” entwickeln sich astronomisch. Das ist in Japan nicht anders als beispielsweise in Deutschland. Somit gibt es in der japanischen Phytomedizin auch und besonders Pflanzenmischungen, gegen die meisten chronischen Zivilisationsleiden: dazu gehören zum Beispiel chronische Bronchitis, Asthma, Wechseljahrsbeschwerden, Allergien und Hepatitis. Durch die kombinierte Ausbildung der Ärzte, werden schulmedizinische und alternative Methoden gleichsam angewendet. Für den Patienten ein klarer Vorteil. Japan ist Europa so wieder einen Schritt voraus. Denn, natürlich gibt es Schulmediziner, die sich auch mit alternativen Heilmethoden wie Homöopathie und Pflanzenheilkunde beschäftigen, aber diese grundlegende und kontinuierliche Verbindung beider Richtungen habe ich in Deutschland noch nie erlebt. Meiner Meinung nach muss man sich hier für eine Methode entscheiden: die beste schulmedizinische Behandlung beim Arzt, die beste naturheilkundliche beim Heilpraktiker. Wirklich gute und ausgeglichen arbeitende “Allround-Mediziner” (man verzeihe mir diesen Ausdruck) sind, gerade in Deutschland, selten. Ich lasse mich natürlich gerne eines besseren belehren, besonders wenn jemand einen solchen Arzt in Berlin kennen sollte.
Autor: Nicole Wie das Magazin “Naturheilkunde und Gesundheit” in der Januar-Ausgabe berichtet, kann man mit homöopathischen Mitteln dem “Burn-Out-Syndrom” entgegenwirken. Die psychische und körperliche Erschöpfung wird immer wieder bei Menschen festgestellt, die sich einer zu großen Belastung aussetzen. In der heutigen Gesellschaft, die geradezu auf Erfolg und Leistung getrimmt ist, wird die Krankheit zum zunehmenden Problem.
Warnsignale![]()
Viele Menschen leiden zunächst unter psychischen Belastungen: Stress, zu großer Leistungsdruck, Streit oder Komplikationen in der Partnerschaft können den Erschöpfungszustand provozieren oder verstärken. In der Folge wirkt sich dieser Umstand auch auf die körperliche Gesundheit aus. Es kommt oft zu Ein- oder Durchschlafproblemen, starken Kopfschmerzen, Ohrgeräuschen, erhöhtem Blutdruck und auch zu Rückenschmerzen und Konzentrations-Schwierigkeiten. Betroffene merken, dass Psyche und Körper die geforderte Leistung nicht mehr erbringen können. Sie fühlen sich, als hätten sie versagt.
Was kann helfen?
Die Fachzeitschrift empfiehlt verschiedene hömöopathische Mittel, die man durchaus auch für andere Beschwerden in der Hausapotheke aufbewahren kann. So hilft Pulsatilla D12, die Küchenschelle, im Falle des Burn-Out gegen Verstimmungen und Stimmungsschwankungen. Gerade bei Kindern hat es sich daneben auch gegen Erkältung, Angina, Ohrenschmerzen, Mandelentzündungen und Fieber bewährt. Auch Aurum metallicum D12 unterstützt die Psyche, wenn sich Betroffene dem Gefühl des Versagens nicht entziehen können und niedergeschlagen oder depressiv sind. Für Frauen, die unter der Doppelbelastung Familie-Karriere leiden, wird Helonias dioica D6 empfohlen, da es sich besonders auf den weiblichen Hormonhaushalt auswirkt. Fehlende Kraft und geringer Antrieb verlangen nach Acidum phoshoricum D6, besonders dann, wenn die Symptome durch Sorgen oder falsche, weil zu stressige, Lebensweise entstanden sind.
Dosierung
Sind die Symptome akut, können die Arzneien drei- bis fünfmal täglich eingenommen werden. Eine Ausnahme bildet Aurum metallicum, das Betroffene zweimal täglich zu sich nehmen. Wenn die Beschwerden sich verringern, so passt man auch die Dosis an (mindestens um die Hälfte reduzieren). Je nach Stärke klingen die Erschöpfungssymptome schneller oder langsamer ab. Die maximale Einnahmezeit beträgt jedoch 3 Wochen. Stellt sich keine Verbesserung ein, sollte unbedingt ein Heilpraktiker oder Arzt zu Rate gezogen werden.
