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Autor: Nicole Derzeit wird wieder verstärkt mit dem Mittel “Umckaloabo” geworben. Der Zungenbrecher soll, so die Werbung, gegen Husten helfen.
Google liefert bei Eingabe des Begriffes rund 690000 Ergebnisse in deutscher Sprache. Schon die erste Seite der Suchergebnisse lässt erahnen, dass die meisten Einträge Verkaufsangebote sind. Mehr Informationen über Umckaloabo hat Wikipedia. Dort liest man, dass es sich um eine Arznei, gewonnen aus dem Wurzelextrakt einer südafrikanischen Pelargonienart, handelt. Die erste Erkenntnis: Wir bewegen uns auf dem Gebiet der Phytomedizin, die in Deutschland vor allem mit der historischen Gestalt Hildegard von Bingen konnotiert ist und weltweit auf eine lange Geschichte zurückblickt. Auch die Pelargonie hat eine längere Historie hinter sich. Ende des 19. Jahrhunderts kam sie aus dem südlichen Afrika, wo sie als traditionelle Heilpflanze benutzt wurde, nach England. Der “Importeur” Major Charles H. Stevens, wurde angeblich durch die Behandlung mit Umckaloabo (der Begriff kommt aus der Sprache der Zulu und bedeutet soviel wie “schwerer Husten”) in Rekordzeit von Tuberkulose geheilt. Unter der Bezeichnung “Stevens´ Consumption Cure” wollte der Brite die Arznei vermarkten, scheiterte aber und wurde von der British Medical Association als Betrüger bezeichnet. In Deutschland wurden noch bis in die 1920-er Jahre Tuberkulosekranke von einem aus der Schweiz stammendem Arzt behandelt.
Was ist denn nun dran, an der werbewirksam versprochenen Heilung?
Scheinbar nicht viel, glaubt man Berichten des “Arznei-Telegramms”, ein unabhängiger Informationsdienst für Ärzte und Apotheker. Zugelassen wurde das Mittel nur für die Behandlung von akuter Bronchitis. (Der Hersteller strebte weitläufigere Zulassungen an.) Für Bronchitis existieren zwei Doppelblindstudien. Die Ergebnisse zeigen, so Wikipedia, eine Wirksamkeit von Umckaloabo gegenüber Placebos. Dem widerspricht nun der oben genannte Informationsdienst rigoros. Unter der Überschrift “Quacksalberei” werden hier die Widersprüche der Studien angeprangert. Doch das ist nicht alles. Viel beunruhigender sind die Nebenwirkungen, die angeblich nicht existieren, aber wohl dennoch beobachtete wurden. Das “Arznei-Telegramm” dazu:
“Angeblich sind - so die Fachinformation - keine Nebenwirkungen bekannt. Dennoch soll das Mittel beispielsweise bei erhöhter Blutungsneigung “nicht angewendet werden”. In dem Extrakt enthaltene Kumarine bergen das Risiko von Blutungskomplikationen, etwa in der Pädiatrie, wenn angeborene Gerinnungs- oder Aggregationsstörungen noch unerkannt sind. Vor Kombination mit Azetylsalizylsäure (ASPIRIN u.a.) oder nichtsteroidalen Antirheumatika wird gewarnt. Ein zweijähriges Mädchen erkrankt nach zweiwöchiger Einnahme von UMCKALOABO-Lösung an thrombozytopenischer Purpura (NETZWERK-Bericht 12.658). Wie viele andere Erkältungsmittel ohne nachgewiesenen Nutzen (a-t 1995; Nr. 1: 4) enthält UMCKALOABO Alkohol: 12 Vol-%, so viel wie Wein (Werbung: Kann “selbst Kleinkindern bedenkenlos gegeben werden”).”
Der Hersteller selbst weist angeblich darauf hin, dass der enthaltene Alkohol aufgrund der niedrigen Dosierung unproblematisch für Kinder sei. Während Schwangerschaft und Stillzeit ist die Anwendung aufgrund mangelnder Studien nicht empfohlen.
Verbraucher sollten sich also vor der Einnahme gut informieren und diese mit einem Arzt abklären. Es wird erneut deutlich, dass “pflanzlich” nicht mit “ungefährlich” gleichgesetzt werden darf!
Autor: Nicole Bach-Blüten können Schulanfängern helfen, den Start in den neuen Lebensabschnitt leichter zu bewältigen. Für Kinder, die eingeschult werden, ist die neue Situation meist nicht nur aufregend sondern auch mit Ängsten und Ungewissheit belastet. Neue Menschen, eine neue Umgebung und völlig ungewohnte Anforderungen zerren oft an der kindlichen Seele. Hier sind die Eltern gefragt: mit Zuspruch und Liebe können sie Ängste nehmen. Bestimmte Bach-Blüten unterstützen den Eingewöhnungsprozess zusätzlich.