Begleitmaßnahmen![]()
Als unterstützende Therapie sollte man zudem auch über eine Einnahme von Bach-Blüten nachdenken, die ja bekanntlich bei psychischen Problemen eingesetzt werden. So kann beispielsweise Mimulus, eine Essenz die auch in der Mischung gegen Prüfungsangst vorkommt, bei Versagensängsten helfen. Außerdem ist es wichtig, dem Problem auf den Grund zu gehen. Man kann öfter Pausen einlegen und sich Freiräume schaffen. Durch ganzheitliche Entspannungstechniken oder Massagen lernt man, Ruhe wieder genießen zu können und sie für den Alltag zu nutzen.
Autor: Nicole Die Antibabypille ist ein äußerst beliebtes Verhütungsmittel, weil sie eine fast 100 prozentige Sicherheit verspricht, nicht schwanger zu werden. Viele Frauen schätzen das und denken nicht weiter über Nebenwirkungen nach.
Dabei sind die Gefahren für den eigenen Körper beträchtlich. Neben Auswirkungen auf die psychische Entwicklung, besonders bei jungen Frauen, geht mit der Einnahme ein erhöhtes Risiko einher, an Thrombose und sogar an Krebs zu erkranken. Doch damit nicht genug: Das Hormonpräparat belastet die Leber sehr stark. Ursache dafür ist, dass die Arznei zunächst dort ankommt und teilweise abgebaut wird. Damit die Sicherheit trotzdem konstant ist, muss das Verhütungsmittel stärker dosiert werden. Die “Pille” reguliert darüber hinaus den Hormonhaushalt. Dieser künstliche Eingriff in den Zyklus wird den meisten Anwenderinnen erst bewusst, wenn das Medikament abgesetzt wird. Sei es aufgrund einer gewünschten Schwangerschaft oder der einsetzenden Menopause. Es treten Zyklusstörungen auf, die unter Medizinern als “Post-Pill-Syndrom” bekannt sind. Besonders tragisch, wenn ein bestehender Kinderwunsch durch die Störung nicht oder erst nach langer Zeit erfüllt werden kann.
In dem Magazin CO´MED ist, laut einer Pressemitteilung, ein Artikel erschienen, der Hilfe durch die Pflanzenheilkunde verspricht. Die Heilpraktikerin Anne Lohmann behandelt demnach die Beschwerden mit alternativen Präparaten. So unterstützt der Frauenmantel als “Allround-Mittel” alle Prozesse, die sich auf die Wiederherstellung des natürlichen Zyklus beziehen. Außerdem wird Rosmarin zur Durchblutungsförderung verordnet. Hier soll sich die Wirkung besonders auf die Organe im Becken konzentrieren und somit helfen, die Eierstöcke zur vollen Funktion zu reaktivieren. Auch Kapuzinerkresse und Meisterwurz können den Effekt unterstützen. Die Auswahl der richtigen Präparate erfolgt laut Lohmann individuell und auf die Patientinnen abgestimmt. Zur Entlastung der Leber können hauptsächlich Urtinkturen aus Löwenzahn und Mariendistel eingesetzt werden. Auch eine biologische Ernährung, die frei von künstlichen Zusätzen ist, kann die Regeneration vorantreiben.
Wer also irgendwie von den Komplikationen betroffen ist, kann sich alternativ homöopathisch behandeln lassen. Diese Behandlung sollte aber nur von einem ausgebildeteten und versierten Heilpraktiker durchgeführt werden.
Autor: Nicole Hildegard von Bingen - ein Name der sicher Vielen geläufig ist. Doch was genau zeichnet diese Frau aus, welche Legenden und Geschichten ranken sich um sie? Was genau weiß die moderne Forschung von der Benediktinerin, die schon zu Lebzeiten verehrt wurde?
Wahrscheinlich wurde Hildegard um 1098 als zehntes Kind der Eheleute Hildebert und Mechthild von Bermersheim geboren. Bereits im Alter von fünf Jahren beginnen Visionen das Kind heimzusuchen. Sie werden Teil ihres Lebens bleiben. Hildegard von Bingen, die am 17. September 1179 im Kloster Rupertsberg bei Bingen starb, gilt nicht nur als eine der herausragendsten Frauengestalten des Mittelalters, sondern auch als eine der ersten deutschen Ärztinnen (wobei diese Aussage wohl eher kritisch zu betrachten ist) und erste Vertreterin der deutschen Mystik.
Die Mystik hat, in ihrer christlichen Ausprägung, eine Verschmelzung mit Gott zum Ziel. Dies wird beispielsweise durch Askese, Gebete und Gesänge umgesetzt. Es geht im Grunde darum, die Liebe zu Gott mit der Liebe zu den Nächsten in Einklang zu bringen (zum Beispiel durch Befolgung der Heiligen Schrift) und um eine Selbstfindung. Die Identität wird nicht, wie es vielleicht zunächst den Anschein hat, durch die Hinwendung zu Gott aufgegeben, sondern herausgestellt und gefördert.
Hildegard von Bingen war seit 1136 Äbtissin, leitete zwei Klöster, führte eine ausgedehnten Briefwechsel mit König Friedrich Barbarossa und Papst Alexander III (dabei hielt sie auch Kritik an den, ihr übergeordneten Männern, nicht zurück), hielt Predigten auf Märkten ab (zu der Zeit galt das als geradezu unverschämt) und machte mehrere Reisen im Zeichen der Seelsorge. Darüber hinaus beschäftigte sie sich mit Ethik, Musik, Natur- und Pflanzenheilkunde und vielem mehr. Sie verfasste Schriften über diese Gebiete, die bis heute teilweise erhalten sind. An dieser Stelle soll es natürlich besonders um die Texte zur Heilkunde gehen. Das erste Werk, “Causae et Curae” entstand nach 1150 und beschäftigt sich mit Ursache und Heilung von Krankheiten. Dabei entwickelte die Gelehrte keineswegs neue Formen der Krankheitsbehandlung. Vielmehr trug sie die Erkenntnisse der Volksmedizin zusammen und verband dieses Wissen mit dem traditionellen, griechisch-lateinischen. Sie benutzte dabei auch erstmals die Pflanzennamen, die im Volk verwendet wurden und schrieb neue Erkenntnisse über Krankheiten, Körper und Sexualität nieder. Im Mittelpunkt ihrer Lehren steht die ganzheitliche Heilung. Man muss verstehen, woher Krankheiten kommen, was sie verursacht um sie dann, mit der Hilfe des Glaubens und der Natur (Pflanzen und Edelsteine), zu heilen.
Wie konnte eine Frau im Mittelalter all dies vollbringen, wie hat sie es geschafft, sich Gehör und Respekt zu verschaffen? Die Geschichte lehrt uns, dass Frauen zu dieser Zeit wenig (bis gar keine) Rechte hatten . Es herrschte ein absolutes Patriarchat. Der Schlüssel liegt wohl in Hildegards Selbstverständnis: Sie sah sich als Prophetin und ihr Umfeld teilte glücklicherweise diese Auffassung. Schon zu Lebzeiten wurde die Äbtissin fast wie eine Heilige verehrt.
Im 20. Jahrhundert wurden ihre Schriften über Naturheilkunde aufgearbeitet. Es entstand der Begriff “Hildegard-Medizin”, ein Name, der sich eher an Konzepten zur Vermarktung der alten Erkenntnisse orientiert und kritisch zu betrachten ist.
Liest man heute die Übersetzungen der Schriften, sieht man vieles mit den Augen des 21. Jahrhunderts. Viele neigen deswegen dazu, die Methoden als Scharlatanerie abzutun. Betrachtet man die Werke jedoch mit der gesunden Distanz unserer Zeit und dem Wissen, dass es sich hier um Glaube und Tradition des Mittelalters handelt, kann man wohl viele Lehren, vor allem zur Verwendung von Pflanzen und Heilkräutern, ziehen. Denn die Erkenntnisse stammen, das sollte nicht vergessen werden, hauptsächlich aus der Volksmedizin, die ja heutzutage auch noch von vielen Menschen benutzt wird. Gerade bei leichten Beschwerden erlebt die Naturheilkunde, die sich in vielerlei Hinsicht mit der “Volksmedizin” überschneidet, ein Revival. Zurecht, denn mit der Natur heilen ist oft einen Versuch wert und vielleicht in vielerlei Hinsicht eine echte Alternative zu chemisch erzeugten Medikamenten.