So wirkt sich Walnut (Walnuss) positiv auf den Wechsel in den neuen Lebensabschnitt aus. Larch (Lärche) gibt schüchternen Kindern das nötige Selbstvertrauen. Die Essenz Mimulus (Gefleckte Gauklerblume) nimmt die Angst vor dem Neuen. Sie eignet sich besonders für Kinder, die sehr schnell erröten und unter vielen Hemmungen und Ängsten leiden. Gentian, der Herbstenzian, fördert eine Grundtendenz zu positiven Erwartungen. Zum Gentian-Typ gehören vor allem Kindern, die durch anfängliche Misserfolge ein Vorhaben sofort aufgeben und somit schnell demotiviert sind. Ein häufiges Problem bei Schulanfängern ist der Protest in Folge der Trennung von den Eltern. Dieser äußert sich oft durch Weinen. In derartigen Fällen ist Red Chestnut (Rote Kastanie) angezeigt. Die Essenz Erleichtert die Lösung von den Bezugspersonen.
Ein ähnliches Problem, nur noch viel tiefgreifender, haben Kinder, die dem Honeysuckle-Typ entsprechen. Hier äußern sich Schwierigkeiten zudem in starkem Heimweh und mangelnder Konzentrationsfähigkeit. Das Geißblatt, wie Honeysuckle auf Deutsch heißt, hilft vor allem gegen das Heimweh und macht es so möglich, die Konzentration auf die Inhalte in der Schule zu richten. Die Bach-Blüten können untereinander gemischt und nach den verschiedenen Methoden eingenommen werden. In späteren Phasen kann eine andere Mischung auch gegen Prüfungsängste helfen.
Autor: Nicole Viele Kleinkinder leiden extrem unter einer schmerzhaften Zahnung. Dieses Problem stellt Eltern immer wieder auf die Probe. Denn wenn die Kinder vor Schmerzen weinen und schreien, fühlen sie sich hilflos. Linderung kann eine homöopathische Arzneigabe bringen. In Absprache mit einem Fachmann muss zuerst das allgemeine Befinden des Kindes festgestellt werden. Die Symptome sind vielfältig und verlangen nach systematischer und genauer Betrachtung. Die Homöopathie hält verschiedene Mittel für die unterschiedlichen Konstitutionen bereit.
Rheum palmatum (Handlappiger Rhabarber)
Dieses Medikament ist angezeigt, wenn das Kind unter Schlaflosigkeit leidet und sehr leicht reizbar ist, die Symptome sich aber bei Wärme verbessern. Experten können anhand der Riechprobe einen sauren Geruch wahrnehmen. Körperliche Symptome äußern sich in starkem Schwitzen. Meist bedeckt kalter Schweiß das gesamte Gesicht, vor allem um Mund und Nase. Starker Speichelfluss komplettiert das Beschwerdebild.
Mercurius (Quecksilber) ![]()
Mercurius wird gegeben, wenn das Kind sehr leicht schwitzt und eine große Empfindlichkeit gegen Wärme und Kälte zeigt. Der Schweiß erscheint ölig. Oft kommt es zu Eiterungen und Drüsenschwellungen. Starker Mundgeruch und vermehrter bis extremer Speichelfluss (vor allem in der Nacht) runden das Mercurius-Beschwerdebild ab.
Coffea (Rohkaffee)
Die Wirkstoffe des Kaffees in Coffea helfen bei Schlaflosigkeit während der Zahnung. Die starken Schmerzen lassen das Kind in diesem Beschwerdebild nicht zur Ruhe kommen, bessern sich jedoch bei der Zuführung von Kälte direkt an den betroffenen Stellen. Zum Beispiel durch kaltes Wasser, das kurz im Mund behalten wird.
Chamomilla (Kamille)
Diese Arznei ist angezeigt, wenn eine extreme Reizbarkeit, gepaart mit Hitze am gesamten Körper, im Atem und in den Ausscheidungen vorliegt. Die Reizbarkeit bessert sich, wenn das Kind herumgetragen wird. Körperliche Anzeichen zeigen unterschiedliche Zustände der Wangen: die eine Wange ist rot und angeschwollen, die andere eher blass. Oft geht ein grasgrüner, übel riechender Durchfall mit den Symptomen einher. Auch hier kommt es zu Schlaflosigkeit, die von Zuckungen und Krämpfen begleitet wird.